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Unter Führung von Captain Steve Rogers ist das neue Team der Avengers weiterhin für den Erhalt des Friedens im Einsatz, als sie in einen internationalen Vorfall verwickelt werden, der erhebliche Kollateralschäden verursacht. Daraufhin werden Forderungen nach einem neuen Führungsgremium lauter, das bestimmt, wann die Dienste der Avengers wirklich angefordert werden. Das aus dem politischen Druck entstehende Kräfteringen treibt das Team langsam auseinander - gerade als ein neuer, ruchloser Feind sich erhebt.

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Kritik

Innerhalb der ersten Phase des Marvel Cinematic Universe (MCU) galt „Captain America - The First Avenger“ als Art schwarzes Schaf. Bereits vor seiner Veröffentlichung gab es äußerst laute Stimmen, die der Meinung waren, dass der Captain alias Stevn Rogers (der immer besser werdende Chris Evans) zu antiquiert sei, um unterhaltungstechnisch gegen den Bonvivant Tony Stark (stagniert mittlerweile in der Rolle: Robert Downey Jr.) aka Iron Man bestehen zu können. So wahr diese Stimmen auch ausfielen, so schnell und abrupt verstummten sie wiederrum. Denn als mit „Captain America: The Winter Soldier“, oder wie er in Deutschland heißt: „The Return of the First Avenger“, die Fortsetzung in die Kinos kam, war es plötzlich der Mann mit dem Schild, dem es gelang der narrativen Systematik der Marvel Studios frischen Aufwind zu verleihen.

Mit einer Symbiose aus leicht augenzwinkerndem Comic und ernsten, ja sogar politischen Untertönen, eroberte „The Winter Soldier“ eine Menge (Fan-)Herzen und galt wohl bei ebenso vielen als der neue Primus der Marvel Studios, an dem sich andere Werke messen lassen müssen – ob sie wollten oder nicht. Wohl gemerkt sollte man nicht vergessen, dass die Aktualitätsnote des Films mehr Glück als alles andere war. Nicht nur wir schulden Edward Snowden viel, auch die Macher des zweiten Captain-Films sollen Danke sagen.

Natürlich befindet sich auch „The First Avenger: Civil War“ mit „The Winter Soldier“ in einem Vergleichskampf. Kann der dritte Teil, der auch die dritte Phase des MCU einläutet, dem Klassenbesten das Wasser reichen? Immerhin inszenieren wieder die Brüder Joe und Anthony Russo („Safecrackers – Diebe haben’s schwer“) das Spektakel und am Drehbuch kam es erneut zu einer Kooperation von Christopher Markus („Pain & Gain“) und Stephen McFeely („You kill me“). Hat Marvel damit wiederholt aufs richtige Pferd gesetzt? Kurz und sachlich: Ja, „Civil War“ kann mit dem zweiten Teil gleichziehen, ihn aber nicht übertrumpfen. Das muss er aber gar nicht, hat er doch eine andere Gewichtung.

Die Formen eines klassischen Paranoia-Thrillers besitzt „Civil War“ zwar immer noch, sie sind sogar noch etwas ausgeprägter als beim Vorgänger, allerdings wurde die politische Ebenen durchaus etwas minimiert – es gab eben keinen neuen, zum Geschehen passenden NSA-Skandal. Dafür geben sich, fast wie bei den Avengers-Filmen, diverse Marvelhelden die Klinke in die Hand. Bei so einer Vielzahl von Figuren ist es nur natürlich, dass einige erzählerisch wie inhaltlich auf der Strecke bleiben. Dazu gehören etwa Vision (Paul Bettany, "A Beautiful Mind -Genie und Wahnsinn")  und Scarlett Witch (Elizabeth Olsen, "Kill Your Darlings - Junge Wilde"), die zwar durchaus mehr Profil erhalten als noch beim doch recht seelenlosen „Age of Ultron“, bei „Civil War“ jedoch spätestens nach der Hälfte nur noch nützlich sind, um Action zu erzeugen. Eine vertane Chance, aber eine die nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Denn anderenorts hat „The First Avenger: Civil War“ dafür mehr und besseres zu bieten. Die Chemie zwischen Steve Rogers und Tony Stark sprießt etwa in neue Höhen. Diese beiden Figuren ergänzen sich durch ihr, mittlerweile ja mehr als einmal vorgetragenes, Charaktermodell wirklich großartig, selbst dann wenn sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen, als gegenseitig aufeinander einzuschlagen. Bis es soweit ist dauert es allerdings. Aber selbst wenn man nicht in den unzählige Teasern und Trailern bereits Notiz davon genommen hat, dass es zum großen Kampf Rogers gegen Stark kommt, ist das Gefühle, dass diese beiden Ikonen in einem Kraftakt aufeinander treffen immer spürbar. „Civil War“ folgt einer klaren Spur, an deren Ende die Eskalation steht.

