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Der in New York lebende Léon (Jean Reno) ist ein „Cleaner“ – ein Profikiller. Eines Tages beobachtet er, wie der korrupte DEA-Agent Norman Stansfield (Gary Oldman) mit seinen Männern die Familie der zwölfjährigen Mathilda (Natalie Portman) ermordet. Er rettet Mathilda – eher widerwillig – das Leben, indem er sie in seine Wohnung einlässt. Als Mathilda herausfindet, dass Léon ein Killer ist, will sie, dass er ihr sein „Handwerk“ beibringt, damit sie Rache für ihren kleinen Bruder nehmen kann. Léon missfällt dies; doch die beiden schließen einen Pakt: Léon soll Mathilda das Töten lehren, sie soll ihm als Gegenleistung das Lesen und Schreiben näherbringen und zudem den Haushalt führen. Alsbald entwickelt das Mädchen Gefühle für den in sich gekehrten, prinzipientreuen Mann…
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Kritik

Love has made me see things in a different way.
Can it be? I like myself.
She likes me, so I like myself.
If someone wonderful as she is can think I’m wonderful
I must be quite a guy!

Jene Zeilen singt Gene Kelly im Filmmusical „Vorwiegend heiter“, welches sich Léon zu Beginn in einem Kino ansieht. Die Lyrics beschreiben treffend, welchen Einfluss Mathilda auf Léon hat – denn die von Jean Reno unnachahmlich verkörperte Figur, die einerseits ein kaltblütig-professioneller Auftragsmörder und andererseits ein erstaunlich kindlicher sowie schwerfälliger Mensch ist, durchläuft in der Geschichte von Luc Besson einen ebenso wuchtigen Coming-of-Age-Prozess wie das von Natalie Portman gespielte zwölfjährige Mädchen. „Léon – der Profi“ erzählt von zwei Charakteren mit schweren (seelischen) Verwundungen, die sich finden (ohne sich gesucht zu haben), die voneinander lernen – und die sich lieben. Die seltsame Verbindung zwischen Léon und Mathilda ist eine Melange aus Vater/Tochter-Beziehung, Lehrer/Schüler-Verhältnis (welches in beide Richtungen geht) und amour fou (wobei der Director’s Cut diesen Aspekt intensiver auslotet als die Kinofassung, da er die bezeichnende Szene enthält, in welcher Mathilda das von Léon geschenkte Kleid anzieht).

Dass das Ganze zu keiner Sekunde reißerisch anmutet, ist zum einen dem subtilen Drehbuch sowie der klugen Umsetzung zu verdanken; und zum anderen den begabten Interpreten Reno und Portman, deren Mimik, Gestik und Körperhaltung von schauspielerischer Perfektion zeugen. Die beiden lassen erkennen, dass sie vollauf verstanden haben, welch großes Geschenk ihnen mit ihrer Rolle jeweils zuteilgeworden ist – und so liefern sie mit bewundernswerter Hingabe eindringliche, unvergessliche Performances. Besson und sein Team haben die Figuren dabei mit derart vielen Details ausgestattet und mit derart vielen Eigenheiten versehen, dass man am Ende glaubt, Léon und Mathilda wie gute Freunde zu kennen.

Die sensible Präsentation dieses Duos rechtfertigt den Kultstatus des Werks eigentlich schon zur Genüge. Doch „Léon – der Profi“ ist nicht nur die rundum gelungene Studie einer Beziehung, sondern auch ein überaus stilsicher gemachter Actionfilm, der Suspense, beeindruckende Kampfchoreografie und absurde Situationskomik kombiniert. Die virtuose Kamera von Thierry Arbogast, der Schnitt von Sylvie Landra und die Musik von Éric Serra gehen eine Symbiose ein, aus deren Bann man sich als Zuschauer über die gesamte Filmlaufzeit nicht lösen kann (und auch gar nicht lösen will).

Lässt sich in Bezug auf dieses Meisterstück überhaupt etwas monieren? Nun – allenfalls Kleinigkeiten. So ist die (gewiss bewusste) Überzeichnung von Mathildas Vater, Stiefmutter und -schwester als White-Trash-Sippe ein wenig zu albern geraten; und Gary Oldmans psychopathische Raserei (einhergehend mit Amphetaminsucht, grotesken Verrenkungen sowie einer besonderen Vorliebe für klassische Musik) wirkt aus heutiger Sicht wie ein Schurkenklischee. Letzteres ist jedoch vor allem der Tatsache geschuldet, dass der Stil des fraglos großartigen Oldman seither in unzähligen schlechten Streifen von unzähligen schlechten Darstellern unrühmlich zu kopieren versucht wurde.

Fazit

Léon – der Profi“ ist sensationell geschrieben, inszeniert und gespielt – und deshalb völlig zu Recht ein moderner Klassiker. Selten ergaben Action, Gefühl, Humor und Tiefgang ein so stimmiges Ganzes.

Autor: Andreas Köhnemann

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