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Zwei Leben auf der Überholspur, zwei Männer auf der Suche nach dem ultimativen Rausch in einer der gefährlichsten Sportarten der Welt. Anfang der 70er Jahre kämpfen die höchst unterschiedlichen Rivalen Niki Lauda und James Hunt um den Aufstieg in den Rennfahrer-Olymp. Während der disziplinierte Lauda ehrgeizig an seiner Karriere feilt, stürzt sich Naturtalent Hunt ins Jetset-Leben. Dabei haben beide nur ein Ziel: den ersten Tabellenplatz der Formel 1. Ihre Rivalitäten tragen sie nicht nur in spektakulären Rennen aus, sondern auch in heftigen Wortgefechten jenseits der Rennbahn. Immer wieder heißt es: Hunt gegen Lauda - der Rockstar der Formel 1, verheiratet mit dem erfolgreichsten Model seiner Generation, Suzy Miller, gegen den messerscharfen Strategen. In der entscheidenden Saison 1975/76 steht Lauda auf dem ersten Tabellenplatz. Bis zum legendären Rennen am Nürburgring, der gefährlichsten aller Rennstrecken: Auf regennasser Fahrbahn baut Lauda einen dramatischen Crash, seine Frau Marlene bangt um sein Leben. Doch mit schier übermenschlichem Willen kämpft er sich zurück und tritt nur wenige Wochen später zu einem erneuten Showdown mit Hunt in Japan an. Wieder regnet es stark, das Rennen soll abgebrochen werden, doch beide Rivalen liefern sich ein atemberaubendes Duell...
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Kritik

Seit dem Jahre 2001 hat der Begriff Formel 1 im Kino einen unfreiwillig bitteren Nachgeschmack: Denn immerhin lieferten uns Regisseur Renny Harlin ("Stirb Langsam 2") sowie Sylvester Stallone trotz eifriger Recherche und der Leidenschaft der Motorsport-Vernarrtheit ein unglaublich kitaschiges, trashiges wie langweiliges Boliden-Abenteuer ab, welches bis heute Gähn-Anfalle verursacht. Nachdem schließlich Regisseur Ron Howard ("Apollo 13", "A Beautiful Mind") sein Projekt über die Renngrößen Niki Lauda und James Hunt ankündigte, war so die Skepsis natürlich groß. Doch was der Oscar-Prämierte Regisseur nun auf die Leinwand gebracht hat, wird bereits in den ersten Minuten jeden Zweifel mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in alle Richtungen zerstreuen. Denn das auf wahren Begebenheiten beruhenden Formel-1-Drama "Rush - Alles für den Sieg" bietet ein grandioses, akribisch erzähltes, handwerklich perfektes wie unbeschreiblich rasantes wie tiefes Charakterdrama, das ein Duell der Giganten präsentiert, welches mehr als nur einmal wahre Gänsehaut verursacht. Der Kampf zwischen Niki Lauda und James Hunt bietet so fantastische Unterhaltung und einen wahren Rennsport-Krimi der besonderen Art.

Die romantische wie berühmte Formel 1 (quasi die Königin des Rennsportes), war in den 60er wie 70er Jahren ein kleiner Ritt mit dem Tod. Die Wahrscheinlichkeit ein Rennen als Fahrer nicht zu überleben lag bei knapp 20 Prozent. Eine Herausforderung, oder auch eine Gefahr, welche ganz besondere Persönlichkeiten anzog. Zwei davon waren Niki Lauda und James Hunt. Und das sich Regisseur Ron Howard zusammen mit Drehbuchautor Peter Morgan ("Der letzte König von Schottland") gerade auf diese beiden Figuren des Rennsportes konzentriert, liegt auf der Hand: Beide waren erbitterte Rivalen, die gerade durch das damalige Medien-Echo förmlich zu Göttern hochsterilisiert worden sind. Doch sie waren auch zwei unglaublich verschiedene Personen, die gerade auch aus dem Grund heraus eine Menge Faszination bieten. Während Niki Lauda sich in die Formel 1 einkaufte (ohne nennenswerte Erfahrungen) und vor allem durch seinen Scharfsinn, seine Disziplin sowie seinen Eifer bestach, war James Hunt der Rockstart der Renn-Szene. Stets mit einem Sinn für das schöne (seien es Frauen oder Alkohol), dem Hang zum Frohsein sowie der Gabe, jeden Tag so zu nehmen wie er kommt, war er der Sunnboy der Szene. Doch eines hat beide stark miteinander verbunden: Den unbändigen Zwang den anderen zu übertrumpfen und die Weltmeisterschaft 1976 für sich zu entscheiden. Was folgte war ein schon damaliger Renn-Krimi, der mit einem schweren Unfall, vielen Überraschungen sowie einem regenreichen Tag in Japan endete.