Bemerkenswert: Zumindest bis zum letzten Drittel gelingt es den Russo Brüdern beide Parteien auf einer argumentativen Ebenen gleichwertig erscheinen zu lassen. Die Absicht von Iron Man ist genauso nachvollziehbar wie die des Captains und sie beide kristallisieren sich aus dem großen Showdown-Spektakel von „Age of Ultron“, in dem eine ganze Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurde. Deswegen lässt sich „Civil War“ zu einem bestimmten Maße auch mit „Batman v Superman: Dawn of Justice“ vergleichen. Während Warners DC-Legenden ein engstirniges, düster dreinblickendes Gepose veranstalten (was dennoch zweifellos auch seine Stärken hat), wirkt der dritte Captain America wesentlich leichtfüßiger. „Dawn of Justice“ ist der alte George Foreman, „CivilWar“ der junge Muhammed Ali.

Aber es sollte nicht versteift versucht werden, die beiden Blockbuster auf Daredevil komm raus miteinander zu vergleichen. Deswegen lieber schnell zum nächsten Punkt und der ist auch durchaus wichtig: Die Action.

Bereits „The First Avenger: The Winter Soldier“ glänzte mit einem überaus geerdeten und dennoch spektakulären Verständnis für Krawall und Wow-Momente. Es waren dabei vor allem die kleineren Szenen, die im Gedächtnis blieben. Während das Ende von „The Winter Soldier“ leider nur wieder einstürzende Bauten präsentierte, waren es vor allem die Scharmützel Mann gegen Mann, bzw. Captain gegen Handlanger (Stichwort Aufzug), die den Film positiv in den Erinnerungen verankerten. Bei „Civil War“, so viel darf verraten werden, gibt es zwar wieder Schäden an hohen Gebäuden, es verkommt aber niemals zu einem Schaulaufen, bzw. Wettkampf größenwahnsinniger Destruktion. Die Russos finden wirklich eine hervorragende Balance aus kinetischen Duellen und gewitzt-übertriebenem Comic-Radau. Als Second-Unit-Regisseure waren übrigens die „John Wick“-Regisseur und am Projekt involviert, was man durchaus bemerkt – man sollte allerdings die Kopfschüsse aus „John Wick“ subtrahieren.

„Civil War“ erlaubt sich am Ende sogar den Luxus das vielleicht intimste Finale der bisherigen MCU-Filme aufzufahren. Aber keine Sorge, liebe Fans von Gigantismus, auch ihr werdet bedient. Der Schlagabtausch am Leipziger Flughafen ist nämlich ohne Zweifel einer der besten Action-Setpieces, die es lange in einem Film dieser Budget-Größenordnung zu sehen gab: Unglaublich dynamisch, temporeich aber nie zu hektisch inszeniert und vor allem mit einem phantasievollen Ideenreichtum gesegnet. Das liegt vor allem am Mut der Macher die eher realitätsnahe (verglichen mit anderen MCU-Werken) Fokussierung des Films, immer mal wieder aufzubrechen. Es soll natürlich nicht zu viel verraten werden, deswegen dazu nur eine Anmerkung: Paul Rudd („Anchorman - Die Legende kehrt zurück“) hat als Ant-Man einen wirklich großen Auftritt.

