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Prinzessin Mononoke (dt. etwa 'Dämonenprinzessin') ist ein erfolgreicher japanischer Anime. Miayazaki behandelt eine komplexe, ideologisch anspruchsvolle Legende, die mit vielschichtigen Charakteren arbeitet. Insgesamt gelingt ihm eine Verschmelzung von Film und Animation, die zudem das Zusammenleben von Mensch und Natur hinterfragt.
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Kritik

Seinen liebsten Ghilbi Film zu bestimmen ist für viele so unmöglich, wie sein Lieblingskind auszuwählen. Neben "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Das Wandelnde Schloss" ist der wohl häufigst genannte Film "Prinzessin Mononoke" . Zu Zeiten, zu denen der japanische Anime bei den Oscars noch sträflich vernachlässigt wurde, erschuf Regisseur Hayao Miyazaki diesen Meilenstein des Animationsfilms, der mit einem Einspielergebnis von rund 160 Mio. US$ nicht nur zu einem der erfolgreichsten Filme Japans avancierte, sondern auch die weltweite Aufmerksamkeit auf das japanische Studio Ghibli richtete und so erst den Oscar für "Chihiros Reise ins Zauberland" ermöglichte.

Die Handlung des Films spielt in der späten Muromachi Periode (1337-1573), ist jedoch mit einigen fantasy Elementen aufgepeppt. Der Zuschauer begleitet den jungen Emishi Krieger Ashitaka, der in einen Kampf zwischen den Wächtern des Waldes und den ausbeuterischen Menschen gerät und versucht beide Mächte in Einklang zu bringen. Um seine Geschichte zu erzählen, schreckt Miyazaki vor Brutalität nicht zurück und zeigt, dass Anime bzw. Zeichentrick eben nicht nur ein Kindermedium ist, wie es einem oft weisgemacht wird. Hier fliegt schon einmal das ein oder andere Körperteil durch die Gegend. Der Regisseur selbst begründet diese Brutalität wie folgt: "Wenn es einen Kampf gibt, ist es unausweichlich, dass Blut fließt und das darzustellen, können wir nicht vermeiden". Dass die Macher des Films zu ihrer Überzeugung stehen, wurde auch bei der amerikanischen Veröffentlichung deutlich. Als unser aller Lieblingscutter Harvey Weinstein den Film einigen Schnitten unterziehen wollte – wohl um den Film Kinderfreundlicher zu gestalten – schickte Produzent Toshio Suzuki ihm ein Katana mit der Nachricht "Keine Schnitte" - Genial!

Miyazakis primäres Ziel war es nie, mit "Prinzessin Mononoke" ein akkurates Bild des mittelalterlichen Japans zu zeichnen, sondern viel mehr den Beginn des unlösbaren Konflikts zwischen der Natur und der modernen industriellen Zivilisation darzustellen. Er verlässt sich aber nicht nur auf diesen Konflikt, sondern nutzt ihn viel mehr um zentrale Themen wie die Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt durch den Menschen, die Benachteiligung von Behinderten und Frauen und vor allem die verlorene Unschuld des Menschen aufzugreifen. Die Menschheit lernt nicht aus ihren Fehlern und so falle es dem Regisseur unglaublich schwer wieder Filme wie "Kikis kleiner Lieferservice" zu drehen: "Es fühlt sich so an, als würden Kinder ohne Segen in diese Welt gesetzt. Wie können wir ihnen vormachen, dass wir glücklich sind?". Trotzdem der Film mit so vielen wichtigen Themen beladen ist, verliert er zu keinem Zeitpunkt seinen Unterhaltungswert. Das ist Miyazakis doch recht subtiler Herangehensweise zu verdanken. Er möchte, dass wir selbst erkennen und nicht zur Erkenntnis gezwungen werden.