Nun bedarf es natürlich nicht nur einer gelungenen Ausgangslage für einen Film, sondern auch einem handwerklichen Geschick, um die Geschichte dem Zuschauer so nah und spürbar wie möglich zu machen. Regisseur Ron Howard beweist dabei nach kleineren Qualitäten Flops ("Dickste Freunde", "Illuminati"), das er nichts von seinem Gespür und seinem Können verlernt hat. Im Gegenteil, denn Howard gelingt es perfekt die historischen Fakten zu nutzen, um einen grandiosen Spannungsbogen aufzubauen, der zusammen mit der rasanten Erzählgeschwindigkeit (die teilweise auf Bilder, schnelle Abfolgen von Ereignissen oder kurze prägnanten Dialoge setzt) ein wahnsinnig scharfsinniges Charakterdrama offenbart. Somit besticht "Rush - Alles für den Sieg" auf der einen Seite mit einem minimalistischen Erzählstil, auf der anderen Seite mit einer optischen Wucht, die zusammen perfektes Kino bieten. Das der Fokus zu Beginn klar auf den beiden Figuren liegt, erweist sich hierbei als gekonnte Erzählkunst, die so eine Rennsaison 1976 zeigt, die vor Intensität kaum noch auszuhalten ist. Natürlich bleiben kleinere Längen nicht aus und auch der eine oder andere Nicht-Rennsport-Fan wird die zu vielen technischen (und wahnsinnig authentischen) Details als ermüdend betrachten, doch als schnelles, emotionales, actionreiches Gesamtpaket, funktioniert der Film in jeglicher Hinsicht.

Zu verdanken ist dies auch der technischen Sorgfalt, die Regisseur Ron Howard bei seinem 38 Millionen teuren Film an den Tag legt. Die vielen CGI Szenen sind kaum spürbar und fügen sich grandios in die mehr als gelungene 70er-Jahre-Szenerie ein, die außer der schlechten Frisur von Darsteller Chris Hemsworth niemals überzogen wird. Dies zusammen mit der Arbeit von Kameramann Anthony Dod Mantle ("Slumdog Millionär", "Dredd"), der sein Können vor allem bei den Rennen präsentieren kann, ergibt ein packendes visuelles Kunststück. Der angenehm treibende Sountrack und die vielen unauffällig platzierten technischen Spielereien runden das Bild schließlich angenehm ab. Doch das Highlight in "Rush" sind ganz klar die beiden Kontrahenten selbst. Denn gerade das Schauspiel von Daniel Brühl als auch Chris "Thor" Hemsworth treiben die eigentliche Geschichte des Filmes voran. Besonders der Deutsch-Spanier Daniel Brühl, der gekonnt den unverwechselbare Dialekt des Österreichers auf die Leinwand überträgt, kann hier zeigen, wie viel in ihm steckt. Seine Darbietung des eigenbrötlerischen Perfektionisten ist förmlich atemberaubend, was ihm gerade international viele Lorbeeren einbringen wird. Als Gegenpol fungiert hierbei schließlich Chris Hemsworth, der den passenden Lebemann und Sunnyboy mimt, der eher auf Spaß setzt als auf Eifer. Beide zusammen ergeben dann ein Duo voller Widerspenstigkeiten, teilweise Abscheu und Hass, doch auch Respekt, sodass Niki Lauda selbst (der als Berater für den Film fungierte), schließlich seine besondere Beziehung zum Engländer am Ende darlegen kann.

Fazit

Noch niemals war die Formel 1 (trotz grandioser Dokumentationen wie "Senna") so spürbar und treibend wie in Ron Howards "Rush". Der Film bietet somit ein actionreiches, höchst spannendes wie äußerst sensibles Renn-Drama, welches selbst Rennsport-Muffel begeistern wird.

Autor: Thomas Repenning

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