Aber er ist nicht der Einzige: Zugegeben, Ant-Man macht als Gesamtpaket nur einen Schnupperbesuch, doch es gelingt ihm mit Leichtigkeit einen bleibenden Impression zu hinterlassen. Das Gleiche gilt übrigens auch für den neuen Spider-Man. Tom Holland („Im Herzen der See“), frische 19 Jahre alt, legt ein famoses Debüt hin. Ein Debüt was die Unsinnigkeit eines zweiten Spidey-Reboots fast vergessen lässt. Sein Spider-Man wirkt erfrischend klassisch und sorgt ebenfalls dafür, dass der große Kampf am Flughafen Fans von kecker Action fesselt. Nach „Civil War“ sollte sich die Vorfreude auf „Spider-Man: Homecoming“ jedenfalls deutlich steigern.

Wesentlich mehr zu tun als die beiden Insektenhelden hat übrigens Black Panther. Chadwick Boseman („Get on Up - Die James Brown Story“) verkörpert den afrikanischen Rächer und besteht seine MCU-Taufe reibungslos. Anders als die Spinne und die Ameise hat der Panther aber durchaus etwas in „Civil War“ zu tun. Er ist nicht bloß ein kleines Geschenk für die Fans, bzw. ein Teaser auf zwei Beinen für seinen großen Solofilm, sondern sorgt mit dafür, dass die Geschichte einen sehr simplen aber durchaus funktionellen Racheplot erhält. Sowieso erweist sich der dritte Captain-Film als recht Rache-affines Werk. Aber Rache ist ja eh ein sehr universelles Thema.

Nicht universell, aber weitestgehend an der Tagesordnung der MCU-Filme sind austauschbare Schurken. Selbst Tom Hiddleston als Gott Loki wirkt nach dreimaliger Präsenz irgendwie ziemlich redundant und gefällig. Umso schöner ist es da, dass „The First Avenger: Civil War“ mit Daniel Brühl ("Rush - Alles für den Sieg") als Baron Zemo einen Widersacher hervorbringt, dessen Ziele sowie Motive (sehr) lange unklar bleiben und der sich aus der Action komplett raushält. Ja, am Ende wirkt die Auflösung arg konstruiert, sie bringt aber überaus frische Ansätze ins MCU und Brühl spielt Zemo außerdem zu gleichen Teilen verletzlich wie auch kalt kalkulierend. Selbst wenn sein Masterplan gewiss der Logiküberprüfung nicht wirklich standhalten wird, so macht sein Charakter doch deutlich, dass es mittlerweile die (heldenhaften) Taten von Captain America und Konsorten sind, die neue Gegner erschaffen. Sie erheben sich ohne große Fähigkeiten, dafür mit einem Schmerz im Inneren. Keine Sorge, auf der Leinwand wirkt es nicht so pathetisch wie hier beschrieben.

Was diesem Konzept leider etwas fehlt, ist die Entschlossenheit auch unliebsame Konsequenzen zuzulassen. Am Ende von „The First Avenger: Civil War“ will sich nicht so sehr das Gefühl einstellen, dass wirklich eine neue Zeit, bzw. Phase angebrochen ist, auch wenn viele Fragen offen sind und noch mehr Avengers sich mit einer neuen Situationen auseinandersetzen müssen. Das ist letztlich auch das größte Problem von „Civil War“: Auch dieser Beitrag des MCU fühlt sich nicht wirklich komplett an. Auch er ist am Ende des Tages nur wieder einer von vielen Ziegelsteinen für den nächsten Avengers-Ensemble-Film. Allerdings, wenn die weiteren Beiträge der dritten Phase ähnlich gut sind wie der dritte „The First Avenger“, dann hat „Avengers: Infinity Wars“ wahrlich eine verdammt gute Basis.

Fazit

"The Winter Soldier" war ambitionierter, dafür nutzt "Civil War" seine Chance und merzt die Schwächen des Vorgängers weitestgehend aus. Das Ergebnis ist fast wie ein Experiment: Der Versuch etwas mehr Ernsthaftigkeit ins Marvel Cinematic Universe zu integrieren und gleichzeitig nicht die Freude an phantastischen Superheldengeschichten zu verlieren. Herzlichen Glückwunsch: Es hat funktioniert und weist den Marvel Studios hoffentlich den Weg in eine abwechslungsreiche Zukunft.

Autor: Sebastian Groß

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