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5g2n9ugbejkgn5sgo1se5kvoevr 4x1 – Zwei Schwerter

In Königsmund übergibt Tywin Lannister seinem Sohn Jaime ein neues Schwert, das aus dem valyrischen Schwert Eddard Starks angefertigt wurde. Tywin drängt Jaime dazu, sein Erbe in Casterlystein anzutreten. Jaime besteht jedoch darauf, trotz des Verlustes seiner rechten Hand, weiterhin in der Königsgarde zu dienen. Das Verhältnis zwischen Jaime und Cersei hat sich ebenfalls abgekühlt. Sansa ist aufgrund der Nachrichten vom Tod ihres Bruders und ihrer Mutter traumatisiert. Tyrion versucht vergeblich, sie zu trösten, wobei Shae eifersüchtig reagiert. Die Hochzeit von Joffrey und Margaery rückt näher. Doran Martell, Prinz von Dorne, wurde ebenfalls eingeladen, doch an seiner Stelle erscheint sein jüngerer Bruder Oberyn Martell in der Hauptstadt. Dieser will vor allem Rache für die Ermordung seiner Schwester Elia nehmen, der Ehefrau Prinz Rhaegar Targaryens, die am Ende von Roberts Rebellion während der Plünderung von Königsmund zusammen mit ihren Kindern von den Lannisters ermordet wurde. In den Flusslanden ist Arya Stark mit dem Bluthund in Richtung des Tals von Arryn unterwegs. Sie treffen auf Polliver, der ihren Freund Lommy getötet hatte.Es kommt zum Kampf und Arya tötet Polliver eigenhändig. An der Mauer gesteht Jon Schnee, dass er sich zum Schein den Wildlingen angeschlossen hatte und warnt die Befehlshaber, darunter Alliser Thorne, dass Mance Rayder mit einer großen Streitmacht auf die Mauer vorrückt. In Essos rückt Daenerys Targaryen auf Meereen vor, die letzte große Stadt der Sklavenbucht. Ihre Drachen werden immer schwieriger zu kontrollieren, während Daario Naharis versucht, Daenerys näher zu kommen.

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Fiyk75aanngpbxljwdejyhwtzdj 4x2 – Der Löwe und die Rose

Im Norden vertreibt sich Ramsay, unehelicher Sohn von Lord Roose Bolton, die Zeit mit makaberen Jagdspielen auf Menschen. Der psychisch gebrochene und physisch heruntergekommene Theon begleitet ihn ständig. Lord Bolton trifft bald darauf im Dreadfort ein, dem Stammsitz seines Hauses. Lord Bolton macht Ramsay Vorwürfe für Theons körperlichen Zustand, da er ihn als Faustpfand gegen Lord Balon Graufreud einsetzen wollte. Ramsay teilt Lord Bolton mit, dass Bran und Rickon Stark noch am Leben sind und solange dies der Fall sei, würde die Herrschaft der Boltons im Norden in Gefahr sein. Lord Bolton gibt Locke den Befehl, die Starkkinder zu jagen. Ramsay wiederum soll die Eisenmänner vom strategisch wichtigen Ort Moat Cailin vertreiben, da ansonsten das Heer der Boltons nicht in den Norden zurückkehren kann. Bran Stark ist währenddessen mit den Reeds im Land jenseits der Mauer unterwegs, wo er weitere Visionen hat und immer wieder seine Fähigkeit als „Warg“ nutzt. Auf Drachenstein wird Selyse Baratheon, Ehefrau von Stannis, immer fanatischer hinsichtlich ihres Glaubens an den roten Gott, während Stannis selbst sogar ein Menschenopfer durchführen lässt. In Königsmund ist Jaime verbittert, da er seine Schwerthand nicht mehr nutzen kann, doch Tyrion stellt ihm Bronn zur Verfügung, damit Jaime seine linke Hand trainieren kann. Tyrion macht sich Sorgen um Shaes Sicherheit und verstößt sie. Es kommt schließlich zur prunkvoll inszenierten Hochzeit zwischen Joffrey und Margaery. Der gesamte Hof ist versammelt, auch Mace Tyrell, Lord von Highgarden (in der deutschen Übersetzung „Rosengarten“), und Prinz Oberyn Martell, der seine Abneigung gegenüber den Lannisters kaum verhehlt, sind anwesend. Joffrey macht sich mit einem Schauspiel über Tyrion lustig, der daraufhin Joffrey verspottet. Dieser gerät in Rage und demütigt offen seinen Onkel, der nun als sein Mundschenk fungieren muss. Joffrey schneidet den Hochzeitskuchen an und isst davon. Kurz darauf bekommt er keine Luft mehr und stirbt unerwartet scheinbar an einer Vergiftung. Cersei macht den völlig überraschten Tyrion für den Tod ihres Sohnes verantwortlich und lässt ihn festnehmen

