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Kubo führt ein ruhiges Leben in einem kleinen Küstenforf, bis ein alter Geist auftaucht und eine uralte Fehde wiederbelebt. Kubo gerät zwischen die Fronten in einem Kampf zwischen Göttern und Monstern, und um zu überleben, muss er eine magische Rüstung finden, die einst sein Vater, ein legendärer Samurai, getragen hatte.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Die Stop-Motion-Animation ist einer der ältesten Techniken der Filmgeschichte. Wer allerdings denkt, dass sie der Vergangenheit angehört, der irrt gewaltig. In den letzten Jahren hat es sich ein kleines Studio aus Oregon zum Ziel gesetzt, die Grenzen des animierbaren auszuloten und sich damit immer wieder selbst übertroffen. Seit Laikas erstem eigenständig produzierten Film Coraline, war das Studio für jeden seiner Filme für den Oscar nominiert und ist dieses Jahr für seine  wissenschaftliche und technische Errungenschaften sogar ausgezeichnet worden. Dabei wird es wohl nicht bleiben, denn mit Kubo hat sich das Studio erneut selbst übertroffen und scheint auf seinem absoluten Höhepunkt angekommen zu sein. Dieser könnte (nicht zuletzt ob schwacher Konkurrenz seitens Disney) nun endlich auch den Oscar für den besten Animationsfilm einbringen und damit nicht nur den Bekanntheitsgrad des Studios erhöhen, sondern auch bei dem bis dato ausgebliebenen finanziellen Erfolg helfen.

Im Kern erzählt Kubo eine klassische Heldengeschichte im Sinne von Joseph Campbell. Doch eben nur im Kern. Die Kreativen Einfälle und die Innovationskraft des Studios sprengen die Grenzen all dessen, was wir bisher gesehen haben. Dabei bleiben neben dem treffsicheren Humor und der unglaublich tollen Action auch intime und emotionale Momente nicht auf der Spur. Die Szenen in denen Kubo sich mit seinen Vertrauten um ein Lagerfeuer setzt und über sich und sein Leben philosophiert nehmen mindestens so viel Platz ein, wie die toll inszenierte Action. Diese Szenen bremsen den Film aber nicht aus, sondern sind viel mehr eine Verschnaufpause, in denen wir die Charaktere kennen und lieben lernen. Zu verdanken haben wir das den beiden Autoren Chris Butler (ParaNorman) und Marc Haimes, die neben tollen Dialogen eine emotionale Geschichte über schwere Themen wie Tod und Verlust erzählen, ohne dabei jemals die Leichtfüßigkeit eines Kinderfilms zu verlieren.

Neben der erzählerischen Kraft die im Drehbuch steckt, ist Kubo in erster Linie ein visuelles Meisterwerk.Was Pixar für den computeranimierten Film ist, das ist Laika für den Stop-Motion-Film. Das Studio erfindet sich immer wieder neu und lotet die Grenzen des animierbaren aus. So wurden auch für Kubo neue Techniken entwickelt um die immensen Ansprüche, die Regisseur und Produzent Travis Knight (ParaNorman) an dieses Projekt stellt, zu erfüllen. Für den Zuschauer wird dies vor Allem an der unfassbaren Vielfalt der Gesichtsausdrücke jeder einzelnen Figur (alleine bei Kubo 48 Millionen mögliche Gesichtsausdrücke) und der für Stop-Motion ungewöhnlich epischen Action deutlich. Das und die ungeheure Schönheit die in jedem noch so kleinen Detail des Films steckt, versetzen den Zuschauer in einen Zustand, den man als Kinogänger immer seltener erfährt, nämlich ins Staunen.

Dank der vielen schon im Vorfeld veröffentlichten Making-Of Videos, muss der Zuschauer aber nicht rätseln, wie viel Arbeit in diesem Projekt steckt, sondern kann es mit eigenen Augen sehen. Ganze 5 Jahre hat die Produktion des Films gedauert. Eine solch lange Produktionszeit erfordert jedem beteiligten völlige Hingabe für das Projekt ab und auch diese ist dem fertigen Werk zu jeder Sekunde anzusehen. Ein Großteil dieser Hingabe ist auch in die Darstellung der japanischen Kultur und Kunst geflossen. Um diese möglichst respektvoll zu gestalten, hat man sich nicht nur mit ihr beschäftigt, sondern ist auch mit Kulturverbänden in Kontakt getreten. Die persönliche Beziehung des Regisseurs zur japanischen Kultur tat ihr übriges. Das Ergebnis ist ein respektvoller Umgang mit der Kultur, der aber nicht nur darstellt, sondern auf seine Art und Weise interpretiert. Vergleichbar ist dies mit dem Umgang Miyazakis mit der europäischen Kultur in einigen seiner Werken.

Auch das ist kein Zufall, denn genau diesen Umgang Miyazakis mit der europäischen Kultur nahm sich Regisseur Travis Knight zum Vorbild. Eine weitere wichtige Inspirationsquelle für seine erste Arbeit als Regisseur, sind die Filme von Akira Kurosawa. Laut Knight ist jede Einstellung eines Kurosawa-Films wie ein Gemälde. Nun kann man Knight nur beglückwünschen, denn mit Kubo ist ihm genau das ebenfalls gelungen.

Fazit

Mit Kubo lotet Laika einmal mehr die Grenzen des Animierbaren aus. Der ohne Zweifel beste Animationsfilm des Jahres funktioniert auf allen Ebenen. Seine Kreativität und Schönheit versetzt den Zuschauer ins Staunen und holt die schon lange abwesende Magie zurück in unsere Kinosäle. Nie hat Stop-Motion besser ausgesehen.

Autor: Tobias Bangemann

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