Die Botschafter dieser wichtigen Themen sind in erster Linie die Charaktere des Films. Anstatt einer typischen Heldenfigur begleiten wir den außenseiter Ashitaka auf seiner Reise. Ein jeder kann eine Verbindung zu dem jungen und abenteuerlustigen Mann aufbauen, der die Schönheit der Welt aber auch der Menschen entdeckt und sein Leben für ihren Schutz riskiert. Der Rest der Charaktere unterteilt sich in die Menschen, die auf Kosten der Umwelt leben und sich selbst die Nächsten sind und jene Geschöpfe des Waldes, die alles riskieren um ihre Heimat zu beschützen. Doch verharren die Charaktere nie auf ihren anfänglich eingenommenen Positionen. Miyazaki gestattet allen eine Entwicklung, die stets nachvollziehbar und realistisch bleibt. Dadurch wirkt der Film lebendiger und echter als so mancher Spielfilm.

Neben dem großartigen Script sind vor allem aber die Zeichnungen ein tragendes Element. Miyazaki legt großen Wert darauf, dass seine Zeichner eine wahre Leidenschaft für ihre Arbeit haben. Bevor überhaupt mit den Zeichnungen begonnen wurde, reisten er und Ando mit einer Gruppe von künstlerischen Leitern, hintergrund Zeichnern und digitalen Animateuren zu den Wäldern von Yakushima und Kyushu und zu den Bergen von Shirakami Sanchi um sich von den Gegenden inspirieren zu lassen. Nachdem die Zeichnungen dann fertiggestellt waren, hat Miyazaki selbst jedes der 144.000 einzelnen Bilder begutachtet und Teile von 80.000 dieser Bilder überarbeitet. Diese Liebe zum Detail sieht man dem Film an. Er ist einer der visuell beeindruckendsten Animationsfilme, die je geschaffen wurden. Neben der technisch perfekten Umsetzung, fällt vor allem das Design der verschiedenen Wesen ins Auge, die Miyazaki für seinen Film zum Leben erweckt. Baumgeister, Götter und Dämonen sind nur einige der einzigartigen Wesen, die nicht nur wunderschön anzusehen sind, sondern auch viel lebendiger wirken, als ein Großteil der in anderen Filmen durch CGI erzeugten Monster. Sie sind der heimliche Star des Films, denn durch sie wird der Wald erst lebendig und bekommt ein Gesicht.

Abgerundet wird das ganze durch den epischen Soundtrack von Ghibli Komponist Joe Hisaishi. Mit seiner Arbeit an "Prinzessin Mononoke" hat er sich selbst übertroffen! Die Score steht denen großer Fantasyfranchises wie etwa  "Der Herr der Ringe" in nichts nach. Einprägsame Melodien, die Ashitaka auf seiner Reise begleiten und einen erheblichen Anteil zur Atmosphäre des Films beitragen.

Der größte Trumpf des Films jedoch ist sein Ende. Wer "Prinzessin Mononoke" noch nicht gesehen hat, sollte an dieser Stelle lieber direkt zum Fazit übergehen. Der Regisseur serviert dem Zuschauer kein Happy End. Damit zeigt er, dass nichts ohne Folgen bleibt und das nicht alle Taten vergessen werden können - eine Lektion, so wichtig, wie das Leben selbst. Doch trotz diesem scheinbar unversöhnlichen Ende wird wohl kaum jemand den Film unzufrieden verlassen. Es ist verständlich und dadurch dass es kein Happy End ist auch nicht zwangsläufig traurig. Um das ganze mit den Worten vom Meister persönlich abzuschließen: "Es kann kein Happy End im Kampf zwischen wütenden Göttern und Menschen geben. Aber selbst in mitten von Hass und Mord gibt es Dinge, für die es sich zu leben lohnt."

Fazit

"Prinzessin Mononoke" ist ein optisch und inhaltlich vollkommenes Meisterwerk, das jung und alt gleichermaßen begeistert und für ewig einen Platz im Anime-Olymp sicher hat!

Autor: Tobias Bangemann

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