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Nach dem Tod des Staatsanwalts Harvey Dent alias Two-Face nahm Batman die Schuld von dessen Verbrechen auf sich, um seinen Ruf zu schützen. Daher wurde er von dem Gotham City Police Department gejagt und verließ die Stadt. Die Handlung des Films setzt acht Jahre nach den Ereignissen von The Dark Knight ein. Nachdem der bemerkbar gealterte Batman nach Gotham zurückkehrt, muss er die Wahrheit der geheimnisvollen Selina Kyle herausfinden und den Schurken Bane davon abhalten, Gotham zu zerstören

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Kritik

„Keinen interessierte, wer ich war, bis ich die Maske aufsetzte.“

Reflektorisch hat sie sich über das gesamte „Batman“-Franchise ausgebreitet, eine Frage, die so essentiell wichtig ist, dass wir sie uns bei der Sichtung von „Batman Begins“, „The Dark Knight“ und nun „The Dark Knight Rises“ unweigerlich im Stakkato ins Gedächtnis rufen müssen: Gibt es in unserer Gesellschaft – und damit eben auch der Gesellschaft von Gotham City – überhaupt Platz für ein Symbol wie es Batman darstellt? Christopher Nolan gibt sich zweiflerisch, und wir als Zuschauer tun es ihm gleich. Man stelle sich nur mal vor, die Wirklichkeit bekäme es von heute auf morgen mit einem Menschen zu tun, der sich eine Maske über das Gesicht stülpt, ein Cape um die Schultern wirft und sich nun als langer Arm des Gesetzes verstehen lassen möchte. Mit Sicherheit würden wir uns an der Vermutung festhalten, dass diese Person mit schweren psychischen Leiden zu ringen hat und dieses nun in Form einer selbst(v)erklärenden Berufung zu kompensieren versucht – ob bewusst oder unbewusst.

Das Batman-Universum, so sehr es sich auch um Zeitgeist-Analogien und Authentizität bemüht, bleibt eine gekonnt illustrierte Abstraktion unserer Realität, was seine anspruchsvolle Intention selbstredend nicht verwässert, aber Batmans Bedeutung innerhalb der Gesellschaft als allegorischer Hoffnungsbringer nachvollziehbar macht: Er bringt ein Gleichgewicht in das System, muss es sich aber dementsprechend gefallen lassen, sowohl als Held wie auch als Scharlatan und Schurke verstanden zu werden. „The Dark Knight Rises“ setzt das nun fort, lässt Batman angreifbar bleiben, weil er eben nicht nur der dunkle Ritter ist, der sich in der Dämmerung auf Verbrecherjagd macht und sich vom Polizeiapparat auf die breite Schulter klopfen lässt, sondern auch Bruce Wayne und damit ein menschliches Wesen. Batman muss Fehler machen, um sich als uneigennütziger Schutzpatron der Stadt zu beweisen; er muss lernen, dass man an seinen Fehlentscheidungen und -einschätzungen nicht grundsätzlich verendet, sondern durch das Scheitern an Stärke gewinnen kann. Ist Batman nun Psychopath, Soziopath oder doch nur überegangierter Gutmensch?

Vielleicht ist er alles auf einmal, aber Christopher Nolan blickt auf den Menschen – und glaubt fest an ihn. Acht Jahre sind seit den Geschehnissen in „The Dark Knight“ ins Land gestrichen, Harvey Dent hat inzwischen einen eigenen Feiertag spendiert bekommen, Batman wird als Mörder und Verräter denunziert, während Jim Gordon (Gary Oldman, „Léon – Der Profi“) drauf und dran ist, eine Rede zu halten, die die Wahrheit über Harvey Dent und Batman ans Tageslicht bringt. Bruce Wayne selbst ist in die Jahre gekommen, lebt zurückgezogen in seinem luxuriösen Anwesen, humpelt am Stock und ist erschreckend abgemagert. Kann Bruce Wayne (Christian Bale, „Exodus: Götter und Könige“) ohne Batman bestehen? Und wenn ja, dann nur unter den Voraussetzungen eines physischen wie psychischen Abbaus? Ist Batman auch für Bruce Wayne eine Art Lebenselixier, welches ihm die Kraft gibt, einen Sinn in seiner Existenz zu erspähen? Schon bald wird sich Bruce Wayne intensiv diesen Fragen stellen müssen, denn mit Bane (Tom Hardy, „Mad Max: Fury Road“) bricht ein neues Übel über die Stadt ein.

Die Vergleiche zwischen Bane und dem Joker (Heath Ledger, „Ritter aus Leidenschaft“) sind hinfällig, bekommen wir es doch mit ganz grundlegend divergierenden Charakter-Modellen zu tun. Während der Joker nämlich einer intrinsischen Chaos-Mentalität Folge leistete, ist Bane, das wird „The Dark Knight Rises“ im Verlauf der Geschichte herauskristallisieren, weniger am eigenen Nutzen und Profit interessiert, als dass er sich für eine Sache einspannen lässt, die letzten Endes rein auf Affekten basiert. Mit Selina Kyle (Anne Hathaway, „Rachels Hochzeit“) ist nun auch ein weiterer, überaus beliebter Charakter des Batman-Universums mit von der Partie und trägt, genau wie der junge Polizist John Blake (Joseph Gordon-Levitt, „Don Jon“) als auch Bösewicht Bane, eine zielstrebige Funktion in Sachen Symbolik in sich, mit der sich Bruce Wayne respektive Batman von nun an kontinuierlich auseinandersetzen muss. Ohnehin erweckt „The Dark Knight Rises“ wiederholt den Eindruck, als würde es ihm nicht um den Charakter selbst, sondern um die symbolträchtigen Ausdruck gehen, der in diesen verankert ist.

