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Psrgslrtreks0ygup1h3bcfhzhh 2x1 – Der Norden vergisst nicht

In Königsmund übt der neue König Joffrey I. eine Schreckensherrschaft aus und hält Sansa Stark weiter als Geisel fest, als unerwartet sein Onkel Tyrion Lannister als Stellvertreter Tywin Lannisters an den Hof kommt. Tyrion übernimmt faktisch die Regierungsgeschäfte im Kronrat, was Cersei, Joffreys Mutter und Regentin, notgedrungen akzeptieren muss. In der Hauptstadt wird Jagd auf die unehelichen Nachkommen des verstorbenen Königs Robert gemacht, doch konnte einer seiner „Bastardsöhne“, Gendry, zusammen mit Arya Stark entkommen. In den Flusslanden hat währenddessen Robb Stark, nach fast 300 Jahren erster König des Nordens, seine Macht gefestigt und hat als Geisel Jaime Lannister.

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8ywfrtcszusummwvkky7v4dzjru 2x2 – Die Nachtlande

Nach einer blutigen politischen Säuberung in Königsmund weist Tyrion, rechte Hand des Königs, Cersei zurecht, die die Untertanen des Königs zunehmend gegen sich aufbringt. Unterdessen teilt Ayra Stark auf ihrer Flucht gen Norden ein Geheimnis mit einem Rekruten der Nachtwache. Außerdem kehrt einer von Daenerys Kundschaftern mit beunruhigenden Neuigkeiten zurück.

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Wjnzqfeb31kpkguawx3jet8yexz 2x3 – Was tot ist, kann niemals sterben

In Königsmund sorgt Tyrion Lannister dafür, dass seine Geliebte Shae in Sicherheit ist und nun als Dienstmädchen für Sansa Stark arbeitet, die unter ihrer Geiselhaft am Hof leidet. Tyrion festigt am Hof seine Stellung. Er spielt die Mitglieder des Kronrats (Varys, Petyr Baelish und Pycelle) gegeneinander aus und enttarnt Pycelle als Spion Cerseis. Des Weiteren arrangiert Tyrion eine Heirat von Prinzessin Myrcella mit einem Mitglied des Hauses Martell, das über Dorne im Süden herrscht und den Lannisters eher feindselig gesinnt ist. In Winterfell hat Bran Stark wieder seltsame Träume, die ihm niemand erklären kann. In der Zwischenzeit erreicht Catelyn Stark als Gesandte Robbs das Lager König Renly Baratheons, der mit 100.000 Mann aus der Weite und den Sturmlanden auf Königsmund vorrückt.

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4j2j97gfao2nx4uatmbr0qhx2k2 2x4 – Der Garten der Knochen

Robb Stark hat eine weitere Streitmacht der Lannisters geschlagen. Lord Roose Bolton empfiehlt ihm, Gefangene wegen Informationen zu foltern, was Robb jedoch strikt ablehnt. Auf dem Schlachtfeld lernt er eine junge Frau namens Talisa kennen, die ihn für die Grausamkeiten dort verantwortlich macht. In Königsmund ist Joffrey außer sich vor Wut, als er von den Siegen Robbs erfährt. Er lässt Sansa Stark öffentlich schlagen, was Tyrion Lannister beendet.

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H7hhsqteyf7cnbyr2g9djq78egv 2x5 – Der Geist von Harrenhal

Renly Baratheon wird von Melisandres Schattendämon getötet. Catelyn und Brienne fliehen zusammen aus dem Lager und Brienne schwört Catelyn vorläufig die Treue. Die Tyrells überdenken ihre Optionen, während sich der Großteil von Renlys Armee nun Stannis anschließt. Ser Davos scheitert mit dem Versuch, Stannis auf Melisandres Tat anzusprechen. In Königsmund trifft man Vorbereitungen zur Verteidigung, da es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Baratheon-Armee unter Stannis eintrifft. Tyrion will zur Verteidigung die Kontrolle über das von Joffrey gehortete Seefeuer, eine Art griechisches Feuer, doch birgt der Einsatz dieser Waffe auch große Gefahren. In der Hauptstadt wächst zudem die Unruhe in der Bevölkerung, zumal Joffrey offenbar sehr unbeliebt ist.