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Pgwgxediv1xyb5tcjcjm7emlwix 4x3 – Sprengerin der Ketten

In Königsmund wird Tyrion im Kerker inhaftiert, da man ihm unterstellt, Joffrey ermordet zu haben. Er wird im Kerker von seinem Knappen Podrick besucht. Dieser hatte sich geweigert, für eine Bestechung gegen Tyrion auszusagen. Tyrion erkennt jedoch, dass Podrick aufgrund seiner Loyalität nun selbst in Gefahr ist. Der Leichnam Joffreys wird in der Septe von Baelor[33] aufgebahrt. Tywin unterweist Tommen, Cerseis zweiten Sohn und zukünftigen König, darin, was einen guten und weisen König ausmache. Nicht Frömmigkeit oder Stärke allein seien entscheidend, sondern auf seine Ratgeber zu hören; Joffrey tat das nicht und war weder ein guter noch ein weiser König. Jaime und Cersei haben kurz darauf Sex in der Septe. Tywin sucht Prinz Oberyn auf und bietet ihm einem Platz im kleinen Rat sowie Rache an Ser Gregor Clegane an, der Oberyns Schwester und deren Kinder am Ende von Roberts Rebellion grausam ermordet hat. Als Gegenleistung soll Oberyn am Prozess gegen Tyrion als Richter teilnehmen, woraufhin Oberyn einwilligt. Sansa wird von Ser Dontos, der sie während der Hochzeitsfeier fortführte, zu einem Schiff gebracht. Dort empfängt sie Petyr Baelish, der Ser Dontos töten lässt und Sansa versichert, sie sei nun in Sicherheit. Auf Drachenstein erfährt Stannis Baratheon vom Tod Joffreys, doch ihm fehlen derzeit die Mittel, um dies auszunutzen. In den Flusslanden sind Sandor Clegane und Arya Stark weiterhin auf der Flucht, wobei Sandor einen Mann ausraubt, der ihnen kurzzeitig Zuflucht gewährt hatte. An der Mauer überfällt und tötet die Vorhut der Wildlinge (mit Ygritte, Tormund und einer Gruppe der kannibalistischen Thenns) mehrere Menschen. In der Schwarzen Festung erfahren die Männer der Nachtwache von der Ermordung Jeor Mormonts und der Meuterei bei Craster. Jon Schnee warnt noch einmal vor der drohenden Gefahr durch die Wildlinge, zumal Rayder wohl nun wisse, wie wenig Männer die Mauer verteidigen. In Essos hat Daenerys Targaryen mit ihrem Heer Meereen erreicht. Der Champion der Stadt verspottet Daenerys, wird jedoch rasch von Daario Naharis getötet. Daenerys hält eine Rede an die Bewohner der Stadt, vor allem an deren zahlreiche Sklaven. Sie sei nicht ihr Feind und sie werde alle Sklaven befreien.

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2h2dtla6u0imc3vsq5ylpaif9qz 4x4 – Eidwahrer

