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It feels good to be bad... Man stellt ein Team aus den gefährlichsten derzeit einsitzenden Superschurken zusammen, rüstet sie mit dem schlagkräftigsten staatlich geprüften Waffenarsenal aus und schickt sie auf ein Himmelfahrtskommando, um einem rätselhaften, unüberwindlichen Wesen den Garaus zu machen: Die amerikanische Geheimagentin Amanda Waller ist überzeugt, dass nur eine heimlich instruierte Gruppe aus bunt zusammengewürfelten, zwielichtigen Gestalten vom Bodensatz der Gesellschaft diese Mission meistern kann - weil sie nichts zu verlieren hat. Doch schon bald merken die Mitglieder der Suicide Squad, dass sie nicht rekrutiert worden sind, weil sie eine Chance auf Erfolg haben - vielmehr sollen sie praktische Sündenböcke abgeben, wenn das Unternehmen unweigerlich scheitert. Wie aber reagieren sie auf diese Erkenntnis? Stellen sie sich der Aufgabe, um beim Versuch draufzugehen? Oder beschließen sie, dass jeder seine eigene Haut retten muss?

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Kritik

Suicide Suad hat neben, bzw. nach Guardians of the Galaxy, den wohl besten Soundtrack eines Comic-Blockbusters. Aber wieso ausgerechnet die Kritik zum zweiten großen DC-Kinovehikel 2016 mit solch einem Punkt beginnen? Nun, weil es bedauerlicherweise mehr Misslungenes in dem heiß erwarteten Actionfilm gibt, als zu erwarten war. Die Trailer versprachen einen spritzigen, amüsanten und auch durchaus mit seinen Wurzeln kokettierenden Spaß, der das cineastische DC-Universum von den doch recht eng anliegenden Fesseln der Dark & Gritty- Konzeption befreit, oder zumindest hinreichend löst. Tut er aber nicht.

Es ist schwer zu glauben und ebenso frustrierend, aber Suicide Squad kann nur wenige seiner, durch Aussagen, Teaser und Trailer, abgegebene Versprechen wirklich einhalten. Lediglich zu Beginn versprüht er genau den rebellischen und spielfreudigen Charme, den sich wohl viele erhofft haben. Dank hübschen Texttafeln, schmissiger Musik und knackigen Dialogen startet der Blockbuster wirklich immens vielversprechend, nur um später dann doch auf Autopilot zu schalten und in den Sinkflug zu gehen. Denn Suicide Squad ist letztendlich nur einer von vielen anderen austauschbaren Blockbustern und dabei größtenteils auch noch uncouragiert.

Das ist wohl am deutlichsten beim titelgebenden Team zu sehen. Eine  Gruppe von Schurken wird hier zusammengestellt, die unter Zwang auf eine Selbstmord-Mission geschickt werden. Doch letztlich sind die Bad Guys dann doch nur Schafe im Wolfspelz. Schafe übrigens, bei denen kein Geheimnis darum gemacht wird, wer wirklich wichtig ist. An vorderster Front und im direkten Fokus stehen Margot Robbie (The Wolf of Wall Street) als Harley Quinn und Will Smith (I Am Legend) als Superschütze Deadshot. Sie werden wohl am ausgiebigsten vorgestellt und in den Film implantiert. Andere Mitglieder wie etwa Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje, Shootout - Keine Gnade) oder Slipknot (Adam  Beach, Flags of Our Fathers) werden hingegen stiefmütterlich behandelt. Problem: Der Film will einem weiß machen, dass diese Figuren  nach und nach zu einer Familie zusammenwachsen und fordert vom Publikum dafür Empathie und Sympathie. Die kann sich ein Film aber eben nicht mit schludrigen und unausgewogenen Figurenzeichnungen erschwindeln, bzw. erbetteln. Da muss dann schon mehr kommen.

Als wäre das noch nicht genug verkommt Deadshot zu allem Überfluss auch noch zu genau dem, was nicht zur Figur passt: Will Smith! Gemeint ist damit, dass der angeblich so eiskalte Auftragskiller doch nur wieder eine typische Smith-Rolle ist. Wie ein echter Bad Ass wirkt Deadshot hier nie. Klar, er darf die Läufe seiner Waffen zum Glühen bringen und den einen oder anderen Spruch von sich lassen, aber das alles wirkt zu schematisch und besitzt vor allem keine wirkliche Kraft. Wirklich mutig wäre es gewesen Deadshot (und den anderen Squad-Mitgliedern) wirklich böse sein zu lassen. Will Smith bleibt jedenfalls Will Smith. Langweilig.

Da macht es Star Nummer 2, Margot Robbie, etwas besser. Die Australierin versteht es mit ihrer Figur umzugehen, ihr sogar Facetten abzugewinnen, die sie interessanter und spannender machen, als eben Deadshot. Robbie gehört definitiv zu den Highlights von Suicide Squad. Zu eben diesen zählte im Vorfeld auch Oscar-Preisträger Jared Leto (Dallas Buyers Club) als Joker und ja, seine Performance bleibt im Gedächtnis haften, auch wenn es vornehmlich an seinem Äußeren liegt. Dennoch erweist sich sein erster Auftritt im DC-Universum als durchaus gelungen.

