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Als sich eine junge Nonne in einem abgeschiedenen rumänischen Kloster das Leben nimmt, schickt der Vatikan zwei interne Ermittler: einen Priester, der durch seine Vergangenheit traumatisiert ist, und eine Novizin, die demnächst ihr Ordensgelübde ablegen soll. Gemeinsam decken sie das sündhafte Geheimnis der Klostergemeinschaft auf. Dabei wird nicht nur das Leben der beiden bedroht, sondern auch ihr Glaube, ja, sogar ihre Seelen stehen auf dem Spiel, denn sie werden mit einer bösartigen Macht konfrontiert, die die Gestalt ebenjener dämonischen Nonne annimmt, die das Publikum bereits in "Conjuring 2" in Angst und Schrecken versetzt hat. So entwickelt sich das Kloster zum grausigen Schlachtfeld der Lebenden und der Verdammten.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Was bei Marvel schon lange klappt, geht auch woanders: The Conjuring hat ein überaus erfolgreiches Horroruniversum in ins Leben gerufen, das mittlerweile auch abseits seiner Hauptreihe ordentlich Geld in die Kassen spült. Beide Conjuring- und Annabelle-Filme haben weltweit zusammen schon über 1,2 Milliarden Dollar eingespielt, bei Kosten von insgesamt gerade einmal 80 Millionen! Klar, dass da ein Ende noch lange nicht in Sicht ist, neben The Conjuring 3 und Annabelle 3  erwartet uns in naher Zukunft mit The Crooked Man ein weiteres Spin-Off, während The Nun uns vorher schon das Fürchten lehren will und sicherlich ebenfalls der Beginn einer neuen Reihe darstellt. 

Nach einem denkenswürdigen ersten Auftritt in The Conjuring 2 war für die Verantwortlichen schnell klar, dass man der gruseligen Nonne  ebenfalls einen eigenen Film spendieren sollte. The Nun ist 1951 angesiedelt und damit in der Conjuring-Timeline vor den anderen Filmen (zumindest wenn man die Flashbacks aus Annabelle 2 außer Acht lässt). Man möchte dem Ursprung des Bösen auf die Spur gehen, mit dem später auch die Warrens zu tun bekommen. Ein abgelegenes Kloster im tiefsten Rumänien bietet sich als schauriger Schauplatz für den Horrorspaß eigentlich bestens an, lässt sich allein damit schon für eine gewisse Grundstimmung sorgen, die man sich jetzt nur noch mit passendem Inhalt zunutze machen muss. 

Von außen betrachtet bringt The Nun eigentlich alle Zutaten mit, die auch die Conjuring-Filme erfolgreich machten. Lautstarker Horror, bei dem das Kloster wackelt. Dazu viele Jump Scares, verzerrte Fratzen und creepy moments. Eigentlich möchte man meinen, dass der Film damit seinen Zweck erfüllt, leider aber leidet The Nun an einigen gewaltigen Problemen, die ihm seinen Schrecken nehmen. Zum einen wird wieder deutlich, dass James Wan den Unterschied macht. Während die beiden Conjuring-Filme unter seiner Regie effektiven Horror inszenierten, war bei beiden Annabelle-Filmen schon deutlich spürbar, dass jemand anderes für sie verantwortlich war, auch wenn Annabelle 2 in Ansätzen einiges wiedergutmachte. 

Auch The Nun lässt Wans Finesse vermissen und verpufft zur albernen Nummer, obwohl Regisseur Corin Hardy 2015 mit The Hallow einen eigentlich doch recht ordentlichen Einstand im Genre feierte und somit nicht gänzlich untalentiert ist. Schuld am Versagen ist beispielsweise die Ideenlosigkeit, mit der der Spuk inszeniert wird. Nicht nur werden bekannte Szenen aus Conjuring 2 einfach recycelt, auch wiederholen sich innerhalb des Films viele davon zu oft. Darüber hinaus ist vieles an The Nun schlicht unlogisch aufgebaut. Das betrifft vor allem das stupide Handeln der Charaktere (die auch nicht wirklich optimal besetzt sind), aber auch diverse inhaltliche Details, die nur wenig Sinn ergeben und damit reichlich dämlich wirken. Der vereinzelt eingeschobene Humor, der die Situation auflockern soll, ist zudem völlig fehl am Platz. 

All das sorgt dafür, dass der mit dem Holzhammer inszenierte Schrecken, der narrativ auch noch recht chaotisch vorangetrieben wird, ziemlich spurlos an einem vorbeigeht. Hat man alles schon in besserer Form gesehen, die gruseligsten Momente hat die Nonne auch weiterhin in Conjuring 2, nicht in ihrem eigenen Film. Typischerweise deutet das Ende, das uns in Sicherheit wiegen will, auf eine Fortsetzung hin, da das Böse im Conjuring-Universe eben nie gänzlich vertrieben wird. Dass The Nun kein guter Horrorfilm ist, wird wohl niemanden daran hindern, da der Streifen vermutlich einen ähnlich großen Erfolg wie Annabelle verzeichnen wird. Dann besitzt dieser aber hoffentlich mehr Eigenständigkeit. 

Fazit

"The Nun" macht einmal mehr deutlich, dass das "Conjuring"-Universe abseits seiner Hauptreihe und ohne James Wan auf dem Regieposten nicht so recht funktionieren mag. Dagegen hätte grundsätzlich nichts gesprochen, bietet sich das alte Kloster-Setting mit seiner dämonischen Nonne, die schon vor dem Filmstart einen gewissen Status besaß, regelrecht an, jedoch zeigt man sich sowohl auf inhaltlicher als auch inszenatorischer Ebene zu überfordert, um seine Horrorelemente auch wirklich effektiv umzusetzen. 

Autor: Sebastian Stumbek

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