In Königsmund besucht Jaime seinen Bruder Tyrion im Kerker. Tyrion macht sich keine Illusionen über den Ausgang seines Prozess, doch er versichert Jaime, dass er Joffrey nicht getötet hat. Jaime glaubt ihm, doch Cersei ist fest von der Schuld Tyrions überzeugt. Jaime übergibt Brienne sein neues Schwert und gibt ihr den Auftrag, Sansa Stark zu finden und in Sicherheit zu bringen; Podrick soll Brienne dabei begleiten. Sansa ist währenddessen mit Petyr Baelish auf einem Schiff unterwegs. Baelish klärt sie darüber auf, dass er weitreichende Pläne verfolgt und auch eine Rolle bei der Ermordung Joffreys gespielt hat, da seine neuen Verbündeten dies gewünscht haben. Es wird enthüllt, dass Olenna Tyrell dies in die Wege geleitet hat, damit ihre Enkelin Margaery nicht einen Mann wie Joffrey heiraten musste. An der Mauer intrigieren Ser Thorne und Janos Slynt gemeinsam gegen Jon Schnee. Dieser entschließt sich dazu, die Meuterer bei Crasters Hof zur Strecke zu bringen. Ihn begleitet auch Locke, Gefolgsmann von Lord Bolton, der sich als neuer Rekrut ausgibt. Die Meuterer auf Crasters Hof plündern die Vorräte und vergewaltigen die Frauen dort. Als sie ein Baby aussetzen, das sie wie Craster den „weißen Wanderern“ opfern wollen, fallen ihnen Bran Stark, die Reeds und Hodor in die Hände. Der Anführer der Meuterer, der ehemalige Grenzer („Ranger“) Karl, bedroht sie und Bran offenbart ihm, dass er Brandon Stark ist. In Meereen dringen einige Unbefleckte durch die Kanalisation in die Stadt ein und übergeben den dortigen Sklaven Waffen. Die Sklaven der Stadt erheben sich gegen ihre Meister und begrüßen Daenerys Targaryen als ihre Befreierin. Daenerys ordnet die Hinrichtung von mehreren gefangenen Meistern an, da diese auf der Straße nach Meereen 163 Kinder gekreuzigt hatten. Im Land jenseits der Mauer hat ein „weißer Wanderer“ das Baby von Crasters Hof an einen unbekannten Ort gebracht, wo es zu einem der ihren „umgewandelt“ wird.

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Uy0neqbooqrk1qcvlpzrzmyp9pw 4x5 – Der Erste seines Namens

In Königsmund wird Tommen zum „König der Andalen und der Ersten Menschen“ gekrönt. Cersei führt ein Gespräch mit Margaery Tyrell und gesteht ihr, dass sie Joffrey als ihren Erstgeborenen zwar geliebt hat, aber auch wusste, was für ein schrecklicher Mensch er gewesen ist. In einem anderen Gespräch mit ihrem Vater Tywin erfährt Cersei, dass die Goldminen der Lannisters seit drei Jahren völlig erschöpft sind. Die Krone kann nur aufgrund von Krediten der „Eisernen Bank“ von Braavos die laufenden Kosten decken und die dadurch entstandenen Schulden sind enorm, weshalb das Bündnis der Lannisters mit den Tyrells von so großer Bedeutung ist. Brienne von Tarth und Podrick Payne sind auf der Suche nach Sansa Stark, während Arya Stark immer noch mit Sandor Clegane unterwegs ist. Sansa erreicht mit Petyr Baelish das Tal von Arryn. Auf Hohenehr wird sie von ihrer Tante Lysa begrüßt, doch ihre Identität soll verheimlicht werden. Es wird offenbart, dass Lysa aus Liebe zu Petyr und auf dessen Wunsch hin ihren Ehemann Jon Arryn vergiftet und den Mord in einem Brief an Catelyn Stark den Lannisters nur angehängt hat.[36] Damit ist Petyr Baelish für den vor Jahren in Gang gesetzten Konflikt der Häuser Stark und Lannister maßgeblich verantwortlich. Lysa heiratet Petyr und plant auch die Verheiratung von Sansa Stark mit ihrem Sohn Robin. Im Land jenseits der Mauer werden Bran Stark, die Reeds und Hodor weiterhin von den Meuterern auf Crasters Hof gefangengehalten. Jon Schnees Trupp überfällt die Meuterer, wobei Locke Bran als Brandon Stark erkennt und ihn heimlich fortschaffen will. Bran gelingt es jedoch, seine Fähigkeit zu nutzen, Besitz von Hodors Geist zu übernehmen und Locke zu töten. Bran, die Reeds und Hodor entfernen sich vom Hof, um den Wehrholzbaum aus Brans Visionen zu finden. Jon Schnee, der nichts davon mitbekommt, kämpft mit Karl, dem Anführer der Meuterer, den er schließlich tötet. In Essos erreicht Daenerys Targaryen die Nachricht von Joffreys Tod. Ser Barristan Selmy rät ihr dazu, mit ihren rund 10.000 Soldaten nach Königsmund aufzubrechen, da sie nun auch über Schiffe verfüge und die Lage günstig sei. Daenerys erfährt aber auch, dass in den Städten Astapor und Yunkai wieder Tyrannen herrschen. Sie entschließt sich dazu, zunächst in Meereen zu bleiben und zu herrschen.

