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Inhalt

Nachtwächter Larry und seine historischen Freunde aus dem Museum wie Octavius, Jedidiah und Teddy Roosevelt müssen eine abenteuerliche Reise nach London ins Britische Museum unternehmen, um ihr Überleben zu sichern. Denn die Tafel von Akmenrah beginnt ihre Magie zu verlieren und nur die ursprünglichen Besitzer - die Eltern des Akmenrah - wissen wie diese erhalten werden kann. Hier angekommen, erwachen ganz neue historische Figuren zum Leben, so dass Larry und seine Freunde von einem Abenteuer ins nächste stolpern. Aber die Zeit drängt, denn die Tafel verliert mehr und mehr ihre Kraft...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Zum dritten Mal bekommt es Ben Stiller als Nachtwächter Larry Daley mit zum Leben erweckten Museumsexponaten zu tun. Diesmal verschlägt es den liebenswerten Familienvater von New York nach London, denn hier erhofft er die Antwort auf die Frage, wie er den Verfall der magischen, goldenen Tafel, die des Nachts das Museum zum liebenswerten Tollhaus werden lässt, aufhalten kann. Das Entfliehen aus dem New Yorker Naturkundemuseums war zwar schon in den beiden Vorgängern zu sehen, doch noch nie wurde es zum eigentlichen Konzept gemacht. Diese Art von Flucht aus allzu bekannten Gefilden ist immer ein Zeichen dafür, dass den Filmemachern nichts Neues mehr einfällt und beinhaltet damit auch die große Chance frischen Wind in eine Filmreihe zu integrieren.

Bei „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ ist diese Flucht allerdings nichts weiter als bloße Peripherie. Im Kern bleibt alles beim Alten. Es gibt nur neue Museumsstücke, die zum Leben erweckt werden, dabei jedoch auch meist nur die bereits bekannten Attraktionen, wie etwa das T-Rex-Gerippe Rexy, fast 1:1 ersetzen. Lediglich mit Ritter Lanzelot gibt es einen Neuzugang, der die Reihe etwas neuer Vitalität bereichert. Dargestellt wird dieser von Dan Stevens, der nach eher ernsten Rollen wie „Ruhet in Frieden - A Walk among the Tombstones“ oder „The Guest“ hier beweist, dass er durchaus auch komödiantisches Talent besitzt. Allgemein hat „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ die Stärke, eines sehr spielfreudigen Ensembles auf seiner Seite. Traurig ist es aber schon, dass das Drehbuch ausgerechnet aus dem viel zu früh verstorbenen Robin Williams eine fast schon reinrassige Marginalfigur macht. Insgesamt leidet die Fantasy-Komödie recht deutlich daran, dass sie sich noch mehr als Teil 2 auf bloßes Spektakel fokussiert.

Das Herzliche und Liebenswerte des allerersten Teils bleibt so zu oft auf der Strecke. Das ist umso bedauerlicher, da somit auch die Chance vertan wurde, aus der Flucht vorm bereits narrativ abgegrasten New Yorker Naturkundemuseum wirklich etwas herauszuholen. Einzig einmal gelingt es Regisseur Shawn Levy das immer wieder lodernde Spektakel des Films für etwas wirklich Pfiffiges zu nutzen. Wenn Larry, Präsident Roosevelt und Lancelot auf der Jagd nach der magischen Tafel in ein Bild des Künstler M.C. Escher gelangen und dort die Physik und die Perspektive verrücktspielen, gelingt „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ eine der aufsehenerregendsten aber auch peppigsten Blockbuster-Szenen des letzten Kinojahres. Neben dieser Sequenz wirkt der Rest eher beliebig und wenig erwähnenswert. Dennoch, als reinrassige Familienunterhaltung macht „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ vieles richtig: Die Figuren sind liebenswert, empathisch und bieten genug komödiantische Fallhöhe (außer Stillers Larry Daley, der mittlerweile einfach zu abgebrüht erscheint), die Effektkünstler haben an ihren Rechnern wirklich gute Arbeit geleistet und erschaffen via CGI durchaus faszinierende visuelle Spielereien, die Geschichte ist einfach verständlich und versucht nie mehr zu sein als simple Unterhaltung und wer die Vorgänger kennt und mochte darf sich darüber hinaus über die eine oder andere emotionale Szene freuen. Große Kunst sieht anders aus, aber vor allem für Kinder dürfte „Nacht im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ wohl ein abenteuerliches und befriedigendes Ende der Trilogie sein (was nicht heißen soll, dass das Studio Fox die Filmreihe jetzt ruhen lassen wird).

Betrachtet man „Nacht im Museums – Das geheimnisvolle Grabmal“ aber nicht durch die family entertainment- Brille so wird schnell klar, dass hier hauptsächlich nur bereits zweimal durchexerzierte Strukturen wiederholt werden. Kaschiert wird das durch gut aufgelegte Darsteller (Ben Stiller darf sogar in einer Doppelrolle agieren), nette Cameos und eine Erhöhung der Actionanteile, die manchmal ge- und manchmal misslungen sind. Sollten die Fox Studios mit Teil 3 die Museumstüren wirklich schließen, wäre dies ein durchaus brauchbares Ende für eine Reihe, die immer darin bestrebt war, mit anderen großen Fantasyfilmen für die ganze Familie konkurrieren zu wollen und somit recht häufig Opfer einer eher bräsigen wie uninteressanten Größer, Schneller, Weiter-Mentalität wurde.

Fazit

Die Chance etwas Neues aus der Filmreihe herauszuholen wurde nicht wirklich genutzt. „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ bricht zwar aus dem bekannten Naturkundemuseum aus, nimmt aber alles Bekannte mit ohne es in irgendeiner Form aufzufrischen. Ein wenig mut- aber auch phantasielos. Als reinrassiger Familienblockbuster besitzt Teil 3 aber durchaus akzeptable Qualitäten.

Autor: Sebastian Groß

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