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In Washington, wo politische Einflussnahme hinter den Kulissen ein lukratives Geschäft ist, ist Elizabeth Sloane der Star der Branche. Die brillante, selbstsichere und völlig skrupellose Lobbyistin der alteingesessenen Kanzlei George Dupont ist berüchtigt für ihr einzigartiges Talent, ihre Rücksichtslosigkeit und ihre zahllosen Erfolge. Um ans Ziel zu kommen, tut sie alles. Für die mächtige Waffenlobby ist sie die Frau der Stunde, um ein neues unliebsames Waffengesetz zu verhindern. Doch Sloane verfolgt ihre eigenen Ziele und wechselt nach einem Streit mit Dupont überraschend die Seiten. Die Waffenlobby sieht sich plötzlich einer unberechenbaren Gegnerin gegenüber. Sloane nimmt den härtesten Kampf ihrer Karriere in Angriff und beginnt zu ahnen, dass der Preis für den Erfolg etwas zu hoch sein könnte...
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Kritik

Das amerikanische Rechtssystem hat bereits für viele großartige Filme als Vorlage gedient. Seien es Gerichtsfilme (Die Jury), Filme über Gesetzgebung (Das Urteil) oder Filme über Lobbyarbeiten (Thank You for Smoking). Alle Themen wurden schon mehrmals aufgegriffen und immer wieder erfolgreich verarbeitet. Mit Die Erfindung der Wahrheit (seit 20.04 deutscher Verleihtitel) kommt nun ein weiterer Vertreter dieser Gattung ins Kino und es ist kein Zufall, dass die Hauptdarstellerin im Verlaufe des Films einen John Grisham Roman in der Hand hält. Denn dieser war definitiv eines der großen Vorbilder bei der Entstehung des Films.

Jonathan Perera hat mit seinem ersten Drehbuch ein durchaus beachtliches Stück hingelegt. Die Dialoge erinnern an stark Aaron Sorkins Werke. Die Charaktere unterhalten sich nicht, sie bekämpfen, ja bekriegen sich mit Worten. Das ist nicht der einzige Pluspunkt des Drehbuchs, denn auch die Handlung zeigt einige Wendungen, die den Zuschauer überraschen. Die Erfindung der Wahrheit spielt in zwei Zeitebenen – in der Gegenwart befindet sich Sloane in einer Anhörung, in der Vergangenheit sieht man ihre eigentliche Lobbyarbeit. Die zwei Zeitebenen sind zwar nur sehr leicht ineinander verwoben, dies funktioniert allerdings sehr gut und sorgt für Abwechslung und Spannung.

Trotz des tollen Drehbuchs hätte Die Erfindung der Wahrheit nicht ohne Jessica Chastain (Zero Dark Thirty) funktioniert. Sie trägt den Film. Sie ist der Treiber der Handlung, der Kern des Films. Chastain spielt fantastisch auf, ihre Darstellung der eiskalten Lobbyisten ist großartig und bis ins letzte Detail überzeugend. Für ihre Performance wurde sie vollkommen zurecht mit einer Golden Globe Nominierung geehrt (Die Erfindung der Wahrheit startete bereit im Dezember in den USA). Auch die weitere Besetzung macht ihre Sache gut. Mark Strong (Kingsman: The Secret Service) spielt den Ruhepol im Kontrast zur energetischen Sloane. Dies macht er routiniert und wird direkt zum Sympathieträger. Neben den beiden Stars zeigen vor allem Guge Mbathta-Raw (Erschütternde Wahrheit) und Michael Stuhlbarg (Boardwalk Empire) ihr Können. Mbatha-Raw trägt in ihrer emotionaleren Rolle gleich merhere Szenen und Stuhlbarg zeigt erneut wie wandelbar er ist.

Die Erfindung der Wahrheit entwickelt einen unglaublichen Sog, diesen spürt man besonders bei zwei Szenen: Einerseits eine TV-Debatte, die sich aus einem Dialog zu einem Monolog entwickelt und mit einem Knall endet, andererseits eine der Szenen bei der Anhörung im Kongress. In beiden Szenen stimmt einfach alles: die Darstellung, der Schnitt und die Musik. Überhaupt ist der Soundtrack super. Max Richter (The Leftovers) zeigt hier wieder einmal, dass er sich vor dem deutschen Aushängeschild Hans Zimmer nicht verstecken muss. Auf dem Papier klingt Die Erfindung der Wahrheit sehr trocken. Dass der Film einen unfassbar hohen Unterhaltungswert hat, liegt einerseits an seinen stark vorgetragenen Dialogen, andererseits an dem pointierten Humor, der immer wieder aufblitzt und das Geschehen auflockert.

Nun aber genug der Lobhudelei, denn auch Die Erfindung der Wahrheit hat seine Schwächen. Zuallererst hätten dem Film 15 Minuten weniger gutgetan. So braucht es etwas bis die Handlung ins Rollen kommt und es gibt eine kleinere Länge gegen Ende. Die Nebenhandlung mit dem Callboy Forde (Jake Lacy, How to Be Single) ist ziemlich schwach. Der Handlungsstrang will nicht richtig zünden und tröpfelt eher vor sich hin, ohne einen großen Einfluss auf die Charakterzeichnung zu nehmen oder von größerer Bedeutung für den Film zu sein. Die Dialoge sind zwar faszinierend schnell und höchst eloquent, trotzdem gilt auch hier die "Sorkin Kritik", denn niemand würde sich in der Realität  so unterhalten. Auch kann man das große Handlungskontrukt hinterfragen, denn ein paar Momente wirken durchaus konstruiert und es ist verständlich, wenn sich manch einer daran stört.

Fazit

"Die Erfindung der Wahrheit" ist ein gut geschriebener Politthriller mit einer fantastischen Jessica Chastain in der Hauptrolle. Die spannende Handlung und tollen Darsteller lassen den Film einen Sog entwickeln, der den Zuschauer packt und erst beim Abspann wieder loslässt.  Nichtsdestotrotz kann der Film kleinere Schwächen nicht verstecken.

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