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Vkt9b7hnyhwm91c7s53zpsawft3 4x6 – Die Gesetze von Göttern und Menschen

In Königsmund wird der königliche Rat von Varys darüber informiert, dass Daenerys Targaryen Meereen erobert hat und dort nun residiert. Tywin beauftragt Varys, sich um Daenerys zu kümmern. Der Prozess gegen Tyrion beginnt und ein Zeuge nach dem anderen belastet ihn hinsichtlich des Todes Joffreys. Jaime erkennt, dass der Prozess eine Farce ist und bietet Tywin einen Handel an: Er wird das Weiß der Königsgarde ablegen und (wie von seinem Vater gewünscht) das Erbe in Casterlystein antreten, wenn Tyrion geschont wird. Tywin geht darauf ein; er wird Tyrion nach dessen Verurteilung erlauben, der Nachtwache beizutreten. Anschließend wird jedoch Shae, Tyrions ehemalige Geliebte, als Zeugin aufgerufen. Sie sagt aus, dass Tyrion den Mord an Joffrey mit Sansa geplant hat. Tyrion ist vom Verrat Shaes tief getroffen. Wütend weist er die Anwesenden darauf hin, dass er es war, der ihr Leben bei der Schwarzwasser-Schlacht gerettet und Königsmund vor der Plünderung bewahrt hat. Dies bedauere er nun und bestehe auf seinem Recht eines Gottesurteils durch Kampf. Stannis Baratheon und Ser Davos sind währenddessen nach Braavos gereist und führen Verhandlungen mit der „Eisernen Bank“. Die Bankiers sind abweisend, da Stannis kaum noch über Macht verfügt und Tommen nun in Königsmund regiert, hinter dem Lord Tywin steht. Davos weist die Bankiers aber darauf hin, dass Lord Tywin alt sei und Tommen nur ein Kind; wenn Tywin sterbe, garantiere niemand mehr, dass die Bank das geliehene Geld zurückerhalte. Stannis hingegen stehe immer zu seinem Wort. Die Bankiers willigen schließlich ein. Im Norden unternimmt Asha Graufreud einen Befreiungsversuch für ihren Bruder Theon. Dieser ist jedoch von der vorherigen Folter völlig gebrochen und weigert sich, Asha zu begleiten; Ramsay Schnee hingegen ist zufrieden mit Theon und will ihn dafür benutzen, Moat Cailin zu erobern. In Meereen hält Daenerys Targaryen Hof. Hizdahr zo Loraq, einer der führenden Männer der Stadt, bittet um Erlaubnis, seinen Vater würdevoll zu bestatten, der zu den gekreuzigten Meistern der Stadt gehört. Daenerys muss erkennen, welche Konsequenzen sich aus ihren Handlungen ergeben und willigt ein.

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R7u0uelpydknnbzzafvvw1xjko5 4x7 – Die Spottdrossel

Der vermeintliche Königsmörder Tyrion Lannister hat in einer glühenden Rede ein Duell gefordert, dass über sein weiteres Schicksal entscheiden soll. Doch wen hat die Königinmutter Cersei als Gegner ausgesucht? Und wer wird für Tyrion kämpfen? Am Ende erfährt er Unterstützung durch einen unerwarteten Verbündeten. Jon Schnees Warnungen über die Verwundbarkeit des Eiswalls treffen derweil auf taube Ohren. Und Sansa Stark erfährt Petyr Baelish wahre Motive für ihre Rettung.

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B5tttcmjq7yzgkcczhb6ggjt03 4x8 – Der Berg und die Viper

Ganz Königsmund erwartet das Duell zwischen Oberyn Martell und dem furchterregenden Gregor Clegane alias „Der Berg“, das das Schicksal des vermeintlichen Königsmörders Tyrion Lannister entscheiden soll. Unterdessen muss sich auch Petyr Baelish alias „Kleinfinger“ für seine Taten verantworten, als er sich auf der Eyrie neben Sansa Stark Fragen zum Tod von Lysa Arryn stellen muss.

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90jil7o1zvmwnixuufdqnisgeq7 4x9 – Die Wächter auf der Mauer

Jon Schnee und die gesamte Nachtwache müssen mit der größten Bedrohung des Eiswalls fertig werden.

