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Keek braucht viel Geld, und zwar schnell! Denn sein Freund Kalle, der im Knast sitzt, will einen alten Mercedes, und Keek schuldet ihm eine Menge. Dummerweise hat er aber das Geld, das er für Kalle aufbewahren sollte, auf der Pferderennbahn gelassen. Und damit nicht genug: plötzlich steht der Gefangene ohne Vorwarnung in der Tür, und das zwei Jahre vor seiner regulären Entlassung aus der Haft.
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Kritik

15 Jahre lang lief Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding im Bochumer Multiplex-Kino, noch immer stehen Devotionalien mit Motiven des Films hoch im Kurs und gewiss können nicht gerade wenige die meisten Sprüche aus der Gangster-Klamotte mitsprechen, immerhin handelt es sich hierbei nicht um irgendeine Komödie aus Deutschland, sondern um die Kultkomödie schlechthin.

Autor und Regisseur Peter Thorwarth (Nicht mein Tag) inszenierte mit Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding einen so herrlich spaßigen wie runden Film, der mühelos und unverkrampft Lokalkolorit und Genre-Attitüden kreuzt und damit die wohl spaßigsten Minuten der heimischen Kinolandschaft erschuf, die getragen wird von einem Kabinett diverser, schräger Typen und Figuren. Sei es nun der viel zu früh verstorbenen Diether Krebs (Ein Herz und eine Seele) als krimineller Spediteur Kampmann, Martin Semmelrogge (Das Boot) als dessen Adjutant Schlucke und natürlich Ralf Richter (Fußball ist unser Leben) als cholerischer Gangsterboss Kalle Grabowski, der den Film mit einem hinreißenden Monolog über sein Traumauto eröffnet.

Thorwarth versteht es einfach perfekt die Hülle und Fülle von schrägen Figuren, bekannten Genre-Schablonen und absurden Situationen in ein fulminantes, geordnetes Chaos zu leiten. Hier gibt es keine Szene ohne erinnerungswürdigen Moment und gerne werden auch schwarzhumorige Überraschungen aus dem Zylinder hervorgeholt. Das macht große Freude, auch weil die präsentierte Halbwelt aus Kellerpornos, Bankräubern, Kiffern und Bolzplatzfußball trotz aller Übertreibungen stets einen authentischen Anstrich behält, diesen aber niemals zu stolz vor sich her trägt. Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding ist eben genauso wie der Ruhrpott: bodenständig.

Das Script von Thorwarth erweist sich darüber hinaus, trotz aller narrativen Randnotizen, als hübsch geradlinig. Die Geschichte baut sich clever und ohne zu viel Ballast auf, was im Eigentlichen bedeutet, dass Hauptheld Keek (Oliver Korittke, Video Kings) immer mehr (teils unvorhersehbare) Probleme aufgehalst bekommt, bis es letztlich zum point of no return kommt. Der Weg dorthin ist gespickt mit diversen, großartigen Figuren, dem freudvollen Spiel mit Klischees und einer großen Dosis Absurdität.

Dieses Konzept wurde hier fast bis zur Perfektion getrieben und auch nach der x-ten Sichtung fallen immer noch kleine Details am Rande auf, die die Welt von Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding bereichern und erweitern. Des Weiteren tut es gut, dass es trotz allen Unkenrufen zum Trotz immer noch deutsche Komödien gibt, die sich an große (US-)Vorbilderhalten, es dennoch aber erfolgreich versuchen  ihren ganz eigenen Tonus beizubehalten oder zu kreieren. Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding ist im Grunde eine amerikanische Gangstercomedy, aber eine die sich ihren Wurzeln bewusst ist. Statt also wie etwa Til Schweiger (der hier übrigens einen sensationellen Cameo-Auftritt absolviert) oder Matthias Schweighöfer Hollywood zu kopieren, mit allem was dazu gehört, vertraute Thorwarth auf den urigen Charme des Ruhrpotts. Ein Gewinn.

Fazit

Das Spielfilmdebüt von Regisseur und Autor Peter Thorwarth - und der Beginn der schnoddrigen Unna- Trilogie - ist exzellente Unterhaltung voller Witz und Ideenreichtum. Ein Werk, welches zeigt dass Stil und Coolness auch aus heimischen Landen möglich ist. Kurz: Eine herrliche Gangster-Posse und ohne  Zweifel ein waschechter Kulthit. Mit den Worten des KalleGrabowski: "Is' der geil."

Autor: Sebastian Groß

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