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O3trgiztnv1haebbzyxybss8xta 2x6 – Alte und neue Götter

Theon Graufreud gelingt es Winterfell zu erobern und Bran sowie Rickon als Geiseln zu nehmen. Er zwingt Bran, ihn zum Lord von Winterfell zu erklären und tötet Ser Rodrik Cassel. Osha gelingt es schließlich, mit Bran und Rickon aus der Festung zu fliehen. Robb Stark entwickelt Gefühle für Talisa, doch Catelyn erinnert ihn an sein Versprechen, eine Frey zu heiraten. Als die Nachricht von Winterfells Fall ihn erreicht, ist er außer sich vor Wut über Theons Verrat. In Königsmund wird Joffrey immer unbeliebter und es brechen Unruhen aus. Joffrey muss vor der wütenden Menge flüchten, Sandor Clegane kann Sansa im letzten Moment vor einer Vergewaltigung bewahren.

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D7htn2ltwb9rmxlycp1tsqtipg8 2x7 – Ein Mann ohne Ehre

In Königsmund ist Sansa Stark weiterhin verzweifelt bemüht, Haltung zu bewahren. Ihre Blutungen setzen ein und sie befürchtet, bald mit Joffrey das Bett teilen zu müssen. Cersei führt ein Gespräch mit Sansa und erklärt ihr, dass, je mehr Menschen man liebe, desto schwächer werde man; Sansa solle sich mit ihrem Schicksal abfinden. Tyrion und Cersei diskutieren über den bevorstehenden Angriff von Stannis und Cersei gesteht, von Joffrey enttäuscht zu sein. Robb Stark nimmt Talisa während eines Zuges zu einer nahen Burg mit. Währenddessen führt im Lager der Starks der gefangene Jaime ein Gespräch mit seinem Cousin Alton. Im Verlauf der anschließenden Flucht tötet Jaime ihn, wird aber bald darauf wieder eingefangen.

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Cdgjzu2si4t8bnlgdksqklv1aca 2x8 – Der Prinz von Winterfell

In Winterfell besucht Yara Graufreud ihren Bruder Theon, ohne ihm aber die erhoffte Verstärkung mitzubringen. Yara erklärt Theon, dass Winterfell so weit im Landesinneren nicht zu halten und die grausame Ermordung Brans und Rickons dumm gewesen sei. In Wirklichkeit sind beide Kinder noch am Leben und halten sich an einem scheinbar sicheren Ort versteckt, der Gruft von Winterfell. Robb Stark beauftragt Lord Roose Bolton, er solle die Rückeroberung Winterfells einleiten. Gleichzeitig kommen sich Robb und Talisa näher und verbringen eine Nacht zusammen. Catelyn hat jedoch Jaime Lannister freigelassen, der, von Brienne von Tarth begleitet, in Richtung Königsmund unterwegs ist. Catelyn erhofft sich davon die Freilassung ihrer Töchter, wobei sie nicht ahnt, dass Arya entkommen und in Harrenhal untergetaucht ist.

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C3hooyxyqpd7gk1em6rar1dtxza 2x9 – Schwarzwasser

Die gesamte Episode spielt in Königsmund, kurz vor, während und kurz nach der entscheidenden Schlacht auf dem Fluss Schwarzwasser und dem folgenden Angriff auf die Hauptstadt. In der Stadt hat man sich so gut wie es ging auf den Angriff Stannis Baratheons vorbereitet, doch dieser verfügt über überlegene Kräfte. Cersei ist bereit, sich und ihre Kinder sowie Sansa eher zu töten, als in die Hände des Siegers zu fallen. Varys ist über die neue Religion von Stannis besorgt und hofft daher auf dessen Niederlage. Tyrion Lannister lehnt es ab, im Notfall zu fliehen. Die Baratheon-Flotte erleidet schwere Verluste, als sie mit Seefeuer in Brand gesetzt wird.

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U46jn12qeyacoe1oqjbwpvl5d7r 2x10 – Valar Morghulis

In Königsmund wird der Sieg über Stannis gefeiert. Tywin Lannister nimmt seinen Platz als Hand des Königs ein, während Tyrion schwer verwundet ist, aber überlebt hat. Lord Varys erklärt ihm, dass der Anschlag auf Befehl Cerseis erfolgte und Tyrions Rolle bei der erfolgreichen Verteidigung der Hauptstadt wohl vertuscht werden wird. Als Retter der Stadt gilt hingegen Lord Tywin. Tyrion entschließt sich, dennoch am Hof zu bleiben. Die Häuser Lannister und Tyrell besiegeln ihr Bündnis mit der Verlobung von Joffrey und Margaery. Sansa wird weiterhin am Hof festgehalten und Petyr Baelish, nun neuer Lord von Harrenhal, verspricht ihr angeblich Hilfe. Jaime und Brienne sind weiterhin auf dem Weg nach Süden. Robb und Talisa heiraten, womit Robb jedoch seinen Eid gegenüber Haus Frey gebrochen hat.