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Qi538fri8dtmmuv0ms1msrfgo48 4x10 – Die Kinder

Jon Schnee wagt sich allein und unbewaffnet ins Gebiet der Wildlinge, um mit deren Anführer Mance Rayder zu verhandeln. In Königsmund weigert sich Cersei, eine arrangierte Ehe mit Loras Tyrell einzugehen, während ihr Bruder Tyrion auf seine Hinrichtung wartet und noch ein letztes Mal die Nähe zu seiner Ex-Geliebten Shae sucht. Daenerys muss unterdessen erkennen, dass ihre Drachen immer schwerer zu kontrollieren sind.

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Inhalt

Die Sommer dauern mehrere Dekaden und die Winter können ein Leben lang anhalten in der fantastischen Welt der neuen herausragenden HBO-Serie basierend auf der erfolgreichen Fantasy-Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin. Vom ränkevollen Süden bis hin zu den wilden Ostländern, im eisigen Norden und an der uralten Mauer, die das Land von der Dunkelheit trennt, kämpfen die machtvollen Familien der sieben Königreiche verbissen um den Eisernen Thron. Es ist ein hintergründiges und betrügerisches Spiel um Einfluss und Ehre, Unterwerfung und Triumph. Im Game of Thrones, dem Spiel um den Thron, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Gewinn oder stirb.

