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Der Transport einer neu entwickelten Waffe wird einem Armeekonvoi zum Verhängnis - die Terrorgruppe "Cobra" bemächtigt sich der begehrten Koffer und kann auch nicht von den plötzlich auftauchenden "G.I. Joe"-Geheimorganisation aufgehalten werden - zurück bleiben lediglich die Soldaten Duke (Channing Tatum) und Weems (Marlon Wayans), die sich spontan zum Beitritt bei den "Joes" bemühen. Und die Lage ist ernst - "Cobra" beabsichtigt die flächendeckende Zerstörung von Großstädten, hat aber zusätzlich mit dem "Doktor" (Joseph Gordon-Levitt) und seinen Forschungen noch viel finsterere Pläne...
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Kritik

Mit "G.I. Joe" bewegte sich ein weiteres Comic- und Spielzeugfranchise der Firma Hasbro in das moderne Actionkino, welches seine Auslegung klar zu definieren schien. Die Actionfiguren bestanden rein aus guten sowie bösen Kräften, so dass eine Verfilmung keine Nuancen dazwischen zulassen würden. Mit einem enormen tricktechnischen Aufwand wurde die Marke 2009 auch aufpoliert, um damit die Leinwände erobern zu wollen.

Es wurden ganze sechs (!) Drehbuchautoren für die Storygestaltung eingesetzt, was gut gemeint schon die Ambitionen unterstreicht, die der Verfilmung zugrunde liegen. Doch waren alle sechs Schreiberlinge entweder nicht bei der Sache oder haben sich gegenseitig ausgebremst. Das Storykonstrukt ist dermaßen vorhersehbar geraten, dass es schon schmerzt. Die Helden wider Willen in einer Geheimorganisation, der Gegner, reinster Terrorismusplot und eine lose Verbindungslinie zwischen manchen Figuren (hier hervorzuheben: Duke und die Baroness) - alles ist schon etliche Male durchgekaut worden und einer Erwähnung überhaupt nicht würdig. Mit einigen Flashbacks, die dazu noch unsinnig gesetzt sind, wirkt die Story noch unnötig aufgeplustert sowie pseudo-hintergründig, und diese konstruiert gesetzten Storytwists halten wirklich nur eine einzige Überraschung parat, nämlich die Identität des Doktors. Es ist aber auch kein Wunder, dass man da als Kinofan gedankliche Brücken zum Prolog schlägt, denn der findet irgendwann im Mittelalter statt. Welchen Sinn dieser verfolgt (außer zur Zierde im Bossbüro), erschließt sich keinem so recht.

Nicht schlimmer, nur anders, präsentieren sich die Figuren. Okay, Duke und die Baroness haben eine gemeinsame Vergangenheit; okay, Duke und der Doktor haben eine gemeinsame Vergangenheit... und ja, auch Snake Eyes und Storm Shadow haben eine gemeinsame Vergangenheit. Denen aber ihre psychologischen Abhängigkeiten dermaßen offensichtlich an die Backe zu kleben, lässt dem Betrachter so manches Mal die Hand an die Stirn klatschen oder den Zwang aufkommen, die Stirn gleich mit der Tischkante bekannt zu machen. Dazwischen ist nichts mehr Erwähnenswertes zu benennen, außer vielleicht die wieder übliche Figurenplatzierung mit stereotyper Charakterzeichnung, die ein Superheldenmovie so braucht, um Selbstverstümmelungspraktiken beim Zuschauer zu regen.

Das wirklich einzig herausstechende Element dieses Films ist die unermüdliche Action, die fast vom Anfang bis fast zum Ende durchgezogen wird. Bis auf wenige Ausnahmen ist lediglich der Grad an Action variabel, und so nahm sich der Streifen seiner Genreauslegung etwas zu genau an. Selbst bei der Annahme, eine Szene habe nun für klare Verhältnisse gesorgt und verdiene einen Durchschnaufer, brauchte es wieder eine Rückblende, in der sich etwa zwei Kids in schnellen Schnitten bekämpfen, um dann an die nächste Schlacht in der "nicht so fernen Zukunft" anzuknüpfen. Man darf gerne argumentieren, dass solche Filme nichts anderes zu bieten hätten, jedoch hätte man auf weitere Elemente verzichten sollen, um sich nicht in die Lächerlichkeit zu manövrieren.

In der künstlerischen Gestaltung findet "G.I. Joe" ebenfalls keine klare Linie. Die Kulissen, Kostüme und Effekte wirken verdammt austauschbar (wenn auch modern), wurden mit Details vollgestopft, so dass kein Wiedererkennungswert hängen bleibt. Das kann man nahtlos bis in die Postproduktionsphase weiterführen, denn konnte die Kamera einfach nicht stillhalten geschweige denn am Schneidetisch auch einfach mal eine Szene für mehr als fünf Sekunden laufen lassen - "too much" wäre noch zu gütig ausgedrückt.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass der Cast entweder wie die Faust auf´s Auge passt oder eklatant deplatziert erscheint. Channing Tatum hat das Performancespektrum einer Steinmauer, und Marlon Wayans kann man noch nicht einmal für seine figurenbezogenen Macken verantwortlich machen, obwohl er als Quatschcharakter leichtes Fremdschämen beschert - dünne Witzchen inbegriffen. Selbst mit Joseph Gordon-Levitt oder Dennis Quaid konnte das nichts mehr werden, und so darf man sich noch höchstens an aktionsreichen Szenen ergötzen - würden sie denn einen durchgängig runden Eindruck hinterlassen. Auch nicht? Dann vielleicht noch die weiblichen Vorzüge genießen? Die gehen wohl immer...

Fazit

Das Actionspektakel wäre gerne so kultig und dynamisch wie "Transformers" geworden, ist aber dermaßen uninspiriert überladen, um keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Mit schwächlichen Figuren und storytechnischen Stirnklatschern wollte man dem Film tatsächlich Tiefe verpassen, was jedoch formell so dermaßen zum Scheitern verurteilt war, dass man sich fast schon lieber Reality Dokus angucken sollte als diesen Rohrkrepierer. Da kann man nur reagieren, indem man das Drehbuchteam gemeinsam in einen Sack steckt oder mit "G.I. Joe"-Figuren in einen Raum sperrt - da zuzuschauen hätte sicherlich mehr Spaß gemacht als sich diese hirnlose Materialschlacht anzutun.

Autor: Sascha Wuttke

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