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Inhalt

Die Sommer dauern mehrere Dekaden und die Winter können ein Leben lang anhalten in der fantastischen Welt der neuen herausragenden HBO-Serie basierend auf der erfolgreichen Fantasy-Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin. Vom ränkevollen Süden bis hin zu den wilden Ostländern, im eisigen Norden und an der uralten Mauer, die das Land von der Dunkelheit trennt, kämpfen die machtvollen Familien der sieben Königreiche verbissen um den Eisernen Thron. Es ist ein hintergründiges und betrügerisches Spiel um Einfluss und Ehre, Unterwerfung und Triumph. Im Game of Thrones, dem Spiel um den Thron, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Gewinn oder stirb.

Die KRITIK zur zweiten Staffel "Game of Thrones" gibt es HIER

Die KRITIK zur dritten Staffel "Game of Thrones" gibt es HIER

Die KRITIK zur vierten Staffel "Game of Thrones" gibt es HIER

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Kritik

Nachdem Peter Jackson der ganzen Welt bewies, dass J. R. R. Tolkiens Ring-Epos doch nicht so „unverfilmbar“ ist, bei der Oscarverleihung 2004 mit einem Clean-Sweap elf Oscars abräumte und sich mit so ziemlich jeder Sekunde seiner Trilogie einen ewigwährenden Platz im Herzen jedes Filmfans gesichert hatte, wurde das Kino um ein Genre reicher, das seit Jahren nicht mehr wegzudenken ist aus der Filmlandschaft. Peter Jackson machte mit „Der Herr der Ringe“ den Fantasy-Film salonfähig, der zuvor als das „Genre der Nerds und Geeks“ abgestempelt wurde oder nur als Zeichentrickfilm etwas hermachen konnte. Der Weg für viele kommende Fantasy-Filme wurde von Frodo, Aragorn, Gandalf und Co. geebnet. Einer dieser Profiteure des Erbes von Peter Jackson ist zweifelsohne die hochgelobte HBO-Hitserie „Game of Thrones“, die es ohne die „Der Herr der Ringe“-Trilogie in dieser Form nie gegeben hätte. Eins vorweg: Ich als der unbestreitbar größte „Game of Thrones“-Fan und -Suchti in ganz Westeros habe natürlich bisher alle Staffeln doppelt und dreifach gesehen, die mies gezeichneten Comics gelesen, besitze die hervorragenden Soundtracks vom deutschen Komponisten Ramin Djawadi auf meinem iPod (auch als CD) und bekomme allein schon beim Gedanken an das Intro eine Gänsehaut. Konsequent, wie ich bin, habe ich auch alle bisher erschienen sechstausendsiebenhundertvierundachzig Seiten (zehn Bücher) der Vorlage „Das Lied von Eis und Feuer“ in drei Monaten durchgenudelt und ließ während jedem Kapitel mein Hirn mit den Instrumenten des Mindfucks „Twist“ und „Cliffhanger“ durchkneten. DENNOCH werde ich, wie man es kaum von mir gewohnt ist, das Fanboy-Gesülze seien lassen und nur das loben, das auch gelobt gehört und nur leicht kritisierend anmerken, was eigentlich verrissen werden sollte :P Und jaaja, keine Spoiler -_- (die verlinkten Videos sind relativ spoilerfrei, dennoch gucken auf eigene Gefahr.) Obwohl der Vergleich zwischen der „HdR“-Trilogie und „Game of Thrones“ oberflächlich betrachtet naheliegt, könnten die beiden Formate unterschiedlicher nicht sein. Während Tolkien in „Der Herr der Ringe“ eine relativ einfache Geschichte um ein Abenteuer (das sich später zu viel Größerem entwickelt) erzählt, gibt es in „Game of Thrones“ eigentlich nur ein wichtiges Thema: Macht. Es geht um Menschen, die Macht besitzen und diese zu halten versuchen und um Menschen, die Macht erlangen möchten. Dass es dabei unzählige Arten der Macht gibt, wissen die Showrunner und Drehbuchautoren David Benioff und D. B. Weiss eindrucksvoll darzustellen. Während viele Charaktere sich mit der offensichtlichsten Form von Macht, der Gewalt, ihre Kontrolle verschaffen, sind