Die KRITIK zur zweiten Staffel "Game of Thrones" gibt es HIER

Die KRITIK zur dritten Staffel "Game of Thrones" gibt es HIER

Die KRITIK zur vierten Staffel "Game of Thrones" gibt es HIER

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Kritik

Nachdem Peter Jackson der ganzen Welt bewies, dass J. R. R. Tolkiens Ring-Epos doch nicht so „unverfilmbar“ ist, bei der Oscarverleihung 2004 mit einem Clean-Sweap elf Oscars abräumte und sich mit so ziemlich jeder Sekunde seiner Trilogie einen ewigwährenden Platz im Herzen jedes Filmfans gesichert hatte, wurde das Kino um ein Genre reicher, das seit Jahren nicht mehr wegzudenken ist aus der Filmlandschaft. Peter Jackson machte mit „Der Herr der Ringe“ den Fantasy-Film salonfähig, der zuvor als das „Genre der Nerds und Geeks“ abgestempelt wurde oder nur als Zeichentrickfilm etwas hermachen konnte. Der Weg für viele kommende Fantasy-Filme wurde von Frodo, Aragorn, Gandalf und Co. geebnet. Einer dieser Profiteure des Erbes von Peter Jackson ist zweifelsohne die hochgelobte HBO-Hitserie „Game of Thrones“, die es ohne die „Der Herr der Ringe“-Trilogie in dieser Form nie gegeben hätte. Eins vorweg: Ich als der unbestreitbar größte „Game of Thrones“-Fan und -Suchti in ganz Westeros habe natürlich bisher alle Staffeln doppelt und dreifach gesehen, die mies gezeichneten Comics gelesen, besitze die hervorragenden Soundtracks vom deutschen Komponisten Ramin Djawadi auf meinem iPod (auch als CD) und bekomme allein schon beim Gedanken an das Intro eine Gänsehaut. Konsequent, wie ich bin, habe ich auch alle bisher erschienen sechstausendsiebenhundertvierundachzig Seiten (zehn Bücher) der Vorlage „Das Lied von Eis und Feuer“ in drei Monaten durchgenudelt und ließ während jedem Kapitel mein Hirn mit den Instrumenten des Mindfucks „Twist“ und „Cliffhanger“ durchkneten. DENNOCH werde ich, wie man es kaum von mir gewohnt ist, das Fanboy-Gesülze seien lassen und nur das loben, das auch gelobt gehört und nur leicht kritisierend anmerken, was eigentlich verrissen werden sollte :P Und jaaja, keine Spoiler -_- (die verlinkten Videos sind relativ spoilerfrei, dennoch gucken auf eigene Gefahr.) Obwohl der Vergleich zwischen der „HdR“-Trilogie und „Game of Thrones“ oberflächlich betrachtet naheliegt, könnten die beiden Formate unterschiedlicher nicht sein. Während Tolkien in „Der Herr der Ringe“ eine relativ einfache Geschichte um ein Abenteuer (das sich später zu viel Größerem entwickelt) erzählt, gibt es in „Game of Thrones“ eigentlich nur ein wichtiges Thema: Macht. Es geht um Menschen, die Macht besitzen und diese zu halten versuchen und um Menschen, die Macht erlangen möchten. Dass es dabei unzählige Arten der Macht gibt, wissen die Showrunner und Drehbuchautoren David Benioff und D. B. Weiss eindrucksvoll darzustellen. Während viele Charaktere sich mit der offensichtlichsten Form von Macht, der Gewalt, ihre Kontrolle verschaffen, sind es die subtileren Arten, die die eigentliche Spannung erzeugen. Als bestes Beispiel sei hier Tyrion Lannister genannt (hervorragend: Peter Dinklage). Als kleinwüchsiger Mann, hat er es in der feudalen Gesellschaft alles andere als leicht. Vom gemeinen Volk wird er als „Strafe“ der Götter für die Sünden des Vaters betrachtet. Der Weg zur Macht durch die Tür der Gewalt ist für ihn so gut wie unpassierbar, so hat er sich seine eigene Waffe kreiert. Der Verstand (und die gewitzte Zunge) ist Tyrions stärkste Waffe und Verteidigung ("My brother has his sword and I have my mind. And a mind needs books like a sword needs a whetstone."). Sein Humor und seine Wortwahl haben ihn schon aus der gefährlichsten Situation gerettet, in der ein Schwert nutzlos gewesen wäre. Andererseits stößt er bei debilen, dummen oder humorlosen Charakteren (z.B. der Zellenwächter „Mord“) auf taube Ohren. Als letzter Ausweg bleibt ihm aber letztendlich immer sein Gold. Er ist schließlich ein Lannister. Frauen gelten gemeinhin als schwach und gebrechlich, doch sind es oftmals die starken Frauenfiguren, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Allen voran Cersei Lannister (Lena Headey) und später auch Melisandre (Carice Van Houten), aber auch Catelyn (Michelle Fairley) und augenscheinlich Daenerys Targaryen (Emilia Clarke). Ihre stärkste Waffe ist dabei nie das Schwert (außer im Falle Brienne), sondern immer der Verstand oder auch Sex. Und so zieht sich ein Netz aus Intrigen, Lügen, Korruption und Machenschaften durch die Politik in Westeros. „When you play the Game of Thrones, you win or you die. There is no middle ground.“ Die Welt, in der „Game of Thrones“ angesiedelt ist, ist stark vom europäischen Mittelalter inspiriert. Schwerter, Schilde, Pferde, Burgen, Ritter. Zumindest Westeros, der große Kontinent auf der westlichen Seite der Erdkugel (?), die als Hauptschauplatz der Handlung fungiert. Der östliche (und viel größere) Kontinent im Osten Essos ist geprägt von unterschiedlicheren Einflüssen. Während die sogenannten „Free Cities“ (unabhängige Stadtstaaten) an der Westküste Essos' noch am ehesten mit Westeros in Verbindung stehen, sind es die Länder, Völker und Orte weiter im Osten, die ein wenig mehr ins Fantastische abdriften, dabei aber stets „real“ bleiben. Ein weiterer großer Unterschied zu „Der Herr der Ringe“ ist das „Maß“ an Fantasy in der Serie. Während Gandalf, Sauron, Saruman und Elrond mit Magie und Zauberei nicht gerade sparsam umgehen, bildet die Magie in „Game of Thrones“ ein wahres Mysterium. Sie ist definitiv existent, wie die roten Priester, die in den Flammen die Zukunft deuten können, die Drachen und die White Walkers beweisen, so richtig Glauben schenkt der Magie jedoch keiner mehr („Maybe magic was once a mighty force on the world … but not anymore. The dragons are gone, the giants are dead and the children of the forest forgotten.“). Letztendlich ist „Game of Thrones“ mehr ein Drama, als eine Fantasy-Serie. Denn obwohl Fantasy auftaucht (wenn auch nur ganz dezent am Rande) und Westeros im Grunde fiktiv ist, ist sie doch von ungeheurem Realismus geprägt. Die Figuren kämpfen mit realen Problemen, sie handeln rational und glaubwürdig (zumindest ihrem Charakter entsprechend). Selbst die Drachen und die Jahreszeiten (ein Winter und ein Sommer können Jahre andauern) sind zwar genau wie die Geographie fiktiver Natur, doch im Konzept des „Game of Thrones“-Kosmos sind sie schlüssig und glaubhaft integriert, weswegen man ihnen ihre „Echtheit“ auch sofort abnimmt (siehe u.a. „Mass Effect“). Drachen sind eben riesige Echsen und der Winter dauert eben ein Jahrzehnt. Deal with it.

