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Jordan Vogt-Roberts’ („Kings of Summer“) packender Film erzählt die Story eines sehr vielfältigen Teams aus Wissenschaftlern, Soldaten und Abenteurern, die sich gemeinsam auf eine unerforschte Pazifikinsel wagen: Die Insel birgt nicht nur Naturschönheiten, sondern auch große Gefahren, weil die Entdecker nicht ahnen, dass sie in das Revier des gewaltigen Kong eindringen. Weitab von der Zivilisation kommt es dort zur ultimativen Konfrontation zwischen Mensch und Natur. Schnell entwickelt sich die Forschungsreise zum Überlebenskampf, in dem es nur noch darum geht, dem urweltlichen Eden zu entkommen. Denn Menschen haben dort nichts verloren.

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Kritik

King Kong zählt neben Frankenstein und Godzilla zu den ikonischsten Monstern der Filmgeschichte. Seit 1933 trieb der riesige Affe ganze acht Mal sein Unwesen auf der großen Leinwand. Mit Kong: Skull Island steht nun sein neunter Film ins Haus, der gleichzeitig den zweiten Beitrag zum von Legendary Pictures und Warner Bros. geplanten MonsterVerse darstellt. Das von Gareth Edwards mit Godzilla gestartete Filmuniversum soll 2020 im Kampf der beiden Giganten seinen Höhepunkt finden. Trotz seinem finanziellem Erfolg, stieß Godzilla aber nicht nur auf Gegenliebe. Vielfach wurde von Zuschauern die geringe Screentime des namensgebenden Monsters bemängelt. Das Studio hat sich diese Kritik zu Herzen genommen und präsentiert mit Kong einen eher klassischen Monsterfilm im neuen Gewand.

Kong unterscheidet sich sowohl im Ton, als auch vom Fokus her sehr vom ersten Beitrag des MonsterVerse. Während sich Godzilla vorwiegend auf das menschliche Drama konzentrierte und das Monster in den Hingergrund rückte, macht der König von Skull Island von Anfang an klar, dass es hier nicht um die Menschen, sondern um das Monster geht. Dafür nimmt der Film eine fast schon schmerzhaft schwache Charakterzeichnung in Kauf, die sich unweigerlich auf die Leistung der Schauspieler auswirkt. Mit einem Cast bestehend aus Oscarpreisträgerin Brie Larson, Tom Hiddelston, Samuel L. Jackson, John Goodman und John C. Reilly sollte man eigentlich einige unvergessliche Charaktermomente erwarten dürfen. Doch außer dem letztgenannten, ist jeder der Darsteller ohne jeglichen Verlust austauschbar. Brie Larson ist eine Fotografin, die Fotos macht und Tom Hiddelston ein Held, der Heldenkram macht. Wirklich, mehr sind sie nicht. Selbst ein Over-the-top Samuel L. Jackson wirkt dabei überraschend vergessenswert. Und da der Film von dem chinesischen Unternehmen Tencent mitfinanziert wurde, haben wir mit Jing Tian (The Great Wall) noch eine Quotenchinesin dabei, die vielleicht 5 Sätze sagt und als love interest für eine der Nebenfiguren agiert. Eine Rolle die dem Film nichts, aber auch gar nichts gibt. Durch die Vernachlässigung der Charaktere sind einem die Menschen im Film vollkommen egal. Sterben sie, hat das keinerlei Einfluss auf den Zuschauer und/oder auf den weiteren Verlauf der Handlung. Eine emotionale Bindung zu dem, was da auf der Leinwand passiert bleibt gänzlich aus.

Daran hat natürlich in erster Linie das Drehbuch schuld, welches diesen Figuren weder einen Charakter noch einprägsame Momente zugesteht. Etwas verwunderlich, wenn man bedenkt, dass man mit Max Borenstein (Godzillla) und Dan Gilroy (Nightcrawler) zwei durchaus Fähige Männer an Bord hat. Die beiden wollen dankenswerterweise nicht erneut die Geschichte von King Kong und der weißen Frau erzählen, sondern spinnen sich ihre eigene Legende um den König von Skull Island. Doch ein guter Vorsatz macht leider noch keinen guten Film. Das Endergebnis ist enttäuschend uninspiriert und dient lediglich dazu, von einer Actionszene zur nächsten zu springen. Die Dialoge dazwischen sind lediglich Füllmaterial und der eher mäßige Humor funktioniert nur stellenweise dank John C. Reillys Performance. Auch an der Botschaft des Films hat sich seit 1933 nicht viel getan. Zu Gute heißen muss man den beiden aber ihre im Film verteilten Spitzen gegen Trump und die amerikanische Außenpolitik. Das reicht aber nicht für ein gutes Drehbuch.