es die subtileren Arten, die die eigentliche Spannung erzeugen. Als bestes Beispiel sei hier Tyrion Lannister genannt (hervorragend: Peter Dinklage). Als kleinwüchsiger Mann, hat er es in der feudalen Gesellschaft alles andere als leicht. Vom gemeinen Volk wird er als „Strafe“ der Götter für die Sünden des Vaters betrachtet. Der Weg zur Macht durch die Tür der Gewalt ist für ihn so gut wie unpassierbar, so hat er sich seine eigene Waffe kreiert. Der Verstand (und die gewitzte Zunge) ist Tyrions stärkste Waffe und Verteidigung ("My brother has his sword and I have my mind. And a mind needs books like a sword needs a whetstone."). Sein Humor und seine Wortwahl haben ihn schon aus der gefährlichsten Situation gerettet, in der ein Schwert nutzlos gewesen wäre. Andererseits stößt er bei debilen, dummen oder humorlosen Charakteren (z.B. der Zellenwächter „Mord“) auf taube Ohren. Als letzter Ausweg bleibt ihm aber letztendlich immer sein Gold. Er ist schließlich ein Lannister. Frauen gelten gemeinhin als schwach und gebrechlich, doch sind es oftmals die starken Frauenfiguren, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Allen voran Cersei Lannister (Lena Headey) und später auch Melisandre (Carice Van Houten), aber auch Catelyn (Michelle Fairley) und augenscheinlich Daenerys Targaryen (Emilia Clarke). Ihre stärkste Waffe ist dabei nie das Schwert (außer im Falle Brienne), sondern immer der Verstand oder auch Sex. Und so zieht sich ein Netz aus Intrigen, Lügen, Korruption und Machenschaften durch die Politik in Westeros. „When you play the Game of Thrones, you win or you die. There is no middle ground.“ Die Welt, in der „Game of Thrones“ angesiedelt ist, ist stark vom europäischen Mittelalter inspiriert. Schwerter, Schilde, Pferde, Burgen, Ritter. Zumindest Westeros, der große Kontinent auf der westlichen Seite der Erdkugel (?), die als Hauptschauplatz der Handlung fungiert. Der östliche (und viel größere) Kontinent im Osten Essos ist geprägt von unterschiedlicheren Einflüssen. Während die sogenannten „Free Cities“ (unabhängige Stadtstaaten) an der Westküste Essos' noch am ehesten mit Westeros in Verbindung stehen, sind es die Länder, Völker und Orte weiter im Osten, die ein wenig mehr ins Fantastische abdriften, dabei aber stets „real“ bleiben. Ein weiterer großer Unterschied zu „Der Herr der Ringe“ ist das „Maß“ an Fantasy in der Serie. Während Gandalf, Sauron, Saruman und Elrond mit Magie und Zauberei nicht gerade sparsam umgehen, bildet die Magie in „Game of Thrones“ ein wahres Mysterium. Sie ist definitiv existent, wie die roten Priester, die in den Flammen die Zukunft deuten können, die Drachen und die White Walkers beweisen, so richtig Glauben schenkt der Magie jedoch keiner mehr („Maybe magic was once a mighty force on the world … but not anymore. The dragons are gone, the giants are dead and the children of the forest forgotten.“). Letztendlich ist „Game of Thrones“ mehr ein Drama, als eine Fantasy-Serie. Denn obwohl Fantasy auftaucht (wenn auch nur ganz dezent am Rande) und Westeros im Grunde fiktiv ist, ist sie doch von ungeheurem Realismus geprägt. Die Figuren kämpfen mit realen Problemen, sie handeln rational und glaubwürdig (zumindest ihrem Charakter entsprechend). Selbst die Drachen und die Jahreszeiten (ein Winter und ein Sommer können Jahre andauern) sind zwar genau wie die Geographie fiktiver Natur, doch im Konzept des „Game of Thrones“-Kosmos sind sie schlüssig und glaubhaft integriert, weswegen man ihnen ihre „Echtheit“ auch sofort abnimmt (siehe u.a. „Mass Effect“). Drachen sind eben riesige Echsen und der Winter dauert eben ein Jahrzehnt. Deal with it.

