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Die Sekretärin Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar und macht auf ihrer Flucht in einem abgelegenen Motel Station, das der eigentümliche Norman Bates leitet, der mit seiner Mutter im Haus neben dem Motel lebt. Als Marion sich frisch machen will, wird sie während des Duschens erstochen. Nachdem ein Privatdetektiv, der ihre Spur gefunden hatte, ebenfalls verschwindet, begeben sich Marions Freund Sam und ihre Schwester Lila auf die Suche. In Bates Motel, machen sie eine grausige Entdeckung.
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Kritik

In der langen Historie des Films gab es immer wieder Arbeiten, die die Grenzen des Erträglichen neu ausgelotet haben. So wurde in neue Bereiche des Erzählens vorgestoßen, vormals tabuisierte Themen aufgegriffen und somit die Grenzen des Publikums erweitert. Nicht immer mit kommerziellem Erfolg, immerhin ist das ja bekanntlich so eine Sache. "Psycho" hingegen war ein voller Erfolg. Mit einem Budget von 800.000 Dollar (heute ungefähr 5,5 Millionen Dollar), spielte er weltweit ungefähr 50 Millionen Dollar ein. Denkt man heute an Hitchcock, fallen jedem Cineasten sofort vier oder fünf Filme ein, die sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit eingebrannt haben. "Psycho" gehört definitiv zu diesen Filmen. Vielleicht ist er sogar Hitchcocks bekanntester Streifen.

Hitchcock, oft als "Master of Suspense" (Suspense ist die Erwartung eines Ereignisses, der Schwebezustand, in der sich eine Erzählung befinden kann) bezeichnet, lieferte im Jahre 1960 einen ganz besonderen Film ab. Wenn man das Budget betrachtet ist er eigentlich ein B-Movie. So waren auch die Hauptdarsteller Anthony Perkins und Janet Leigh bei der Entstehungszeit zwar keine unbeschriebenen Blätter, Perkins hatte 1957 für seine Leistung in "Lockende Versuchung" einen Golden Globe erhalten, dennoch waren die Protagonisten seinerzeit weniger bekannt. Dies änderte sich mit dem weltweiten Erfolg des Films. 

Hitchcock macht uns unterdessen die allgegenwärtige Bedrohung im Film nicht bildhaft bewusst, er lässt sie uns erahnen ohne sie konkret zu nennen. So ist die wohl berühmteste Szene des Films, die Duschszene, ein absolutes Meisterstück filmischer Umsetzung. Schnell geschnitten, hektisch und markant, sieht der Zuschauer dabei nie, wie das Messer den Körper verletzt, mit dem als Kunstbluterersatz verwendeten Schokoladensirup wird sparsam umgegangen. Der Soundtrack, das bekannte und später oft verwendete stakkatohafte Geigengekreische von Komponist Bernard Herrmann, entfaltet beim Einsatz in der bekannten "Duschszene" seine volle Wirkung.

Zwar wirken die Gewalt-und Schockszenen reichlich antiquiert, gar erscheint sie für heutige Verhältnisse mit einer gewissen Komik, für die damalige Entstehungszeit waren sie aber mit nichts zu vergleichen. Hingegen verliert das Spiel mit Licht und Schatten seine Wirkung nicht. Man hat das Gefühl, das Grauen versteckt sich lauernd in den Schatten. Der Plot wirkt allerdings oft nur als grober Rahmen den Hitchcock mit Bildern füllt. Auch die eine oder andere Länge schleicht sich so in der zweiten Hälfte des Films hinein, der finalen Wirkung tut das aber keinen Abbruch.

Der Name des jungen psychopathischen Motel Besitzers Norman Bates ist heute in den USA ein Synonym für einen Bösewicht. Der Charakter inspirierte Bret Easton Ellis bei der Entstehung von "American Psycho", dessen Protagonist Patrick Bateman sogar namentlich an den Motelbesitzer angelehnt ist.

Fazit

"Psycho" ist ein Meisterwerk, das in keiner Sammlung fehlen sollte. In Restaurierter 16:9-Fassung auf Blu Ray sehr zu empfehlen. Das American Film Institute wählte ihn zu Recht auf Platz 1 der besten amerikanischen Thriller aller Zeiten. Übrigens, Hitchcock verbot allen Kinobetreibern nach Filmbeginn noch Gäste in die Vorstellung zu lassen, da es die Atmosphäre stören würde. Das gilt heute noch genauso. Abschließend ein Zitat des deutschen Werbeplakats: "Pünktlich kommen … nichts verraten!"

Autor: Magnus Knoll

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