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Der weltbeste Bodyguard bekommt einen neuen Klienten, einen Auftragsmörder, der vor dem internationalen Gerichtshof aussagen soll. Obwohl sie ihre Differenzen haben, müssen die beiden sich zusammenraufen, um es rechtzeitig und vor allem lebendig zu dem Prozess zu schaffen.
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Kritik

Mit Killer´s Bodyguard bringt Patrick Hughes (Red Hill) nach The Expendables 3 seine dritte Regiearbeit auf die große Leinwand. Eine laute und lustige Actionkomödie mit dem Charakter eines Road Trip-Movies. Der zweistündige Streifen setzt dabei mit keiner neuen Prämisse ein. Michael Bryce, ein überdurchschnittlich professioneller Bodyguard bietet seine Dienste nur den Reichsten der Reichen an und lebt demnach in purem Wohlstand. Als dann jedoch ein angesehener Klient stirbt, während Bryce seine Dienste für seine Sicherheit leisten sollte, zerreißt dieser Fehltritt nicht nur seinen Ruf, sondern zieht ihm auch den teuren Teppich unter den Füßen weg. Und schon zu Beginn liefert Ryan Reynolds (Deadpool) einen Gag nach dem anderen, die jedoch alle so wenig zünden wie Platzpatronen. Der Humor ist platt, primitiv und wiederholt sich ständig, denn wenn ein Witz nicht funktioniert, so funktioniert er sicherlich beim zweiten Mal, oder nicht? Wenn dann auch noch Samuel L. Jackson (Pulp Fiction) in die Handlung stürzt, sinkt das Niveau umso tiefer. Ständige Beleidigungen und teuflische Gelächter in vollkommen unangebrachten Situationen scheinen die Charakterstärke seiner Figur Darius Kincaid zu sein. 

In Hinblick auf die Action haben die Trailer zuvor einiges verheimlicht, denn entpuppt sich die komödiantische Ballerreise als überaus brutaler Spaß. Explizit dargestellte Kopfschüsse, brechende Knochen und aufgeschlitzte Kehlen bringen einen düstereren Ton in die sonst so lockere Atmosphäre des Films. Allerdings wusste man aber auch hier nicht, wann Schluss ist und lässt neben den einen oder anderen akzeptablen Schlägereien, die von der Choreographie und Inszenierung an Agentenkollegen wie Jason Bourne oder James Bond erinnern,  eine verrückte Schießerei auf die nächste folgen. Und wie es sich für einen Agentenfilm gehört wird dabei nicht nur eine Stadt auseinander genommen, sondern reist das schießwütige Duo quer durch Europa und hinterlässt dort seine Spuren. Die Schauplätze wirken dabei echt schön in Szene gesetzt, auch wenn von diesen nach dem Auftritt von Bryce und Kincaid nicht viel übrig bleibt. 

Musikalisch hat sich Killer´s Bodyguard mit dem Score vor allem am Vorbild James Bond orientiert. Natürlich ist dies bei einer solchen parodistischen Darstellung der Agenten-/Auftragskillerszene eine nette Geste, mehr aber auch nicht. Und auch für die coolen Auftritte bzw. Abgänge der beiden Protagonisten wurden Tracks ausgesucht, die die lässige Burschikosität der beiden untermauern sollen. Das klappt vielleicht bei Andy Samberg (Popstar: Never Stop Never Stopping) in Brooklyn Nine-Nine, aber in Killer´s Bodyguard kauft der Zuschauer den beiden Leinwandtölpeln ihre lachhafte Farce keineswegs ab. Nach dem Kinobesuch sind die Soundtracks genauso schnell wieder aus dem Sinn, wie die Namen der beiden Protagonisten. 

Mit Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson wurden zwei Größen Hollywoods gecastet, die für ihr komödiantisches Talent nicht gerade unbekannt sind. Reynolds, der mit seinem typischen Gesichtsausdruck eines nichtsahnenden in Mitleidenschaft gezogenen Vorzeigeburschen ein wenig Charme in den Film bringt, hat ohne Frage einiges an Potential zu bieten, doch letzten Endes möchte die Chemie zwischen ihm und Jackson einfach nicht funktionieren. Mit Gary Oldman (The Dark Knight) als Antagonisten denkt der eine oder andere Zuschauer vielleicht an ein Wiederaufleben seiner Rolle aus Léon - Der Profi, jedoch ist diese Besetzung mehr als nur verschenkt. Denn mehr als ein paar russische Worte und gemütliches Rumlungern im Gerichtssaal bekommt das Publikum von Oldman nicht zu hören beziehungsweise sehen.   

Fazit

"Killer´s Bodyguard" wirkt zunächst wie eine solide Actionkomödie, von denen jedes Jahr einige ihren Weg ins Kino finden. Nach wenigen Minuten wird der Zuschauer aber in einen Sumpf aus flachem Humor, überspitzter Action und zweier Charakterentwiklungen, die zum größten Scherz des Films werden, geworfen und darf sich dieses anstrengende Unterfangen ganze 120 Minuten über sich ergehen lassen. Wie nach einier langatmigen, aufmürbenden Reise kommt nach dem Kinobesuch von "Killer´s Bodyguard" der Drang auf, sich einige Stunden vom Rest der Welt abzukapseln und sich von der turbulenten Fahrt zu erholen. Nach solch einem miserablen und substanzlosen Werk sollte sich Hughes überlegen, ob er nicht einen 1A-Profi-Bodyguard engagieren möchte.   

Autor: Oliver Koch

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