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"Emoji - Der Film" enthüllt etwas, das noch nie zuvor zu sehen war: Die geheime Welt in einem Smartphone. Versteckt in der Messaging App liegt Textopolis, eine geschäftige Stadt, in der alle Emojis wohnen und darauf hoffen, vom Besitzer des Telefons ausgewählt zu werden. In dieser Welt hat jedes Emoji nur einen Gesichtsausdruck - jedes außer Gene. Denn der ist ein überschwängliches Emoji, das ohne Filter geboren wurde und vor lauter unterschiedlichen Ausdrücken förmlich platzt. Fest entschlossen, so "normal" wie all die anderen Emojis zu werden, holt sich Gene Hilfe von seinem besten Freund Hi-5 und dem berühmt-berüchtigten Codebrecher-Emoji Jailbreak. Gemeinsam brechen sie auf zu einem Abenteuer quer durch alle Apps auf dem Telefon, um den Code zu finden, der Gene reparieren kann. Jede App birgt dabei eine ganz eigene, wilde Welt voller Spaß. Doch plötzlich bedroht eine viel größere Gefahr das Telefon und das Schicksal aller Emojis hängt nun ab von diesen drei so unterschiedlichen Freunden, die ihre Welt retten müssen, ehe sie für immer gelöscht wird.

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Kritik

Im Bonusmaterial von Emoji - Der Film erzählt es Regisseur frei heraus: Der Film entstand, da man sich überlegte, was die Kids von heute interessiert. Selbst ohne dieses Hintergrundwissen, ist es bei der Sichtung des Animationsfilms jederzeit spürbar,dass es sich hier um eine Produktion handelt, die nicht aus einem kreativen Ansporn, sondern einzig und alleine durch das Ergebnis einer Trendforschung realisiert wurde. Alles ums Smartphone steht im Fokus und wird seelenlos zu einer generischen Handlung umgewandelt, die weder in Sachen Witz, Tempo oder Design zu überzeugen vermag.

Emoji - Der Film lässt sich grob als eine Mischung aus Toy Story, Alles steht Kopf, Ralph Reichts und The Lego Movie beschreiben. Doch besaßen diese Werke alle eine Eigenständigkeit, ist der Film der Sony Animations Studios eine seelenlos Aneinanderreihung von wahllosen Einzeleinfällen, die schluderig in den Raum geworfen werden und niemals wirklich ausgearbeitet daher kommen. Das führt dazu, dass Emoji - Der Film keine wirklich funktionierende Struktur besitzt. Es ist ein ödes  Hangeln von Idee zu Idee. Einige davon hätten durchaus Potenzial gehabt, aber vermutlich, weil der Film mit heißer Nadel gestrickt wurde, sparte die Macher bei der Produktion mit der  Sorgfalt und setzten stattdessen lieber auf pure, erschöpfende Quantität.

Auch die gesamte Welt des Films wirkt verbockt und wie ein Schnellschuss. Ein will sich einfach keine Neugier oder Faszination einstellen, wie es im inneren der heutigen Smaprthone zugeht. Die präsentierte Welt hat einfach keinen Charakter, keine wirklichen Ankerpunkte, außer die Emojis, die bis auf die Hauptfiguren aber unbedeutend bleiben und selbst die Helden der Geschichte wirken austauschbar und werden mutlos skizziert. Dazu kommt noch der Humor, der nicht wegen seiner Hyperaktivität am Nervenkostüm zerrt, sondern schlicht und ergreifend wegen seiner dumpfen, biederen und vor allem sich ständig wiederholenden Umsetzung.

Das Poop-Emoji, welches in der US-Fassung übrigens von Patrick Stewart gesprochen wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Es hat zwar nur eine Nebenposition innerhalb des Films, doch zerren es den Machern immer wieder in Szenen hinein, um im Grunde immer wieder den selben Exkrement-Wortwitz zu benutzen. Überraschend geht anders, lustig sowieso. Und wenn die Macher wirklich dachten, öde Wortwitze im Sekundentakt können verschleiern, dass Emoji - Der Film im Grunde nur ein Werbefilm für Candy Crush und Konsorten ist, dann haben sie sich ziemlich getäuscht.

Fazit

„Emoji - Der Film“ ist nicht mehr als eine Zelebrierung von Kommerz und Technik. Anders ausgedruckt: Dieser Film hat keine Liebe im Bauch, sondern nur die Ergebnisse der letzten Trend-Forschung.

Autor: Sebastian Groß

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