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Die Komödie "Das ist das Ende" erzählt die Geschichte von sechs Freunden, die sich gefangen in einem Haus wiederfinden, nachdem eine Reihe mysteriöser Vorfälle Los Angeles katastrophal verwüstet hat. Während sich die Menschen draußen allmählich wieder berappeln, wird die Freundschaft der sechs Eingeschlossenen angesichts schwindender Vorräte und des einsetzenden Lagerkollers auf eine harte Probe gestellt. Dann aber müssen sie das das Haus verlassen und sich ihrem Schicksal und der wahren Bedeutung von Freundschaft und Wiedergutmachung stellen.
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Kritik

Adam Sandler macht es vor: Die engen Schauspielfreunde zusammentrommeln, die Kamera laufen lassen und das Resultat in die Kinos bringen – aktuell ist dafür „Kindsköpfe 2“ ein sehr gutes Beispiel. Von den Kritikern meistens zerrissen, scheinen die neueren Sandler-Filme alle fast durchweg negative Resonanz zu bekommen und dennoch vergeht kaum ein Jahr, in welchem er nicht im Kino zu sehen ist. Über die Legitimation darf gestritten werden, eines aber ist klar: die breite Masse will solche Filme dennoch sehen: Man kennt die Schauspieler – auch wenn es sich oft darauf beschränkt, dass Kevin James „der Typ aus King of Queens“ ist – man weiß, was man bekommt und wünscht sich, nach einer Wasserrutschenpartie der Kollegen Sandler, James, Tucker und Spade ähnliches zu erleben. Dass es auch besser gehen kann, beweist nun das Projekt „Das ist das Ende“. Die Handlung von „Das ist das Ende“ ist einfach und dennoch wirr – und schaut so aus, als feiern die Freunde Seth Rogen, James Franco, Jay Baruchel, Jonah Hill, Craig Robinson und viele andere einfach eine Party. Dann gibt es ein Erdbeben, ein Loch tut sich auf und die Hölle auf Erden bricht herein – der übliche Ablauf eines Samstagabends in Hollywood halt. Die genannten Schauspieler, die alle sich selbst verkörpern, müssen sich fortan in Francos Haus verbarrikadieren und einen Weg aus der Not finden. Grob zusammengefasst, ist es das schon gewesen, doch die Handlung interessiert bei „Das ist das Ende“ nur semi – eine Stärke, wie sich später herausstellen soll. Es ist der Humor und das „Sein“ der Schauspieler an sich, was den Film ausmacht. Es ist eine neue Generation des Sandler-Packs: die Darsteller von „Das ist das Ende“, egal wie klein ihre Rollen auch sind, kennen sich, sind Freunde und haben schon bei vielen Projekten untereinander mitgewirkt. Sucht man das Ende aller Stricke, landet man zumeist bei Seth Rogen, der in dem Film sowohl als Darsteller, als auch zusammen mit Evan Goldberg als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor mitgewirkt hat. Diesbezüglich lässt sich die Kette fortführen: Rogen und Goldberg haben zusammen das Drehbuch zu „Superbad“ geschrieben, mit dem Jonah Hill, Michael Cera und Christopher Mintz-Plasse, die jeweils mehr oder minder häufig im Film auftauchen, ihren Durchbruch feierten. Ebenso schrieb das Duo „Pineapple Express“ und legte somit die Verbindung zu James Franco, Danny McBride und Craig Robinson. Und wie ein allmächtiger Puppenspieler hat Erfolgsregisseur Judd Apatow überall seine Hände im Spiel. Als Langzeitfreund von Rogen hat er etliche Filme von diesem produziert und somit auch Jason Segel und Paul Rudd ins Spiel gebracht. Allein diese Zusammenstellung auf der Leinwand zu sehen, ist großartig. Es ergibt Futter für den Zuschauer, der jedes Mal bei einem ihm bekannten Gesicht anerkennend nicken kann, um seinem Nachbarn zu symbolisieren, dass man gezeigten Darsteller erkannt hat. So taucht Jason Segel für lediglich zwei kurze Einstellungen auf, Christopher Mintz-Plasse besitzt nur eine Dialogzeile und Paul Rudd erscheint für gefühlte 10 Sekunden auf der Leinwand. Auch der kurze Auftritt von Michael Cera ist, als völliges Gegenteil seiner selbst, herrlich lächerlich und absurd – und die Backpfeife von Rihanna indes echt. Die Liste der Cameos ist zwar noch länger, soll aber hier keine Erwähnung mehr finden, um dem Film seine Überraschungen zu lassen. Konzentriert man sich auf die Hauptdarsteller ist nämlich schon genügend Potenzial für eine (mal wieder) wirklich lustige Komödie vorhanden. Seth Rogen, Jonah Hill, James Franco, Craig Robinson, Danny McBride und Jay Baruchel haben sich nicht nur schon in diversen Komödien bewiesen, sondern geben als Meute, eingefercht in einem Haus, eine witzige Konstellation ab. Zudem kommt ein Humor, der so dumm, absurd, lächerlich und widernatürlich ist, dass er tatsächlich funktioniert. Die Frage nach Sinn und Zweck stellt sich erstens überhaupt nicht, zweitens möchte man jedem Zuschauer, der bei diesem Filmprojekt nach so einer Antwort sucht, Joker-like ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Was man sieht, sind Kumpels mit Einfluss und der nötigen Bekanntheit, um auch einfach mal ein Spaßprojekt umsetzen zu können. Den größten Nachteil der Sandler-Komödien, nämlich der Versuch, eine sinnhafte Story aufzubauen, vermeidet „Das ist das Ende“ – indem es diese einfach nicht gibt.

Fazit

Kopf aus, Spaß an, rein ins Kino. Wer mal wieder Bock hat, von einer Komödie ernsthaft zum Lachen gebracht zu werden und sich nicht vor überdimensionalen Penissen scheut, ist bei „Das ist das Ende“ genau richtig.

Autor: Philipp Schleinig

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