Trotz der inhaltlichen Mängel gibt sich Regisseur Jordan Vogt-Roberts die größte Mühe, das Beste daraus zu machen. Der Mann, der bisher lediglich ein Independent Coming-of-Age Drama in seiner Filmographie aufweisen kann, schlägt sich mit einem Budget von $190 Millionen überraschend gut. Einflüsse aus Filmen wie Apocalyypse Now, The Host und verschiedenen Animes sind zwar klar erkennbar, doch vermischt er sie zu einem eigenen, sehr ansprechenden visuellen Stil. Auch die Positionierung der Kamera ist stets sehr anregend. Vogt-Roberts findet dabei angenehme Balance zwischen dem zurückhaltenden und fast gänzlich aus menschlicher Perspektive gefilmten Godzilla und klassischen Monsterfilmen, die uns das Monster in seiner vollen Größe genießen lassen. Leider beschränkt sich die gekonnte Inszenierung zum Großteil auf die Szenen, in denen wir Kong in Action sehen. Szenen, in denen sich der Regisseur eines Independent Dramas eigentlich auskennen müsste - sprich die Charakterszenen - wirken stellenweise fast schon stümperhaft. Hinzu kommt, dass der Film ziemlich zerschnitten wurde. Keine Sorge, nicht ansatzweise so furchtbar wie bei Suicide Squad, doch furchtbar genug um einen immer wieder aus dem Geschehen rauszureißen. Gerade der durch den Schnitt oft überraschende Wechsel der Settings sorgt für eine unangenehme Unübersichtlichkeit. Dadurch fehlt ein notwendiger Überblick darüber, wo sich die verschiedenen Charaktere gerade aufhalten, wo sie hin wollen und von wo eventuell Gefahr droht.

Doch hat Kong: Skull Island trotz all der Mankos ein Schlagkräftiges Argument für sich: Kong selbst. Das titelgebende Monster ist die größte Stärke des Films. Mit Terry Notary (Planet der Affen: Prevolution) hat man den Papst des Motion-Capturing dazu bekommen, dem missverstandenen Affen Leben einzuhauchen. Wie es nicht anders zu erwarten war, macht er einen hervorragenden Job und sorgt zusammen mit dem talentierten Visual Effects Team für grandiose Monster-Action. Damit bietet der Film genau das, was viele bei Godzilla so schmerzlich vermisst haben. Doch zeigt sich hier auch ganz klar, warum Edwards die monströse Echse so lange zurückgehalten hat. An die unvergleichliche Wucht der letzten Kampfszene reicht keines der Actionsetpieces in Kong ran. Nichtsdestotrotz sind die Kämpfe die er bestreitet - gerade auf der großen Leinwand - ein absoluter Genuss.

Neben King Kong selbst strahlen auch die anderen Bewohner von Skull Island eine gewissen Faszination aus. Die Einflüsse im Design der Kreaturen reichen von Prinzessin Mononoke über Evangelion und Chihiros Reise ins Zauberland bis hin zu Pokémon. Trotz dieser recht wilden Mixtur, fügen sich alle problemlos in das von den Machern erschaffene Ökosystem der Insel Skull Island ein. Leider funktioniert die Insel selbst weniger gut. Jüngst mit dem Oscar für die besten visuellen Effkte ausgezeichnet, zeigte uns The Jungle Book letztes Jahr wie toll und täuschend echt ein am Computer generierter Dschungel aussehen kann. Kong wurde zum Großteil an echten Settings gedreht und sieht wesentlich schlechter aus. Der Dschungel hier wirkt leblos und scheint nur aus den drei immergleichen und kaum voneinander unterscheidbaren Settings zu bestehen: Dschungel, Prärie und Fluss. Wenn sich die seelenlosen Charaktere durch diese seelenlosen Landschaften bewegen, dann zählt man nur die Sekunden bis zur nächsten Actionsequenz.

Fazit

Wenn King Kong der interessanteste Charakter eines Films ist, dann sagt das viel über den Film aus. Zwar ist die Monster-Action in "Kong: Skull Island" wirklich gut gelungen, doch versagt der Film davon abgesehen in fast allen Belangen.

Autor: Tobias Bangemann

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