4.5

MB-Kritik

Lookout - Der Turm 2025

Sci-Fi, Horror, Thriller

4.5

Meghan Carrasquillo
Trent Culkin
John Marrs
Mitch Tellez
Robert Clark
Jim Round
Braden McCawley
Cara Leoni
Ryan Ellerbe

Inhalt

Eine junge Frau flüchtet vor ihrem chaotischen Leben und findet Arbeit in einem Feuerwachturm. Doch als übernatürliche Ereignisse auftreten, nimmt alles eine unheimliche Wendung.

Kritik

Einsame Hütten und einsame Türme im Wald eignen sich wunderbar als eine Kulisse für Horrorfilme. Die Idee einen Horrorfilm in der Abgeschiedenheit des Waldes zu drehen ist definitiv nichts Neues und dennoch wird diese Thematik ständig in Horrorfilmen oder Thrillern aufgegriffen. So wie im Thriller They Want Me Dead mit Angelina Jolie. Auch sie spielt die Mitarbeiterin an einem Feuerwachturm, die zufällig in Schwierigkeiten gerät. Allerdings ist der größte Unterschied zwischen Lookout und They Want Me Dead, die Tatsache, dass Lookout in eine übernatürliche Ecke abdriftet und damit die ganzen Pluspunkte, die er gesammelt hat, zunichtemacht. Dabei beginnt alles so vielversprechend. Man startet mit mehreren Establishing Shots, um dem Publikum die Abgeschiedenheit des Waldes zu präsentieren und sogleich zu unterstreichen, dass die Hauptfigur Melissa dem Wald voll und ganz ausgeliefert ist und nur auf sich allein gestellt ist. Danach lässt man sie auf ein paar unheimliche Jäger treffen, um zu zeigen, dass von ihnen eine potenzielle Gefahr ausgehen könnte.

So weit, so gut. Bis zu diesem Moment erweckt Lookout den Eindruck ein solider Film werden zu können. Der Spannungsaufbau stimmt und Meghan Carrasquillo spielt ihre Rolle äußerst überzeugend. Die von ihr verkörperte Figur entspannt sich in der einsamen Hütte, hört Musik, telefoniert per Funk mit einem unbekannten Ranger und beobachtet immer wieder den Wald um ausbrechende Feuer zu entdecken. All das fühlt sich an wie die Ruhe vor dem Sturm, die so typisch ist für die meisten Horrorfilme. Trotz dieser Ruhe ist die unsichtbare Bedrohung deutlich spürbar und schließlich hört sie ein seltsames Geräusch, das sie direkt in den Wald führt. Dort findet sie eine verwirrte Frau, die ihre Hilfe braucht. Bis zu diesem Moment ist der Film immer noch spannend, doch schon bald findet man heraus, um welche übernatürliche Geschichte es geht und diese Geschichte ist einfach so absurd und lächerlich, dass dieser Film schlagartig seinen Reiz verliert und auch sie sporadische Action kann ihn nicht mehr retten. Leider wird überhaupt nicht erklärt, warum die Dinge, die da passieren, überhaupt passieren und wieso das Böse eigentlich Böse ist.

Dadurch wirkt im Endeffekt alles, was man zuvor gesehen hat so unsinnig, dass man den Film insgesamt ganz anders bewertet als man ihn bewerten würde, wenn die Bösewichte nichts Übernatürliches an sich hätten. Der „Hokuspokus“-Teil ist unlogisch, nicht konsequent, zu einfach und nicht gut durchdacht. Es gibt im Übrigen keine Überraschungen an diesem Film, nur pure Enttäuschung und lauter unbeantwortete Fragen. Dabei hat alles so vielversprechend begonnen und aus der guten Ausgangslage hat man im Endeffekt rein gar nichts gemacht. Kann man sich den Film trotzdem ansehen? Nun, ja, das kann man schon, doch nur, wenn man nichts Außergewöhnliches erwartet und keinerlei Erklärungen braucht. Wenigstens können alle Schauspieler gut schauspielern und die erste Hälfte des Films kann sich durchaus sehen lassen. Wenn man das Ganze optimistisch betrachtet, könnte man den Film irgendwo im Durchschnitt verorten.

Fazit

Obwohl der Horrorfilm vielversprechend startet, verliert er im Laufe der Zeit immer mehr seine Sympathiepunkte, weil er in den übernatürlichen Schwachsinn abdriftet und es nicht einmal für nötig hält es zu erklären. Unlogisch, lächerlich und ab der zweiten Hälfte auch nicht mehr spannend. 

Autor: Yuliya Mieland
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