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Inhalt

Schon mit 11 Jahren beschliesst Henry Hill, sich seinen Platz in der Welt des Verbrechens zu suchen. Mit 13 begibt er sich unter die Fittiche des eiskalten Nadelstreifen-Killers Jimmy "The Gent" Conway und lernt die Regeln des Todes. Er steigt durch zahllose Gewalttaten vom Laufburschen zum gefürchteten Profi-Gangster auf.

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Kritik

Da gibt es diesen Jungen, einer von vielen, aufgewachsen in Brooklyn, New York. Doch dieser Junge, Henry Hill sein Name, träumt nicht davon Feuerwehrmann, Astronaut oder Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, sondern zeigt sich fasziniert vom dekadenten Lifestyle lokaler Gangster und will es zum Zahnrädchen im geschmierten und schmierenden Getriebe des organisierten Verbrechen schaffen. Dieser Henry Hill wird sich seinen Traum noch erfüllen können und zu Anfangen einen Himmel erkennen, der vom schönsten Blau wie reingewaschen erscheint. „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ schildert das Leben vom Leben, der sich nach dem Dasein als Delinquent sehnte und von dem Mann, der schließlich von seinen Träumen aufgefressen wurde. Gerade heute ist es hochgradig interessant, sich Martin Scorseses tief in der Popkultur verankertes Epos noch einmal konzentriert zu Gemüte zu führen, hat der quirlige Altmeister doch gerade mit „The Wolf of Wall Street“reichlich Lobhudelei erfahren.

Seine dreistündige Exzessgranate ist gemeinhin zum modernen Kult-Klassiker avanciert, bedient sich im Endeffekt aber genau der Rise-and-Fall-Dramaturgie, wie sie schon „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ - etwas steif ausgedrückt – durchdeklinierte, nur wurde diese in das Milieu korrumpierender Finanzhaie transferiert. Interessant aber ist die Kontradiktion deshalb, weil sie aufzeigt, wie „The Wolf of Wall Street“ in seinem schablonierenden Gestus den entscheidenden Fehler begeht, seine hedonistische Männerwirtschaft nicht zu entmystifizieren und dieses missliche Unterfangen sodann als nassforsche Satire publiziert, obgleich sich „The Wolf of Wall Street“ rein filmisch jeder kritischen Kontextualisierung entbehrt. „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ hingegen wird seinem gar schillernden Ruf gerecht, denn Nicholas Pileggi und Martin Scorsese veranschaulichen in einer kongenialen Fasson, dass dieser von Testosteron geschwängerte Affenzirkus, diese alberne Gangsterposen, einzig und allein auf Opportunismus und Egoismus basieren. Das familiäre Geflecht wird dekonstruiert und die Maschen der Loyalität halten nur so lange zusammen, wie der Rubel rollt.

All der oberflächliche Zusammenhalt, die Solidarität, die Freundschaft, folgen situativen Attitüden. Am Ende gibt es nur noch Verrat und Gewalt: Deine Mörder kommen mit einem Lächeln auf den Lippen, stechen dich hinterrücks ab und besiegeln dich und deinen despektierlichen Idealismus im gleichen Handgriff: Das absolut Vermeidbare ist eingetreten. „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ gilt nicht umsonst als der wohl wichtigste Mafia/Gangster-Film nach Francis Ford Coppolas„Der Pate“und „Der Pate II“. Anstatt einer ausgiebig-pointierten Familien-Chronik aber ist „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ ein robust-stimmungsvolles Charakter-Portriät und folgt Henry Hill aus dem Nichts und wieder zurück ins Nichts. Martin Scorsese, seit jeher passionierter Stilist gewesen, darf such hier auf dem Zenit seines Schaffens beweisen, lässt die herausragende Kameraführung vom inzwischen tragisch erblindeten Michael Ballhausmit den zeitgenössischen Musikeinspielern eine massive Allianz eingehen, die Filmfreunde ob der kinematographischen Virtuosität zum Zungeschnalzen verleitet. Niemand anderes war in dieser Zeit so kompetent darin, ein Milieu über Dekaden zu etablieren.

Ohnehin passt in „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ jeder Stein auf den anderen, was nicht zuletzt auf das brillant auffahrenden Schauspieltrio um Ray Liotta, Robert DeNiro undJoe Pescizurückzuführen ist, die alles in ihre Rolle werfen, die zwischen abstoßend-borniert und zerstörerisch-human jedwede Facette organisch ausspielen, um sich letztlich auch gegenseitig den Löwen zum Fraß vorzuwerfen. Das schöne Leben als Gangster? „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ schlägt es wie Kaminholz in zwei Teile und spricht dem Zuschauer beinahe direkt ins Gesicht: Du fandest es herrlich, wie hier mit dicken Geldbündeln jongliert wurde, wie Champagner und Hummer geordert wurden? Mit Bobby Vinton anstoßen, in der zweiten Reihe parken, die Bullen bestechen und seine Probleme kurzerhand mit dem Schießeisen regeln? So schön und einfach stellst du dir diesen zynisch-ichbezogenen Kosmos tatsächlich vor? Dann bist du ein Vollidiot. „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ bekräftigt dieses Haltung über seine göttlichen 150 Minuten, was ihn vollkommen zu Recht zu einem betörenden Grundstein des cineastischen Allgemeinwissens macht.

Fazit

Zusammen mit „Der Pate“, „Der Pate II“ und „Scarface“ der wohl wichtigste amerikanische Beitrag zur breitgetrampelten Gangster-Thematik. Stilistisch auf der absoluten Höhe, besser geht das nicht, schauspielerisch genial und inhaltlich absolut richtig. Meisterwerk, Meisterwerk, Meisterwerk.

Autor: Pascal Reis

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