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Ein winzige Veränderung – und die Zukunft könnte Geschichte sein. Nicht alle nehmen diese Warnung ernst. Ein mächtiger und ehrgeiziger Politiker nutzt die streng geheime Zeitreise-Technik und beschließt, seine Vergangenheit zu manipulieren, um seinen Weg ins Weiße Haus freizumachen. Doch der Elite-Polizist Max Walker, Mitglied der staatlichen Geheimorganisation Time Enforcement Commission, hat geschworen, solche Pläne zu vereiteln. Schnell gerät er allerdings selbst in Versuchung, die Vergangenheit zu verändern, um den lange zurückliegenden Mord an seiner Frau ungeschehen zu machen. Van Damme überzeugt in einer sehr sympathischen Rolle – außer wenn es beinhart zur Sache geht: Dann schlägt, tritt, sticht, ballert er um sich und benutzt dabei jede Waffe, die er in die Finger bekommt.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Für viele gelten die späten 80ger Jahre und die 90ger als goldenes Zeitalter für Actionfilme. Zahlreiche gute Actionstreifen und unzählige mittelmäßige Streifen wurden nach dem Erfolg von Stirb Langsam und Lethal Weapon nach dem gleichen Schema produziert. Doch es wurde nicht nur kopiert; Aufgrund der Technik war es möglich, futuristische Ideen in seine Actionstreifen einzubauen, bzw. den Film darauf aufzubauen. Bestes Beispiel hierfür ist wohl Total Recall. Doch neben den Filmen, welche selbst heute noch Referenzen sind, waren diese Jahre auch die Zeit der Actionhelden. Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und unzählige mehr machten sich quasi Unsterblich. Das es den einen dabei besser erging als anderen ist kein Geheimnis. Nicht umsonst sehen wir einige noch in Großproduktionen, andere wiederum nur Direct to DVD Produktionen. Steven Seagal beispielsweise dreht zwar Filme am laufenden Band, doch über die Qualität der Streifen soll hier kein Wort verloren werden. 

Warum diese lange Einleitung? Vermutlich weil es auch Jean-Claude Van Damme aka „The Muscles from Brussels“ ähnlich erging. Ende der 80ger machte er mit Karate Tiger und Bloodsport auf sich aufmerksam und drehte unzählige Actionstreifen in den 90gern. Doch sein Zenit war Mitte der 90ger Jahre schon wieder vorbei. Was folgte waren diverse B-Movie Produktionen, allesamt nach demselben Schnittmuster, welche nicht mehr die Qualität seiner „Klassiker“ erreichen konnten. Doch 1994 war er noch dick im Geschäft und drehte mit Peter Hyams den Sci-Fi Actionfilm Timecop. Doch sehen wir uns 22 Jahre nach Veröffentlichung den Film einmal genauer an und schauen, ob mit Timecop ein zeitloser Klassiker allá Terminator 2 geschaffen worden ist, oder nur ein Actionreißer nach Schema F, welcher in der Masse untergeht.

Bei Timecop handelt es sich um eine Comicverfilmung. Im Jahr 2004 ist es möglich, Zeitreisen zu bestreiten. Und da diese Technologie natürlich auch für dubiose Geschäfte und kriminelle Handlungen genutzt werden könnte, muss es eine Behörde geben, welche die Einhaltung der Regeln überprüft und Verstöße korrigiert. Und Van Damme´s Charakter Max Walker ist einer dieser Timecops. Nach einem tragischen Mord an seiner Frau lebt er nur noch für seine Arbeit. Die meisten kennen die schauspielerischen Möglichkeiten von Van Damme und wissen, dass diese begrenzt sind. Doch tatsächlich macht er in Timecop eine gute Figur. Zwar möchte man nicht von schauspielerischen Höchstleistungen sprechen, aber seinen recht eindimensionalen Charakter verkörpert er passend und angebracht.

Doch mal ehrlich, wen interessiert hier schon das schauspielerische Talent sämtlicher Akteure? In einem solchen Film geht es um die Action, die Story und die Ausstattung. Setzen wir also einen Fokus auf diese drei Punkte.  Geschichten rund um Zeitreisen sind immer so eine Sache. Irgendwann beginnt es einfach unlogisch zu werden und es entstehen Zeitreiseparadoxen. Dies ist hier nicht anders. Doch anstatt kleine Fehler und Logiklöcher zu haben, zieht Timecop alle Register. Eigentlich stimmt hier nichts. Je länger man über die offensichtlichen Fehler nachdenkt, umso schlimmer wird es. Auch wird das Thema Zeitreisen nicht wirklich gut genutzt. So viel verschenktes Potential. Eigentlich dient die Geschichte rund um Zeitreisen nur dazu, dass Van Damme mit sich selbst im Doppelpack gegen die Bad Boys kämpfen kann.

Lassen wir das diffuse und löchrige Story Konstrukt einmal außen vor.  Eigentlich möchte der Actionfan nur sehen, wie der Muskel aus Brüssel ordentlich austeilt. Und das tut er. Action gibt es genug, sodass die Laufzeit von knapp 98 Minuten wie im Flug vorbeizieht. Der Fokus wird hier selbstverständlich auf die körperliche Kondition und Fähigkeiten von Van Damme gelegt. Vermutlich wird sich niemand im Kampf einfach mal in den Spagat fallen lassen, aber Van Damme kann es also warum nicht machen. Neben den Kämpfen Mann gegen Mann hat Timecop auch noch diverse Shootouts, welche allesamt positiv auffallen.

Doch schaut man genau hin merkt man, dass Hyams Werk nicht mit den großen Genreklassikern mithalten kann. Dies liegt eher daran, dass Timecop etwas in die Jahre gekommen ist. Sowohl die Kampfszenen, als auch die Ausstattung sind etwas Oldschool und nicht mehr zeitgemäß. Was 1994 vielleicht noch für große Augen gesorgt hat, wirkt heutzutage unfreiwillig komisch. Alleine die Optik der Zukunft wirkt nicht futuristisch, sondern befremdlich. Da möchte man dem Film selbst jetzt keinen Vorwurf machen, immerhin hat er schon über 20 Jahre auf dem Buckel, jedoch ist er einfach nicht so gut gealtert wie andere Genrevertreter. Doch irgendwie möchte man nun daraus keinen Kritikpunkt machen. Weder Regisseur noch Cast und Crew wussten, dass die eigentliche Zukunft ganz anders aussieht und die geschaffene Zukunft heutzutage albern wirkt.

Fazit

Was bleibt, ist ein netter Oldschool-Streifen für zwischendurch, welcher sich allerdings nicht mit den Genreklassikern messen kann. Für 98 Minuten Kopf-aus-Kino reicht es dennoch. Besonders Nostalgiker kommen hier voll auf ihre Kosten. Doch leider ist der Film etwas schlecht in die Jahre gekommen, was man ihm aber nicht vorwerfen möchte. "Timecop" ist kein Highlight, aber gutes und solides 90ger Jahre Actionkino.

Autor: Christian Kühnemann

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