„I am the sword in the darkness. I am the watcher on the walls. I am the shield that guards the realms of men.“ - Schwur der Nachtwache

Die Vergangenheit (hauptsächlich die „Age of Heroes“), die tausende von Jahren zurückliegt, bildet den Angelpunkt der Fantasy in „Game of Thrones“. Da alles, was man über diese Zeit weiß, nur Legenden und Sagen sind, macht das aus der Fantasy ein so großes und extrem spannendes Mysterium. Auch die White Walker (quasi die große Gefahr) entstammen jener Zeit, ebenso wie der riesige Eiswall (800 Fuß hoch, 300 Meilen lang, erbaut vor 8000 Jahren), der nach dem ersten Auftauchen der White Walker errichtet wurde. Die Nachtwache, eine Bruderschaft, die die Mauer bemannt, einst respektiert (und als „Schutzschild der Reiche der Menschen“ verehrt), ist mit dem Ausbleiben der White Walker geschrumpft. Nur die wenigsten glauben, die Nachtwache hätte noch einen Nutzen und dass die White Walker aus den Legenden, einfach nicht mehr sind als Legenden („I dont believe that giants and ghouls and white walkers are lurking beyond the wall.“) All diese Punkte (und noch etwa siebzehn Dutzend weitere) machen die Welt von „Game of Thrones“ so facettenreich, was „Game of Thrones“ natürlich seiner Vorlage „Das Lied von Eis und Feuer“ zu verdanken hat. Doch lauert bereits die Gefahr, die vom Original ausgeht. Dass die Drehbuchautoren Weiss und Benioff dem Charakter-, Ereignis- und Detailreichtum in den kommenden Staffeln nicht mehr Herr werden können, ist gar nicht so abwägig. Dieses Problem wurde bisher äußerst clever umschifft, wobei weniger bedeutende Figuren oder ganze Handlungsstränge gestrichen wurden. Und trotz dieser notwendigen Kürzungen hat „Game of Thrones“ immer noch den augenscheinlich größten Cast aller Fernseh-Serien (laut HBO ganze 54 wiederkehrende Charaktere, mit noch weit mehr „Eintagsfliegen“ und Statisten). Und in den kommenden Staffeln wird der Haufen der Figuren nicht kleiner. Wie sich das in Zukunft entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Ich vermute, Benioff und Weiss werden zu drastischen Kürzungen gezwungen sein, da so viele Charaktere letztendlich mit 10 Folgen pro Staffel nicht zu präsentieren sind, sofern sie dieses Konzept beizubehalten gedenken. Bisher hat das jedoch sehr gut funktioniert. Viele Namen der Nebenfiguren bleiben dem Zuschauer und Nicht-Kenner der Vorlage nicht im Gedächtnis und das muss es auch nicht (selbst in den Büchern verliert man die Übersicht) . Einerseits verdankt man die Abspeicherung der Figuren im Publikums-Hirn den markanten und hervorstechenden Gesichtern der Charaktere (von denen der Großteil EXAKT so aussieht, wie man sie sich beim Lesen vorgestellt hat), dem fantastischen Kostüm-Design und nicht zuletzt den Schauspielern, die ihren Rollen ihre vorlagengetreue Persönlichkeit exzellent zu verleihen wissen. Dass man sich in der Welt von „Game of Thrones“ leicht verirren und den Faden verlieren kann, liegt aufgrund der vielen Handlungsorte auf der Hand. Aber auch dieses Problem wissen die Showrunner mit den richtigen Werkzeugen anzugehen. Einerseits besticht jede einzelne Location mit ihrer eigenen, charakteristischen Kulisse. Sei es die graue, kalte Burg von Winterfell mit seiner irisch-anmutenden Umgebung, das braune, stinkende und heiße King's Landing, das aus Sandstein hätte bestehen können oder die weiße Mauer, die einem, dank des vorbildlichen Einsatzes von CGI, die Kinnlade auf den Boden krachen lässt. Andererseits ist es das Intro: Gerne werden die Eröffnungssequenzen übersprungen, doch gerade bei „Game of Thrones“ lohnt es sich, dranzubleiben. Denn um dem Zuschauer die Übersicht zu erleichtern, läuft man während dem Intro die Weltkarte ab. Die Orte, in denen die jeweiligen Folgen stattfinden, werden aufwändig-animierend aufgebaut. Gemeinsam mit dem magischen Titel-Theme entwickelt das Intro nicht nur eine Sog-Wirkung, sondern verhilft dem Zuschauer auch den Überblick über die Geschehnisse in Westeros zu behalten. Da die Handlungsorte natürlich nicht immer die selben sind, ändert sich auch das Intro einige Male. Aufpassen! (Vergleichs-Beispiel: Intro aus Staffel 1 und aus Staffel 2) Apropos CGI: Der Einsatz dieser Computer-Wunderwaffe ist beispielhaft. Anstatt alles „undarstellbare“ einfach mit CGI nachzubauen, dienen die Animationen meist nur als Hilfestellung. Hier wird aus einem kleinen echten Zeltlager eine Zelt-Armee, an anderer Stelle aus etwa zwanzig Statisten, die Verwundete darstellen, mehrere Tausend. Für die Animationen war und ist das Stuttgarter Studio Pixomondo verantwortlich (u.a. auch für „Hugo Cabret“ und „The Amazing Spider-Man“), die in einem eigenen Trailer (ACHTUNG! Dicke Spoiler) für „Game of Thrones“ eindrucksvoll darstellen, wie alles animiert wurde. Ein weiterer Kompromiss den die Macher eingehen mussten, ist die möglichst sparsame Inszenierung von großen Schlachten aus „Das Lied von Eis und Feuer“, die zwar nicht häufig auftreten, aber wenn, dann in großem Maße. Die Schlachten werden selten oder gar nicht gezeigt (die einzige Schlacht, die es bisher zu sehen gab, war in Episode 9 „Blackwater“; Staffel 2). Meist entgeht man solch einem Budget-Schlucker, indem man die unmittelbaren Folgen sieht und die in folgenden Dialogen kurz, knapp und kompakt erläutert wird. Einem Unwissenden wird die Kürzung der Schlacht wahrscheinlich nicht einmal auffallen, aber selbst den gestandenen Kennern der Vorlage, bleibt ein bitterer Nachgeschmack, etwas verpasst zu haben, erspart. Leider muss man eingestehen, so sehr sich die Drehbuchautoren auch bemühen, so viel wie möglich von der Vorlage auf die Bildschirme zu bringen, der Tiefe und dem Detailreichtum des Originals nicht das Wasser reichen kann. Aber ebenso muss ich zugeben, dass sie es geschafft haben, viel mehr Facetten zu behandeln, als ich je zu hoffen gewagt hätte. Dennoch kommen die meisten Charaktere (und auch Handlungen) in einigen Folgen zu kurz, sodass sie in der Informationsflut einfach untergehen. Das Gefühl der Eile und der Hast kommt auf, als ob man versucht hätte, die eine oder andere Szene noch in diese Folge zu quetschen, sodass es oftmals unsauber wirkt.

