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Inhalt

Johann Fredersen, ein Großindustrieller, herrscht über die Stadt Metropolis. Dort leben, gespalten in einer Zweiklassengesellschaft, die feinen Herren hoch oben in Hochhäusern, die Arbeiter hingegen tief unter der Erde. Eines Tages taucht Maria, die Heldin der Unterstadt, in den Spielwiesen der Reichen auf und fordert die Befreiung der unterdrückten Arbeiter. Freder, der Sohn des Herrschers, verliebt sich in sie. Der Erfinder Rotwang wird von Freders Vater Johann sodann beauftragt einem Roboter das Aussehen Marias zu geben. Die Roboter-Maria soll die Arbeiter aufstacheln, damit das Establishment noch härter durchgreifen kann. Der Plan hat Erfolg.
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Kritik

Völlig zu Recht gelten die Filme von Fritz Lang als wegweisende Epen der Stummfilmzeit. Sei es Dr. Mabuse – Der Spieler, Die Nibelungen oder auch Metropolis - ihre ausschweifenden Geschichten fesseln auch über mehrere Stunden, was gerade im Metier des Stummfilms keine Selbstverständlichkeit ist. Wenn Texttafel auf Texttafel folgt, dann widersetzt sich ein Film nicht nur den modernen Sehgewohnheiten, sondern leugnet auch die eigentliche Natur des Mediums, die Kraft des Filmischen und Visuellen. Fritz Lang ist es indes gelungen bahnbrechend Technik und überzeugendes Handwerk mit einnehmenden Narrativen zu kombinieren, was ihn verdientermaßen zum Vordenker unzähliger Genres macht.

Dass es Metropolis in seiner aktuellen Fassung zu sehen gibt, ist jedoch alles andere als selbstverständlich, denn in den fast 90 Jahren seit seiner Entstehung hat der Film einiges durchgemacht. Bei seiner Veröffentlichung wurde er sowohl von Kritiker als auch Zuschauern sehr negativ aufgenommen - als Reaktion darauf entstand noch im gleichen Jahr eine deutlich kürzere Version. Dabei ging jedoch einiges an Originalmaterial verloren, was in einer Jahrzehnte andauernden Suche nach verschollenem Bildmaterial gipfelte. Die mittlerweile vorliegende Fassung sollte der ursprünglichen Intention von Lang relativ nahekommen, ist nichtsdestotrotz jedoch keine völlig akkurate und vollständig erhaltene Montage der Filmstreifen.

Mindestens genau so interessant wie die Entstehungsgeschichte ist jedoch der Film selbst. Die futuristische Dystopie gilt als Grundstein des Science-Fiction Genres und bis heute müssen sich Filme an diesem Meisterwerk messen. Stellenweise ist es schier unglaublich, welche Bilder Fritz Lang schon in den 20er Jahren eingefangen hat. Durch zahlreiche Modellbauten brachte er seine Vision der futuristischen Großstadt Metropolis auf die Leinwand. Mit ungeahnter Kreativität nahm er dadurch nicht nur zahlreiche Erfindungen vorweg, darunter beispielsweise Videotelefonie, sondern prägte außerdem die Zukunftserwartung seiner Zuschauer. Die simple Prämisse einer dystopischen Großstadt, durch die sich der langsame Bruch einer zweiklassigen Gesellschaft zieht arbeitet zwar simplen Mitteln, vermag durch seine Botschaft von Zusammenhalt und Gleichheit aber nichtsdestotrotz zu bewegen.

Doch nicht nur aus filmhistorischer respektive genregeschichtlicher Sicht ist Metropolis höchst interessant. Auch politisch war und ist das Werk relevant. Stand damals die Mechanisierung zu Zeiten der Automatisierung und die Einteilung in eine Führungs- und Arbeiterklasse im Mittelpunkt, so könnte man die Klassengesellschaft heute auch um eine rassenpolitische respektive nationalisierte Lesart erweitern. Metropolis bleibt relevant und wird sich dank Fritz Langs eindringlicher Bildsprache weiterhin auf die Netzhaut seiner Zuschauer brennen.

Fazit

"Metropolis" sucht bis heute seinesgleichen. Was Fritz Lang vor beinahe 90 Jahren auf die große Leinwand gezaubert hat, ist ein ebenso monumentales wie zärtliches Werk, welches völlig zu Recht prägend für die Filmwelt war. Der dystopische Klassenkampf im Zentrum erzählt noch heute von einer Welt, welche die unsere sein könnte – Der Film selbst gewährt Hoffnung zur Besserung.

Autor: Dominic Hochholzer

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