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Schon im zarten Alter von sechs Jahren ermordet Michael Myers in einer kalten Halloween-Nacht seine ältere Schwester. Er wird in ein Sanatorium eingewiesen, wo er von Dr. Sam Loomis (Donald Pleasence) betreut wird. Elf Jahre später gelingt ihm die Flucht, und Dr. Loomis weiß, dass Myers wieder morden wird…

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Kritik

Es braucht nicht mehr als eine Kürbislaterne, die als alleinige Lichtquelle das ewige Schwarz der Leinwand flackernd durchbricht, um den Zuschauer darauf einzustellen, was ihn mit Halloween – Die Nacht des Grauens erwarten wird: Das Erwachen einer bisher unbekannten Angst. So simpel wie diese Eröffnung auch erscheinen mag, so effektiv ist sie auch, gerade dann, wenn sich der ikonische Soundtrack aus dem Hintergrund zusehends intensiviert, was natürlich programmatisch für den gesamten Film steht, der John Carpenter (Das Ding aus einer anderen Welt) zu einem der größten Genre-Regisseure überhaupt erklären sollte. Der verbohrten Auffassung einiger Intelligenzblätter, die sich darüber echauffieren wollen, dass Halloween – Die Nacht des Grauen inhaltlich nur Kolportage ist, die dem Horrorfilm keine neuen Impulse abringen kann, muss natürlich entschieden entgegengestrebt werden.

Angesiedelt im verschlafenen Provinznest Haddonfield, welches kaum mehr als die romantisierte Illustration einer amerikanischen 08/15-Vorstadt darstellt, spürt John Carpenter hier einem essentiellen Gefühl nach, dem sich die Bewohner der Kleinstadt schon vor langer Zeit entledigt zu haben scheinen: Dem, der Angst. In der vierminütigen Exposition wird der Grundstein genau dafür gelegt, wenn wir uns in einer kongenialen Plansequenz in den Kopf von Michael Myers begeben, der als 6-Jähriger seine adoleszente Schwester mit mehreren Messerstichen abschlachten wird. Nach der Bluttat und dem Herunterreißen seiner Clown-Maske, blickt die Kamera dann schließlich frontal in das Gesicht eines kleinen Jungens und findet vor allem eine Sache vor: Gleichgültigkeit. Wie aber kann es sein, dass die (oberflächlich) personifizierte Unschuld (das Kind) zum personifizierten Bösen (der kaltblütige Triebtäter) umschlägt?

John Carpenter verweigert dem Zuschauer ersichtliche Antwortmöglichkeiten darauf, woher die Gewaltakte des Michael Myers rühren. Wenn man so möchte, dann ist Halloween – Die Nacht des Grauens in seinem (Nicht-)Umgang mit psychologischen Motiven beinahe schon anti-psychologisches Kino, was sich gerade innerhalb des Slasher-Gefildes als Wohltat offenbart, erinnert man sich mit Fremdscham-geschwängerten Schrecken an die küchenpsychologischen Konklusionen, die dieses (Sub-)Genre seit jeher an das Tageslicht gefördert hat, um Täter und Opfer in ihren Motivationen gleichermaßen zu decodieren. Halloween – Die Nacht des Grauens allerdings ist vielmehr ein Film, der sich damit beschäftigt, eine klare Stimmung einzufangen; der eine Zeit beschreibt, in der die Geister und der Spuk erwachen und damit auch der wahre Horror heraufbeschworen wird. Und da wird dieser filmgeschichtlich relevante Ultraklassiker dann doch noch psychologisch.

Denn dieses Manifest der Angst, welches Halloween – Die Nacht des Grauens umspannt, ist letztlich auch eine ausgiebige Analyse der Angst, die deren irrationales, ungreifbares Wesen abtastet, in dem sie eine verträumte Ortschaft, in der sich der Frieden von Haustür zu Haustür erstreckt, mit dem absoluten, dem ultimativen Bösen konfrontiert. Michael Myers rückt den Ansässigen wie auch den Zuschauer all die Alpträume zurück in das Bewusstsein, über die sie dachten, endgültig hinausgewachsen zu sein: Die Angst vor fehlender Moral. Die Angst vor der Abwesenheit eines Gewissens. Der Kontrollverlust. Das Fehlen jedwedes Differenzierungsvermögen: Jenseits von Gut und Böse, von Recht oder Unrecht – und von Leben und Tod. John Carpenters beispielhafter Minimalismus, in dem es gerade die Kameraführung ist, die das Geschehen strukturiert, koordiniert und dem Schrecken Kontur gibt, ohne ihn zu entschlüsseln, beweist sich auch heute noch als formvollendeter Angstmacher.

Fazit

Meisterwerk, Meisterwerk, Meisterwerk. Alles, an diesem Film ist ikonisch. Was simplistisch anmuten mag, speist sich in Wahrheit aus einem formvollendeten Minimalismus, der sich wie ein kalter Würgegriff um den Hals des Zuschauers legt und damals wie heute packt, bedrängt, verstört. "Halloween – Die Nacht des Grauens" ist wohl nicht nur die das Genre revolutionierende Mutter des Slasher-Films, sondern auch eine der treffendsten Analysen der Angst, deren irrationales Wesen John Carpenter hier ausgiebig erforscht.

Autor: Pascal Reis

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