„I am the sword in the darkness. I am the watcher on the walls. I am the shield that guards the realms of men.“ - Schwur der Nachtwache

Die Vergangenheit (hauptsächlich die „Age of Heroes“), die tausende von Jahren zurückliegt, bildet den Angelpunkt der Fantasy in „Game of Thrones“. Da alles, was man über diese Zeit weiß, nur Legenden und Sagen sind, macht das aus der Fantasy ein so großes und extrem spannendes Mysterium. Auch die White Walker (quasi die große Gefahr) entstammen jener Zeit, ebenso wie der riesige Eiswall (800 Fuß hoch, 300 Meilen lang, erbaut vor 8000 Jahren), der nach dem ersten Auftauchen der White Walker errichtet wurde. Die Nachtwache, eine Bruderschaft, die die Mauer bemannt, einst respektiert (und als „Schutzschild der Reiche der Menschen“ verehrt), ist mit dem Ausbleiben der White Walker geschrumpft. Nur die wenigsten glauben, die Nachtwache hätte noch einen Nutzen und dass die White Walker aus den Legenden, einfach nicht mehr sind als Legenden („I dont believe that giants and ghouls and white walkers are lurking beyond the wall.“) All diese Punkte (und noch etwa siebzehn Dutzend weitere) machen die Welt von „Game of Thrones“ so facettenreich, was „Game of Thrones“ natürlich seiner Vorlage „Das Lied von Eis und Feuer“ zu verdanken hat. Doch lauert bereits die Gefahr, die vom Original ausgeht. Dass die Drehbuchautoren Weiss und Benioff dem Charakter-, Ereignis- und Detailreichtum in den kommenden Staffeln nicht mehr Herr werden können, ist gar nicht so abwägig. Dieses Problem wurde bisher äußerst clever umschifft, wobei weniger bedeutende Figuren oder ganze Handlungsstränge gestrichen wurden. Und trotz dieser notwendigen Kürzungen hat „Game of Thrones“ immer noch den augenscheinlich größten Cast aller Fernseh-Serien (laut HBO ganze 54 wiederkehrende Charaktere, mit noch weit mehr „Eintagsfliegen“ und Statisten). Und in den kommenden Staffeln wird der Haufen der Figuren nicht kleiner. Wie sich das in Zukunft entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Ich vermute, Benioff und Weiss werden zu drastischen Kürzungen gezwungen sein, da so viele Charaktere letztendlich mit 10 Folgen pro Staffel nicht zu präsentieren sind, sofern sie dieses Konzept beizubehalten gedenken. Bisher hat das jedoch sehr gut funktioniert. Viele Namen der Nebenfiguren bleiben dem Zuschauer und Nicht-Kenner der Vorlage nicht im Gedächtnis und das muss es auch nicht (selbst in den Büchern verliert man die Übersicht) . Einerseits verdankt man die Abspeicherung der Figuren im Publikums-Hirn den markanten und hervorstechenden Gesichtern der Charaktere (von denen der Großteil EXAKT so aussieht, wie man sie sich beim Lesen vorgestellt hat), dem fantastischen Kostüm-Design und nicht zuletzt den Schauspielern, die ihren Rollen ihre vorlagengetreue Persönlichkeit exzellent zu verleihen wissen. Dass man sich in der Welt von „Game of Thrones“ leicht verirren und den Faden verlieren kann, liegt aufgrund der vielen Handlungsorte auf der Hand. Aber auch dieses Problem wissen die Showrunner mit den richtigen Werkzeugen anzugehen. Einerseits besticht jede einzelne Location mit ihrer eigenen, charakteristischen Kulisse. Sei es die graue, kalte Burg von Winterfell mit seiner irisch-anmutenden Umgebung, das braune, stinkende und heiße King's Landing, das aus Sandstein hätte bestehen können oder die weiße Mauer, die einem, dank des vorbildlichen Einsatzes von CGI, die Kinnlade auf den Boden krachen lässt. Andererseits ist es das Intro: Gerne werden die Eröffnungssequenzen übersprungen, doch gerade bei „Game of Thrones“ lohnt es sich, dranzubleiben. Denn um dem Zuschauer die Übersicht zu erleichtern, läuft man während dem Intro die Weltkarte ab. Die Orte, in denen die jeweiligen Folgen stattfinden, werden aufwändig-animierend aufgebaut. Gemeinsam mit dem magischen Titel-Theme entwickelt das Intro nicht nur eine Sog-Wirkung, sondern verhilft dem Zuschauer auch den Überblick über die Geschehnisse in Westeros zu behalten. Da die Handlungsorte natürlich nicht immer die selben sind, ändert sich auch das Intro einige Male. Aufpassen! (Vergleichs-Beispiel: Intro aus Staffel 1 und aus Staffel 2) Apropos CGI: Der Einsatz dieser Computer-Wunderwaffe ist beispielhaft. Anstatt alles „undarstellbare“ einfach mit CGI nachzubauen, dienen die Animationen meist nur als Hilfestellung. Hier wird aus einem kleinen echten Zeltlager eine Zelt-Armee, an anderer Stelle aus etwa zwanzig Statisten, die Verwundete darstellen, mehrere Tausend. Für die Animationen war und ist das Stuttgarter Studio Pixomondo verantwortlich (u.a. auch für „Hugo Cabret“ und „The Amazing Spider-Man“), die in einem eigenen Trailer (ACHTUNG! Dicke Spoiler) für „Game of Thrones“ eindrucksvoll darstellen, wie alles animiert wurde. Ein weiterer Kompromiss den die Macher eingehen mussten, ist die möglichst sparsame Inszenierung von großen Schlachten aus „Das Lied von Eis und Feuer“, die zwar nicht häufig auftreten, aber wenn, dann in großem Maße. Die Schlachten werden selten oder gar nicht gezeigt (die einzige Schlacht, die es bisher zu sehen gab, war in Episode 9 „Blackwater“; Staffel 2). Meist entgeht man solch einem Budget-Schlucker, indem man die unmittelbaren Folgen sieht und die in folgenden Dialogen kurz, knapp und kompakt erläutert wird. Einem Unwissenden wird die Kürzung der Schlacht wahrscheinlich nicht einmal auffallen, aber selbst den gestandenen Kennern der Vorlage, bleibt ein bitterer Nachgeschmack, etwas verpasst zu haben, erspart. Leider muss man eingestehen, so sehr sich die Drehbuchautoren auch bemühen, so viel wie möglich von der Vorlage auf die Bildschirme zu bringen, der Tiefe und dem Detailreichtum des Originals nicht das Wasser reichen kann. Aber ebenso muss ich zugeben, dass sie es geschafft haben, viel mehr Facetten zu behandeln, als ich je zu hoffen gewagt hätte. Dennoch kommen die meisten Charaktere (und auch Handlungen) in einigen Folgen zu kurz, sodass sie in der Informationsflut einfach untergehen. Das Gefühl der Eile und der Hast kommt auf, als ob man versucht hätte, die eine oder andere Szene noch in diese Folge zu quetschen, sodass es oftmals unsauber wirkt.

