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Nick, Dale und Kurt haben es endgültig satt, die Anweisungen ihrer Vorgesetzten auszuführen. Deshalb gründen sie ihre eigene Firma. Doch ein aalglatter Geldgeber zieht ihnen im Handumdrehen den Boden unter den Füßen weg. Weil die abgezockten Jungunternehmer keinerlei Regressanspruch haben, entwickeln sie in ihrer Verzweiflung einen windigen Plan: Sie wollen den erwachsenen Sohn des Investors kidnappen - um im Gegenzug die Kontrolle über ihre Firma zurückzubekommen.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Sequels, Prequels, Franchises. Auch das Komödiengenre bleibt davon nicht verschont. Das Problem dieser Erscheinung muss man eigentlich gar nicht mehr kommentieren. Viel erfreulicher ist es doch über Filme zu reden, die eigentlich gar kein Sequel notwendig hatten und es dennoch überzeugend auf die Leinwand brachten. So wie es “22 Jump Street” dieses Jahr tat. Der Film war zwar weder frisch, noch wirklich relevant, dennoch zauberten die Macher, aufgrund gelungener Selbstreferentialität und eines extrem charmanten Hauptdarstellerduos, einen erneut äußerst komischen und kurzweiligen Film auf die Leinwand. “Kill the Boss 2” lässt sich nun in vielerlei (negativer) Hinsicht mit “22 Jump Street” vergleichen. Ein scheinbar absolut unnötiges Sequel eines überraschend witzigen und einfallsreichen ersten Teils, welches nun versucht den Zuschauer durch das “Höher, Schneller, Weiter”-Prinzip erneut von seiner Daseinsberechtigung zu überzeugen. Das Problem: “Kill the Boss 2” ist schlichtweg zu selten wirklich komisch und vergisst ein nötiges Augenzwinkern, wodurch ihm der Charme und Witz eines “22 Jump Street” leider durch und durch abgeht und die Lachmuskeln des Zuschauers so doch nur erstaunlich sporadisch bewegt.

Ein Film wie “Kill the Boss 2” hat es zunächst zur Aufgabe dem Zuschauer erfolgreich zu suggerieren, dass es sich hier nicht nur um einen lahmen Aufguss vom ersten Teil handelt, der alles, was damals überraschend funktionierte, nochmal recycelt und dadurch in abgedroschene Humortiefen wirft (oder eben dies tut aber es wenigstens auf einer Metaebene augenzwinkernd kommentiert). “Kill the Boss 2” schafft es aber nicht diese Hürde zu überwinden, da zu aller erst die auf Missverständnissen, kuriosen Dialogen und viel Körpereinsatz basierenden Gags überraschend selten funktonieren wollen. Womit der Film auch seine zweite Aufgabe leider nicht vollends erfüllen kann: Den Zuschauer zu unterhalten! Ein Umstand, den "Kill the Boss 2" mit vielen schnell geführten und lauten Dialoggefechten scheinbar überstrahlen will. So wirkt Charlie Day (“Its always sunny in Philadelphia”) mal wieder so, als hätte er sich vor jedem Take eine Line Koks reingezogen, Jason Sudekis (“Wir sind die Millers”) wird auf seine Naivität und seinen blöden Gesichtsausdruck reduziert und Jason Bateman (“Voll abgezockt”) darf eindimensional und ohne wirkliche Entwicklung das gute Gewissen der Gruppe spielen.

Ändern tut dies jedoch nichts an der Tatsache, dass die drei Kinder in den Körpern von Erwachsenen wieder erstaunlich gut als Gruppe funktionieren. Die drei haben eine äußerst beachtliche Chemie untereinander und schaffen es allein durch den Spaß, den sie durch den dargestellten Jux auf den Zuschauer übertragen, viele Szenen und Gags zu retten. In dem Zuge sind auch die Cameos natürlich eine feine Sache. Ob nun Knastbruder Kevin Spacey(“Der große Crash”), der hier einen wunderbaren Ausraster hinlegen darf, Zahnarzt-BitchJennifer Aniston(“Wanderlust”), der die Sexsucht immer noch gut steht oder Verhandlungsprofi Jamie Foxx (“Django Unchained”) in seiner Paraderolle des Motherfucker Jones. Auch Chris Pine (“Star Trek into Darkness”) fügt sich homogen in die Gruppe ein, obwohl sein Charakter blasser und fadenscheiniger kaum sein könnte, während der großartige Christoph Waltz (“Big Eyes”) in seiner generischen Rolle als böser Firmenchef leider total verheizt wird.

 "Kill The Boss 2" mag, trotz einer dem ersten Teil sehr entsprechenden Atmosphäre, einfach nicht so recht zu unterhalten. Viele der Schimpftiraden wirken forciert und selten natürlich. Wo in Teil 1 oder Filmen wie “This is the End” das gelegentliche Fluchen mit den Figuren harmonierte und auf humorvoller Ebene aufging, wirken die Flüche in “Kill the Boss 2” zu gewollt und halten oft als einizger Gag her, über den eine Szene verfügt. Und ein abgefahrener Dialog wird nicht automatisch dadurch komischer, nur weil jemand “fuck” oder “Bitch” hundert Mal wiederholt. In dem Zuge dieser arg erzwungenen Momente des Films reiht sich auch die Geschichte ein, die zwar besser funktioniert als zunächst angenommen, aber dennoch nicht mehr als eine typische, zich tausend mal gesehene Kidnap(p)ing-Story abspult. Und am ersten "Kill the Boss" (der deutsche Titel passt übrigens auch nicht mehr) war es ja eben auch die kuriose Story, die überraschend gut aufging und den Zuschauer so blendend unterhielt.

Das alles sind enorm viele Kritikpunkte, die einem spaßigen Erlebnis natürlich unerbittlich im Wege stehen und am Ende leider dazu führen, dass das Sequel zu “Kill the Boss 2” genau so erzwungen daherkommt, wie man es vermuten und befürchten konnte. Zudem funktionieren die eigentlichen Gags schlichtweg überraschend selten, was viele der lauten und panischen Wortgefechte eher anstrengend, als wirklich witzig macht. Letztlich sind es diverse gelungene und sehr spaßige Einzelszenen, die coolen Cameoauftritte sowie das gut aufgelegte Hauptdarstellertrio, die den Film vor dem Totalausfall bewahren, die aber nicht darüber hinwegtäuschen können, dass das Sequel zu “Kill the Boss” einfach nur unnötig und höchst gewollt wirkt.  

Fazit

"Kill the Boss 2" wirkt, wie man es befürchten konnte, eher wie ein unnötiges, erzwungenes und selten komisches Sequel, als wie eine charmante und selbstreferenzielle Fortsetzung à la “22 Jump Street”. Die gelungenen Cameos, das charmante Hauptdarstellertrio und einige erfolgreiche Einzelsezenen bewahren den Film dennoch vor dem Totalausfall. Über den typischen R-rated Hollywood-Komödien-Einheitsbrei mag sich "Kill the Boss 2" aber leider nicht mehr erheben.

Autor: Thomas Söcker

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