Fazit

Man kann lange Buchreihen auf zwei Arten verfilmen. Als TV-Serie oder als Kinofilm-Serie, wie z.B. Harry Potter. Wäre man mit „Das Lied von Eis und Feuer“ den letzteren Weg gegangen, stünden wahrscheinlich noch 38 weitere Filme auf dem Plan. Hier brilliert das Serien-Format mit seinen Vorteilen. Mit einem viel geringeren Budget einen (zusammengerechnet) zehn Stunden langen Spielfilm zu drehen. Und das funktioniert bisher exzellent. Fast alle Facetten der Vorlage konnten detailgetreu adaptiert werden, das Casting der Schauspieler hätte besser nicht sein können, von denen die meisten tatsächlich so aussehen, wie man sie sich beim Lesen vorgestellt hat. Die Kulissen und das CGI gehen Hand in Hand und lassen Westeros in seinem ganzen Glanz und Dreck auferstehen. Zwar kommen durch die enorme Charakter- und Handlungsvielfalt einige Figuren zu kurz, doch das ist verschmerzbar. Wenn einem nach jeder Folge das Herz bis zum Aussetzen durch die monströse Spannung angetrieben wird, nur um sie am Ende der Staffel herauszureißen, fesselt das den Zuschauer umso mehr an den Bildschirm, wie es bei mir bisher nur „Breaking Bad“ geschafft hat. Niemand ist sicher in Westeros, wie die Neulinge unter euch schnell feststellen werden. Und immer dran denken: „Winter is coming.“

Autor: Kadir Güngör

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