Fazit

Man kann lange Buchreihen auf zwei Arten verfilmen. Als TV-Serie oder als Kinofilm-Serie, wie z.B. Harry Potter. Wäre man mit „Das Lied von Eis und Feuer“ den letzteren Weg gegangen, stünden wahrscheinlich noch 38 weitere Filme auf dem Plan. Hier brilliert das Serien-Format mit seinen Vorteilen. Mit einem viel geringeren Budget einen (zusammengerechnet) zehn Stunden langen Spielfilm zu drehen. Und das funktioniert bisher exzellent. Fast alle Facetten der Vorlage konnten detailgetreu adaptiert werden, das Casting der Schauspieler hätte besser nicht sein können, von denen die meisten tatsächlich so aussehen, wie man sie sich beim Lesen vorgestellt hat. Die Kulissen und das CGI gehen Hand in Hand und lassen Westeros in seinem ganzen Glanz und Dreck auferstehen. Zwar kommen durch die enorme Charakter- und Handlungsvielfalt einige Figuren zu kurz, doch das ist verschmerzbar. Wenn einem nach jeder Folge das Herz bis zum Aussetzen durch die monströse Spannung angetrieben wird, nur um sie am Ende der Staffel herauszureißen, fesselt das den Zuschauer umso mehr an den Bildschirm, wie es bei mir bisher nur „Breaking Bad“ geschafft hat. Niemand ist sicher in Westeros, wie die Neulinge unter euch schnell feststellen werden. Und immer dran denken: „Winter is coming.“

Autor: Kadir Güngör

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