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In der Fortsetzung des Action-Hits "Batman Begins" spielt Christian Bale unter Christopher Nolans Regie wieder die Rolle des Batman/Bruce Wayne, der nach wie vor gegen das Böse kämpft. Unterstützt von Lieutenant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Doch das schlagkräftige Dreiergespann sieht sich bald einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenübergestellt, der als Joker bekannt ist: Er stürzt Gotham in ein anarchisches Chaos und zwingt den Dunklen Ritter immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache.

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Kritik

„Man stirbt als Held oder lebt solange, bis man selbst der Böse wird.“

Mit „Batman Begins“ ist Christopher Nolan ein Fingerzeig dahingehend gelungen, welche Möglichkeiten dem modernen Comic-Kino inzwischen zur Verfügung stehen: Weg vom hypertrophen Heckmeck und grellen Albernheiten, hin zu ganz explizierten Grundsatzfragen, in denen sich der Zuschauer genauso spiegelt, wie sie den moralischen Kompass des Hauptakteurs im Inneren gebären. In „The Dark Knight“ wird endgültig und in aller Deutlichkeit aufgezeigt, dass die Grenzen zwischen Batman und Bruce Wayne (Christian Bale, „The Fighter“) vollkommen unterschiedlich gelagert sind: Es sind nicht nur die Gefechte der schwarzen Ritters, die Bruce Wayne am nächsten Morgen in Form von Hämatomen, gebrochenen Knochen und die ein oder andere Läsion austragen muss. Das Movens der Handlung von „The Dark Knight“ liegt daher auch im Abtasten der Gesinnung seiner titelgebenden gespaltenen Persönlichkeit. Ausgetragen wird diese ideologische Erforschung des maskierten Wächters im Kontext eines Rechtsstaates, der sich ebenfalls in der Pflicht sieht, sich selbst zu fragen, welche Mittel rechtens sind, um das eigene System aufrechtzuerhalten.

Wo zu Anfang noch in einigen aneinander montierten Tableaus der Eindruck suggeriert wird, dass Batman und der Polizeiapparat, angeführt vom später noch beförderten James Gordon (Gary Oldman, „Dame König As Spion“), den Verbrechenskampf inzwischen eigentlich relativ gut im Griff haben, legt sich mit dem Joker (Heath Ledger, „Brokeback Mountain“) ein anarchisches Prinzip über Gotham City, dessen Wege genauso unergründlich sind wie seine eigentliche Herkunft. In der ersten Szene sehen wir den wohl berühmtesten Widersacher Batmans dabei zu, wie er mit einigen Gehilfen äußerst strategisch einen Banküberfall vollstreckt, um sich dann wieder als ein Bösewicht zu beschreiben lassen, dem es darum geht, jeden Plan, jede Konvention, jeden Funken von Ordnung über den Haufen zu werden. Früher hatten Verbrecher in Gotham noch Werte, der widersprüchliche Geist des Jokers allerdings glaubt an nichts mehr und streut dort gezielt Unordnung, wo die Stadt gerade im Begriff war, genau diese ganzheitlich zu etablieren: Im Dunstkreis der Staatsanwaltschaft von Harvey Dent (Aaron Eckhart, „Thank You For Smoking“), der sich schließlich über die gesamte Metropole erstreckt.

Die gigantischen Fensterfassaden, in denen sich das gesamte Panorama einer Stadt reflektiert, sprechen von einer Wirklichkeit, in der auch wir uns, die Publikumsschaft, wiederfinden. Dass „The Dark Knight“ noch konkreter in unserer Wirklichkeit angekommen ist, impliziert nicht, dass es Christopher Nolan womöglich an Fantasie fehlen könnte, um ein profundes Comic-Universum mit der adäquaten Tendenz zum schrillen Fabulieren auszukleiden. Es steht daher, auch wenn Christopher Nolan diese Sichtweise beharrlich widerlegen möchte, auch gar nicht zur Debatte, dass „The Dark Knight“ sich auch als maßgebliche Replik auf eine Gesellschaft verstehen lässt, deren – primär dem 11. September geschuldeter - kollektiver Angstzustand sich bis tief ins Herz eines jeden Bürgers gefressen hat. Der Joker, schlecht geschminkt, schmatzend, nervös und verkommen, lässt Krankenhäuser in die Luft gehen, spricht Morddrohungen öffentlich aus und führt zuletzt nichts anderes im Schilde, als den strahlenden Harnisch des weißen Ritters, Harvey Dent, mit einer massigen Schicht Schlamm zu überziehen. Ist die Galionsfigur der Gerechtigkeit erst einmal gebrochen, steht auch Gotham vor seinem Untergang.

Christopher Nolan erzählt „The Dark Knight“ als stahlblaues Epos, in dessen Epizentrum Batman, sein Antipode, der Joker, sowie Harvey Dent in ein stetig konfligierendes Gewissensnetz gestoßen werden, in dem sich ein Held letztlich unkenntlich machen muss, um der Stadt die Hoffnung zu verleihen, die ihr beinahe vollends entrissen wurde. Die Action-Sequenzen sind mächtig, noch gigantischer als in „Batman Begins“ angelegt, der Sound poltert unnachgiebig nur so aus den Lautsprechern, lässt den Boden vibrieren, sobald das Batmobil durch die – aus der Vogelperspektive wie endlose Abgründe erscheinenden - Schluchten der Großstadt brodelt. Dass „The Dark Knight“ inszenatorisch so verdichtet wie tadellos ist, versteht sich irgendwo von selbst, drehbuchtechnisch aber offenbart auch „The Dark Knight“, dass Nolan es nicht vollends beherrscht, sein prominent besetztes Figurenarsenal gekonnt in die Dramaturgie einzuweben. Aber wenn man eine schillernde Persönlichkeit wie den entfesselt-intelligenten Joker in seinen Reihen trägt und von Heath Legder dermaßen prägnant verkörpern lässt, erscheint es ohnehin äußerst schwer, den restlichen Cast nicht gänzlich überstrahlen zu lassen.

Fazit

Auch „The Dark Knight“ setzt den von Christopher Nolan in „Batman Begins“ rehabilitierten Batman-Mythos äußerst hochwertig (und noch gigantischer) fort. Noch mehr als im Vorgänger schlägt Nolan eine Brücke zur Realität und stellt die Gepflogenheiten Gothams, und damit auch die jeweiligen Ideologien der Hauptakteure, in Konnex mit den moralischen Ansprüchen unserer Wirklichkeit. Den Vorwurf, etwas überladen zu sein, muss sich „The Dark Knight“ gefallen lassen, genau wie Comic-Puristen den phantastische Anklang der Vorlage schmerzlich vermissen werden. Als Replik auf den War on Terror samt kollektiver Angstzustände unserer Gesellschaft leistet „The Dark Knight“ als Blockbuster wirklich bestechend gute Arbeit.

Autor: Pascal Reis

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