Dass das die Figuren auch kalt wirken lassen kann, steht außer Frage, ist man allerdings erst einmal auf den Grund der Konstellation vorgedrungen und hat sich in Gotham City, welches inzwischen nur noch aussieht wie New York City, akklimatisiert, werden emotionale Anknüpfungspunkte sichtbar, die den Zuschauer auch weit über die knapp 170-minütige Laufzeit hinaus beschäftigen können. Es ist der Blick aufs Detail, der das technokratische Szenario vitalisiert und mannigfach in seinem Gebaren erscheinen lässt. Allein die Ballszene zu Anfang des Filmes gibt viel über die Figur des Bruce Wayne preis: Während sich das versammelte Volk hinter edlen Masken verbirgt, ist es Bruce Wayne, der sein Gesicht kenntlich macht und durch die gediegen tanzende Menge schreitet. Ist sich Bruce Wayne des Versteckspiels überdrüssig geworden oder ist dies der erste Schritt der Befürchtung, die Alfred (Michael Caine, „Kingsman – The Secret Service“) seinem einstigen Schützling kundtat – Zurückzukommen, nur um dieses Mal wirklich vollends zu scheitern.

Bruce Waynes Traumata spiegeln sich in der bulligen Präsenz Banes, der es höchstselbst ist, Bruce in einem Gefängnis in der alten Welt zurückzulassen, welches ihn direkt in Relation mit der Brunnen-Erfahrung aus seiner Kindheit stellt. Hier allerdings kann sich Bruce nicht auf die Hilfe seines Vaters verlassen, sondern muss verstehen, dass er nur aus eigener Willenskraft vollbringen kann, diesem stickig-feuchten Loch zu entkommen, um das nach wie vor an Post-9/11-Befinden gekoppelte Gotham City zu retten. Dabei kommt es nicht auf körperliche Attribute an, der Schlüssel liegt mal wieder im Geist. Bruces Aufenthalt in dieser ehemaligen Mine, aus der – so heißt es – damals nur Bane entfliehen konnte, ist als purer psychischer Kraftakt angelegt und eine Facette mehr in der angestrebten Menschwerdung des ikonischen Superhelden: Bruce muss noch einmal Schritt für Schritt durchstehen, was ihn einst beinahe zerstört hätte. Von dort an ist es tatsächlich belanglos, ob wir Batman oder Bruce Wayne vor Augen haben – Was bleibt, ist der Mensch und sein Vermögen, wieder und wieder über sich hinauszuwachsen.

Und das ist schließlich auch vonnöten, um die Macht aufzubringen, seinen eigenen Idealen standhaft zu bleiben. „The Dark Knight Rises“ aber vollbringt es nicht nur, die Psychologie seines Helden emotional auszureifen und auf die Nebenfiguren mit gehöriger Strahlkraft zu übertragen, Christopher Nolan hat ebenfalls mit einem Manko zu kämpfen, welches auch schon in „The Dark Knight“ zu erkennen war: Die Erzählstruktur. „The Dark Knight Rises“ wirkt oftmals überladen, weil er Charaktere und Beziehungen gerne mal weniger über den Dialog entschlüsselt, sondern eine klare emotionale Intelligenz beim Publikum voraussetzt, die vielleicht in diesem hochbudgetierten Sektor äußerst selten zu finden ist und von dem dazugehörigen Massenpublikum etwas zu viel erwartet. Die bleierne Seriosität, die Christopher Nolan hier ausstellt, der ungefilterte, salbungsvolle Pathos, die unterentwickelten Nebenkriegsschauplätze, die alles überschattenden, moralischen Posen innerhalb der groß angezettelten Sinnsuche: Diese Kombination lässt „The Dark Knight Rises“ gerne straucheln und hin und wieder den Blick für das Wesentliche verlieren. Und doch, auch dieser Trilogieabschluss ist faszinierend – vielleicht auch gerade wegen seiner Schwächen.

Fazit

Christopher Nolan setzt seiner „Batman“-Trilogie mit „The Dark Knight Rises“ einen berauschenden Schlusspunkt. Zweifelsohne sind innerhalb der Erzählstruktur und Inszenierung genügend Aspekte zu finden, die einem den Sehgenuss verleiden können, doch konzentriert man sich auf die Charaktere, ihre symbolische Tragweite und psychologische Handhabung, wird man auch in „The Dark Knight Rises“ ein besonderes Filmerlebnis entdecken können, dessen emotionale Anknüpfungspunkte tatsächlich Früchte ernten.

Autor: Pascal Reis

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