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Inhalt

Molly ist mit ihrem Freund Nick in der Wüste von Nevada unterwegs, als ihr Wagen mitten im Nirgendwo stecken bleibt. Nur in diesem scheint ein Virus ausgebrochen zu sein, denn es nähert sich ein heran stolpernder Zombie, der es auf Nicks Innereien abgesehen hat. Der entsetzten Molly bleibt nichts anderes übrig als sich mit ihren hochhackigen Tretern quer durch die Wüste zu fliehen, stets mit ihrem hartnäckigen neuen Verehrer im Schlepptau. Bis auf die Zähne bewaffnet mit Wodka, Kokain, Kippen und Tampons versucht sich die erschöpfte junge Frau in Richtung Zivilisation durchzuschlagen. Doch zwischen Hitze und dunkler Nächte, wir ihr klar, dass eine wandelnde Leiche noch das Geringste ihrer Probleme ist…

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Kritik

Zombies gehen immer! So oder so ähnlich müssen die Macher von Horrorfilmen denken. Immer wenn man denkt, es kann den Leuten nichts Neues mehr einfallen, kommen immer absurdere Ideen, Zombies im Zug, Zombies im Flugzeug, Zombies mit Liebesproblemen oder gar kopulierende Zombies, sind da nur einige Beispiele auf der Speisekarte. Ebenfalls verzeichnet man einen Budgetanstieg für Zombiegeschichten (unabhängig von unzähligen Billigproduktionen). Waren Zombiefilme früher noch Genreprodukte, welche oftmals gar nicht im freien Markt gezeigt werden durften und somit möglichst kostengünstig produziert wurden, wurde das Thema immer mehr Mainstream. Immer größer wurden die Geschichten sowie die Filme und der Markt wurde überschwemmt. Doch auch in einem Markt, in welchem demnach eigentlich schon fast alles erzählt wurde, gibt es immer wieder kleine Überraschungen.

Als der Trailer zu It Stains the Sands Red erschien, gab es überwiegend positives Feedback. In seiner Einfachheit ist der Plot umso genialer und innovativer. Zombies in der Wüste sind zwar nichts Neues, aber es wurde nie auf das eigentliche Problem in der Wüste hingewiesen oder thematisiert. Dies sind nämlich die physischen Eigenschaften des Gejagten. In It Stains the Sands Red geht es um eine Frau, welche nach einer Autopanne von nur einem Zombie quer durch die Wüste verfolgt wird. Dies passiert in ungewöhnlicher Langsamkeit. Doch ist das Problem nicht die Geschwindigkeit des gefräßigen Untoten, sondern die Situation per se. So muss Hauptperson Molly schlafen, rasten, trinken, essen und immer wieder einen sicheren Platz finden. Der Untote muss dies eben nicht. So ist es also egal, wie schnell Molly durch die Wüste marschiert. Irgendwann hat der Zombie immer die Möglichkeit sie einzuholen. Ohne Waffen muss sie versuchen schnellstmöglich Hilfe zu finden, denn in der Wüste ist die Natur der größere Feind.

Und so beginnt It Stains the Sands Red ziemlich stark. Nach einer kurzen Vorstellung der Personen und der Situation beginnt die gnadenlose Jagd durch die Wüste. Hier wird keine Zeit verplempert und der Zuschauer wird direkt in die Geschichte geworfen. Wirkt Molly zu Anfang noch unsympathisch, entwickelt der Zuschauer im Laufe der Zeit mehr und mehr eine Bindung zu ihr, zumal sie sich mehr und mehr öffnet. Der Fokus liegt nicht an dem Gesamtproblem der Zombieepidemie an sich, sondern auf Molly und ihrer Gedankenwelt.  Alles eben auf ein Minimum reduziert. Und dies funktioniert in der ersten Stunde auch erstaunlich gut. Spannend und auf eine gewisse Weise neu sehen wir eine komplett andere Art von einem Zombiefilm.

Doch wäre es einmal bei einer Stunde geblieben. Die Prämisse von It Stains the Sands Red ist äußerst schwierig für einen abendfüllenden Film. Und so fängt der Film bald an sich total zu verrennen und ins absurde, gar alberne abzurutschen. Nicht nur, dass im späteren Verlauf sämtliche Klischees aufgegriffen und bedient werden, sondern es kommt im weiteren Verlauf gar zu einem unmöglichen Storytwist, welcher dem ganzen Film einen negativen Beigeschmack verpasst. An der Stelle soll nicht zu viel verraten werden, jedoch fällt es später schwer, den Film danach überhaupt ernst zu nehmen und das gerade in dem Moment, als man sich mit der Prämisse, der Geschichte und der Hauptperson angefreundet hat. Sehr schade, sonst hätte It Stains the Sands Red ein nennenswerter Beitrag im Genre werden können. So bleibt schlussendlich maximal die Idee dahinter erwähnenswert.

Fazit

In der ersten Stunde von "It Stains the Sands Red" wurde auf absolut minimalistische Art und Weise was Großes geschaffen. Doch funktioniert die Prämisse einfach nicht über die Laufzeit einer Master of Horror Folge hinaus. Zurück bleibt ein zwar sehenswerter Zombiestreifen, welcher sich allerdings von Minute zu Minute mehr verrennt und schlussendlich nur als weiterer, maximal durchschnittlicher Genrebeitrag betrachtet werden kann. Und dabei wäre mit einer gewissen Konsequenz so viel mehr drin gewesen. Schade aber leider nur ganz nett.

Autor: Christian Kühnemann

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