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Auf der ganzen Welt ist eine Seuche ausgebrochen. Die Körper soeben Verstorbener kehren sofort als Zombies ins Leben zurück, um anschließend sich dem Drang nach Menschenfleisch hinzugeben. Chaos und Plünderungen sind die Folge. Vier Überlebende flüchten mit einem Hubschrauber und verschanzen sich in einem Kaufhauskomplex, wo sie sich von nun an gegen die Armee von Untoten wehren müssen...

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Kritik

In der heutigen Zeit sind Zombies gar nicht mehr aus der Welt des Filmes wegzudenken. Unzählige Zombieverfilmungen überfluten den Markt. Ob qualitativ hochwertig wie "28 Days Later", überraschend gut wie „[Rec]“, lustig wie „Shaun of the Dead“ oder minderwertige Asylumverfilmungen... Zombies sind immer noch aktuell. Selbst in der Serienwelt sind die Zombies nicht mehr wegzudenken. Und bei den Einschaltquoten, welche „The Walking Dead“ Woche für Woche erzielt wird es auch noch lange so weitergehen.

Doch wie kam es zu diesem Zombieboom? Die Weichen wurden durch George R. Romero gestellt. Sein erster Film „Night of the living Dead“ ist der Vorreiter im Zombiegenre. Jedoch wird sein Werk „Zombie“ aka „Dawn of the Dead“ als Genrereferenz genutzt. 1978 entführte uns Romero in eine postapokalyptische Welt, welche von den lebenden Toten bevölkert wird. Doch die Frage nach dem Warum wird nicht geklärt.

Dawn of the Dead“ ist die direkte Fortsetzung zu „Night of the living Dead“, hat allerdings außer der Thematik nichts mit ihm gemein. Auch Teil Drei der „Trilogie of the Dead“ „Day of the Dead“ ist völlig unabhängig von seinen Vorgängern.

Nicht selten wird „Dawn of the Dead“ als Meisterwerk und Meilenstein bezeichnet. Dies zwar zu Recht, jedoch muss man „Dawn of the Dead“ unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. So ungern man es zugibt, es handelt sich um einen Film, welcher tatsächlich in die Jahre gekommen ist. Unter Beachtung dessen, dass der Film 1978 gedreht worden ist, ist es ein Meisterwerk.

Selten hat ein Zombiefilm eine so komplexe und gut durchdachte Story zu bieten gehabt. Hier wird Wert auf Authentizität und Charakterentwicklung gesetzt. Die Charaktere passen gut zueinander und harmonieren untereinander wunderbar. Sympathien und Antipathien werden durch kurze Einschübe mehr als deutlich. Besonders gut ausgearbeitet sind die Umgangsweisen mit der Situation. Anfangs noch zögerlich ist keiner der Protagonisten ein seelenloser Killer. Das Töten dient lediglich zum Überleben. Hier zweifeln die Protagonisten, weinen oder übergeben sich nach dem töten eines Zombies. Im Verlauf des Filmes stumpfen alle soweit ab, dass es zum Spaß wird einen Zombie zu töten und die Gefahr wird ausgeblendet.

Interessant ist auch der gesellschaftskritische Aspekt des Filmes. Da sich die Protagonisten in einem Einkaufszentrum verbarrikadieren, leben Sie in Saus und Braus. Kein Wunsch bleibt offen. Geld, Lebensmittel, Waffen und Spaß sind jederzeit präsent. Doch schnell sind alle von dem Konsumüberhang gelangweilt. Hier zeigt sich, dass man nicht glücklich wird, wenn man alles besitzt was man benötigt.

Auch die Effekte von Tom Savini sind für die damalige Zeit wegweisend. Und davon gibt es reichlich. Nicht umsonst handelt es sich bei „Dawn of the Dead“ um einen der kontroversesten Filme aller Zeiten. Durch einen äußerst hohen Goreanteil, welcher allerdings nie fehl am Platze wirkt, ist der Film nicht umsonst damals auf dem Index gelandet. War heute eher billig und unecht wirkt, gab es 1978 nie zuvor.

Man kann darüber diskutieren, ob heutzutage eine Indizierung noch von Nöten ist. Interessanterweise kritisiert die FSK nicht die Gewaltdarstellung an sich. Heutzutage sieht der Zuschauer deutlich brutalere Szenen auf der Leinwand. Kritisiert wird die Vermenschlichung der Zombies. Da sich die Produktion von „Dawn of the Dead“ als äußerst schwierig gestaltete und irgendwann auch das Geld ausging, wurden viele der Zombies kurzum blau angemalt und weisen keine Entstellungen oder Verfremdungen auf. Aufgrund der Tatsache, dass der Zuschauer hier meinen könnte, die Gewalt wird an Menschen und nicht an Zombies praktiziert, steht der Film heute immer noch auf dem Index (Nebeninfo: Das Remake zu „Dawn of the Dead“ ist um eine vielfaches brutaler, allerdings bereits ab 18 freigegeben. Dies liegt an den Verstümmelungen der Zombies. Somit soll der Zuschauer nicht das Gefühl haben, dass Menschen getötet werden. Wenn man mich fragt totaler Quatsch).

