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Robert McCall ist ein ehemaliger Agent eines Spezialkommandos, der seinen Tod vorgetäuscht hat, um in Boston in Ruhe leben zu können. Als er eines Tages aus seinem selbstgewählten Ruhestand zurückkehrt, um ein junges Mädchen namens Teri zu retten, steht er plötzlich ultragewalttätigen russischen Gangstern gegenüber. Während er sich an denen rächt, die sich brutal an Hilflosen vergreifen, erwacht McCalls Gerechtigkeitssinn zu neuem Leben. Wenn jemand ein Problem hat, sich die ganze Welt gegen ihn verschworen hat, und er sich an niemanden sonst wenden kann, wird McCall ihm helfen. Er ist der Equalizer.
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Kritik

Von 1985 bis 1989 sorgte „DerEqualizer“ im amerikanischen Fernsehen dafür, dass die Hilfslosen nicht länger hilflos sind. Der Held der Serie war eine Art urbaner Robin Hood, der dem Verbrechen den Kampf ansagte und dabei auch gerne mal etwas ruppig zu Werke ging. Wenn man so will eine Art „The Punisher“, nur halt dann doch etwas milder und zielgruppenorientierter als Marvels knallharter Bestrafer. Die Serie von Michael Sloan und Richard Lindheim war recht erfolgreich, ein echter TV-Klassiker oder –Evergreen war sie aber nicht. Dennoch kehrt der Equalizer nun zurück und zwar auf die große Kinoleinwand. Diesmal nicht gespielt von Seriendarsteller Edward Woodward („The Wicker Man“), sondern von Superstar Denzel Washington („American Gangster“), der hier zum zweiten Mal mit Regisseur Antoine Fuqua („King Arthur“) zusammenarbeitet.

Gemeinsam arbeiteten Washington und Fuqua zuvor bei „Training Day“ zusammen. Washington erhielt für seine Rolle eines korrupten, vielschichtigen Cops einen Oscar. Jetzt, bei „The Equalizer“, darf er einen ehemaligen Superagenten mimen, der zurückgezogen in einem kleinen Apartment lebt und seine Brötchen als Filialleiter in einem Baumarkt verdient. Dem Thriller- und Action-Genre entsprechend, muss er diese selbstgewählte Ruhe brechen. Dafür lässt sich der Film recht viel Zeit, was der simplen, aber dennoch funktionellen, Figurenzeichnung zu Gute kommt. Wenn Washington alias Robert McCall zum ersten Mal zeigt, dass er mehr kann als Zementsäcke stapeln, ist die Durchschlagskraft seiner Taten immens. „The Equalizer“ besitzt im Vergleich zu anderen Genrebeiträgen ähnlicher Couleur, recht wenig Actionszenen. Diese inszeniert Fuqua aber geradlinig, eisern und hart. Statt Stakkato-Schnitte, Kamerapurzelbäume und wilden Zooms behält Oscar-Preisträger Mauro Fiore mit seiner Kamera stets die Orientierung. Dazu hat die Action ein eher gedämpftes Tempo. Ein schöner Gegenentwurf zur ADHS-Action aktueller Blockbuster.

Auch das Spiel mit dem Licht gelingt Fiore wirklich gut. In den Szenen, in denen Robert in seinem Diner sitzt und liest, wirkt das Geschehen fast wie ein Gemälde von Edward Hopper. Es sind nur kurze Augenblicke, aber sie dienen der Atmosphäre und lassen oftmals vergessen, dass „The Equalizer“ mit über zwei Stunden mehr als nur eine Minute zu lang ausgefallen ist. Schade jedoch, dass Antoine Fuqua scheinbar der klar ausformulierten Stilistik seines Films nicht immer vertraut. Und so schiebt er ab und an immer wieder effekthascherische, visuelle Spielerein in die Inszenierung (z.B. McCalls Fähigkeiten einen Raum und die Menschen in ihm innerhalb von Sekunden zu analysieren), die sich anfühlen wie ungelenke Anschmeichelungen an moderne, pop-kulturell fokussierte Actionfilm wie „Fast & Furious Five“. Das passt leider so gar nicht ins Konzept des Films, wird aber bestimmt für viele eines der Highlights sein. Wobei es eigentlich der Showdown ist, der wirklich überzeugt. Es ist wohl am einfachsten, ihn als eine Art „Kevin - Allein zu Haus“ für Genre-Fans zu beschreiben. Statt vereisten Stufen und Glas vorm Fenster, gibt es hier weit aus brutalere und tödlichere Fallen. Eine wirklich gut inszenierte und vor allem spannende Angelegenheit.

Abseits seiner meist klaren Bildsprache und eruptiven Gewaltspitzen ist „The Equalizer“ vor allem eines: ein Klischeefest. Korrupte Cops, böse Russen, arme Prostituierte usw. Ein wahrer Reigen aus Stereotypen erwartet den Zuschauer. Das trifft vor allem auf den Antagonisten Teddy (Marton Csokas, „xXx – Triple X“) zu. Allerdings geht die stumpfe wie billige Phrasenmechanik – zumindest bei dieser Figur – auf. Teddy ist wunderbar hassenswert und strahlt verschlossene Aggressivität aus, die, wenn sie Freilauf erhält, für unbarmherzige Brutalität sorgt. Teddy ist wirklich der passende Konterpart zu Robert McCall. Allerdings war es dann auch schon, was „The Equalizer“ an charakterlichen Qualitäten zu bieten hat. Chloe Grace Moretz („Kick-Ass“) darf den expositionellen Teil des Geschichte vorantreiben und verschwindet dann und auch schon wieder. Bill Pullman („Independence Day“) und Melissa Leo („Prisoners“), die übrigens in der Originalserie in einer Episode mitgespielt hat, schnuppern noch kürzer - nur für wenige, nicht wirklich brauchbare Minuten - vorbei und entfliehen dann wieder auf nimmer Wiedersehen. Einzig David Harbour („James Bond 007 – Ein Quantum Trost“) darf als Bad Cop Masters ein wenig mehr Zeit auf der Leinwand verbringen, als andere. Schade allerdings, dass Harbour hier nicht so überzeugen kann, wie in „Ruhet in Frieden – A Walk Among the Tombstones“ (ab 13. November im Kino), in dem er als eiskalter wie pervertierte Serienkiller für psychischen Ekel und Gänsehaut sorgte. „The Equalizer“ ist eine One-Man-Show für Denzel Washington. Das wird sich wohl auch kaum beim bereits bestätigten Sequel ändern.

Fazit

Die erneute Kooperation zwischen Antoine Fuqua und Denzel Washington dürfte Genre-Fans nicht übermäßig sättigen, aber für den kleinen Hunger taugt „The Equalizer“ durchaus. Ein klar formulierter wie strukturierter Action-Thriller, der ein wenig mehr auf seine eigene Geradlinigkeit sowie sein Cast hätte vertrauen sollen.

Autor: Sebastian Groß

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