Letos Joker ist eine Art Psycho-Pimp. Ein eiskalt berechnender Gangster, der mit dem Wahnsinn im Kopf und goldenem Jackett im VIP-Bereich eines Nachtclubs flaniert und einige visuell herausragende Szenen spendiert bekommt. Letztlich wäre er aber nicht wirklich notwendig für den Film gewesen. Seine Existenz in Suicide Squad wirkt mehr wie eine Vorstellung, um ihn später - vielleicht in Ben Afflecks Batman-Film oder dem kommenden Justice League - in voller Gänze von der Leine zu lassen.

Die Nebensächlichkeit des Jokers wäre eigentlich auch nicht so schlimm, gäbe es im Gegenzug einen adäquaten Ersatz als Gegenspieler. Doch die Hexe Enchantress (Cara Delevingne, Margos Spuren) und ihren Bruder, gegen den der Selbstmord Schwadron zu Felde zieht, enttäuschen. Es ist schwer zu glauben, aber das Geschwisterpärchen ist nicht eines, sondern das Stinklangweiligste in Sachen Widersacher, was moderne Comicverfilmungen jemals aufgefahren haben. Selbst (G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra) als Malekith in Thor: The Dark Kingdom bot da ein bisschen mehr und das soll schon was heißen.

Gut, jetzt wären schon ein paar Punkte geklärt, warum Suicide Squad nicht der erhoffte Hit ist, doch die drei Hauptgründe fehlen noch:

End of Watch-Regisseur David Ayer, der sich im Laufe seines Schaffens schon öfters mit Team-Mechaniken auseinandersetzte gelingt in Suicide Squad keine gute Action! Inszenatorisch bietet der Blockbuster nur breit-bräsigen Dienst nach Vorschrift, der weder mitreißt noch wirklich große Momente erschafft. Das Schurkenteam kämpft aber eh die meiste Zeit gegen austauschbare, schwarze CGI-Steinmonster, die lustlos zu dutzenden zerschossen, abgefackelt oder zerschmettert werden. Zwar versucht Ayer das alles irgendwie einnehmend einzufangen, das Resultat seiner Bemühungen macht das Ganze aber noch schlimmer, bzw. adynamischer.

Dynamik ist eh so eine Sache bei Suicide Squad. Zu Beginn wirkt es noch so, als ob alles glatt läuft, aber nach gut einer halben Stunden scheint Ayer den Überblick zu verlieren und streut ohne erkennbaren Rhythmus Rückblicke ein, die den Film teilweise so rigoros ausbremsen, dass er danach nur schwerlich wieder in Fahrt kommt. Aber auch die die Actionszenen wirken durch ihre Montage stellenweise schon befremdlich passiv sowie Höhepunktlos.

Höhepunktlos? Bei solch einem Film? Mit diesen Figuren? Ja. Und damit kommen wir zum größten qualitativen Knochenbrecher von Suicide Squad: Sein Potenzial! Nein, jetzt wird nicht bemängelt, dass er keines hat, sondern ganz im Gegenteil. Suicide Squad ist spür- und sichtbar bis zum rigorosen Anschlag vollgestopft mit Potenzial. Es suppt durch jede Pore, fließt regelrecht wie dickflüssiger Sirup an der Leinwand herunter und scheint jede freie Fläche bedingungslos auszufüllen. Was daran schlimm ist? Das es nicht genutzt wird!

Es ist teilweise zum Haare raufen wie viele Chancen sich der Blockbuster entgehen lässt, um stattdessen auf Sicherheit zu setzen und nur wieder das zeigt, was wir in den letzten Jahren bis zum Über-Exzess von Marvel und DC serviert bekamen. DC hätte hier wirklich die ganz große  Chance gehabt, sich endlich gegen ihren Dauerkonkurrenten behaupten zu können, aber sie haben den Schwanz eingezogen. Das Ergebnis ist schlicht und ergreifend enttäuschend. Aber hey, der Soundtrack ist toll.

Fazit

Dieses Jahr gab es weitaus schlimmere Filme, aber das Desaströse, Bittere und Unfassbare an „Suicide Squad“ ist wie viel sicht- und spürbares Potenzial hier rigoros missachtet oder verschwendet wurde. Was die Macher final aus dem Konzept herausgeholt haben ist ein unrunder Schema-F-Blockbuster, der sich nichts traut, misslungen montiert ist und dabei doch so vielversprechend beginnt. Gemessen am Missbrauch seines eigenen Potenzials ist „Suicide Squad“ die bislang größte Enttäuschungen des Kinojahres 2016.

Autor: Sebastian Groß

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