Zurück zu den Effekten von Tom Savini. Besonders zum Ende hin lässt sich Savini absolut gehen und zeigt uns warum er in den 80gern der größte Special-Effekt Mann war. Hier werden Gedärme aus den lebenden Körpern gerissen, Gesichter abgerissen, Körper zerrissen und gefressen ohne Ende.

Eigentlich erstaunlich, dass Romero es geschafft hat, sowohl reichlich Brutalität, gute schauspielerische Leistung sowie eine gute Story in einem Film zu verbinden. Häufig bleibt eins davon auf der Strecke. Hier haben wir einen atmosphärisch Dichten und ungemein spannenden Horrorfilm, welcher sowohl von den Bildern her äußerst bedrückend wirkt als auch von seiner Musik. Genauer betrachtet ist also „Dawn of the Dead“ ein perfekter Film, sofern man sich mit der Thematik anfreundet. Und ja für die damaligen Verhältnisse war er auch perfekt.

Dies führt uns aber unweigerlich zu dem zweiten Gesichtspunkt, welchen man nicht außer Acht lassen darf. Heutzutage wirkt der Film überholt. Der Zuschauer ist einiges mehr gewohnt. Es mangelt „Dawn of the Dead“ an Tempo. Was 1978 noch vollkommen O.K. war, ist heute nicht mehr aktuell. Selbst die schleichenden Zombies aus „The Walking Dead“ sind wahre Sprinter im Vergleich zu Romero`s Untoten. Dies führt unweigerlich zu vielen unfreiwillig komischen Situationen innerhalb des Filmes welche schon fast slapstikartig ausufern. Diese unfreiwillige Komik führt zu einem deutlichen Kopfschütteln, gerade bei der jüngeren Generation Filmliebhabern.

Hier muss man das Remake „Dawn of the Dead“ von Zack Snyder besonders hervorheben, da dieses actionmäßig mehr Tempo und Dynamik vorweist. Jedoch gehen in dieser Effektorgie die Story sowie die Charaktere etwas unter. Allerdings muss man sagen, dass Romero vermutlich keine andere Möglichkeit sah, seine Zombies anders in Szene zu setzen. Und als Vorreiter hat man es immer schwer etwas Neues zu schaffen. Und häufig kommen Verbesserungen erst im Laufe der Zeit.

Des Weiteren ist die Gesellschaftskritik nicht mehr aktuell und wirkt nicht mehr ganz nachvollziehbar. Auch sind einige Interaktionen der Protagonisten sowie Antagonisten so dermaßen dämlich, dass man seinen Augen nicht glauben möchte. Besonders hervorheben möchte ich hier die Szene mit dem Rocker, welcher von einer Meute von Zombies verfolgt wird und ihm nichts Besseres einfällt als an einem Automaten seinen Blutdruck zu messen. Selbstverständlich wird er umgehend von den Untoten zerrissen.

Doch kann man dies alles ausblenden? Ja. „Dawn of the Dead“ ist immer noch polarisierend und hat wenig an seiner Faszination verloren. Über die negativen Punkte kann man hinweg sehen, sofern man sich das Entstehungsalter vor Augen hält. Jeder Zuschauer der dies allerdings nicht kann wird enttäuscht sein und die Faszination nicht nachvollziehen können. Es handelt sich hierbei eben nicht um einen Actionfilm sondern einen Horrorfilm mit Köpfchen, welcher allerdings immer noch einen hohen Goregehalt zu bieten hat.

Doch eins sei noch gesagt. „Dawn of the Dead“ ist nur in seiner ungeschnittenen Form zu genießen. Es handelt sich hierbei um den Ultimate Final Cut. Dieser ist ein Zusammenschnitt, welcher alle Schnittfassungen zu einer vereint. Dieser hat eine Lauflänge von 156 Minuten. Man sollte um alle kürzeren Fassungen einen Bogen machen, da entweder Gewaltschnitte oder Storyschnitte vorhanden sind.

Fazit

Für Filmkenner, Nostalgiker Filmliebhaber und Fans ist „Dawn of the Dead“ eine Genreperle und vielleicht DER Zombiefilm. Jedoch wird es immer jene geben, welche von ihm gelangweilt sind, da er doch leicht in die Jahre gekommen ist.

Autor: Christian Kühnemann

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