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Dominic Toretto (Vin Diesel) und Brian O’Conner lassen die Seele baumeln. Klar, mit Millionen von Dollars auf der Kante, erbeutet aus dem großen Coup in Rio, kein Problem in sonnigen Ländern. Brian wird Vater, Dom nimmt das Model und der nachbarliche Besuch fällt dank Muscle-Car nicht schwer. Die Idylle wird getrübt, als ihr ehemaliger Gegenspieler Hobbs (Dwayne Johnson) auf der Schwelle steht und das Team um die rasenden Ex-Gangster um Hilfe bittet. Der desertierte Soldat Owen Shaw (Luke Evans) treibt in London sein Unwesen. Warum das Dominic interessiert? Seine totgeglaubte Liebe Letty (Michelle Rodriguez) ist Teil von Shaws Crew…

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Kritik

„Wir haben 96 Stunden. Das sind 4 Tage!“

Eine beachtliche mathematisch Leistung, welche da am Konferenztisch der familiären Crew zu Tage kommt. Eine Leistung gar, die man den Protagonisten aus „Fast & Furious 6“ nach den ersten 20 Minuten kaum mehr zugetraut hätte; schließlich spannen küchenpsychologische Ratschläge unter Palmen und Erinnerungen an „gute alte Zeiten“ einen jeden Zuschauer auf die schmerzhafte Folterbank unterirdischer Dialoge. Als sich Dwayne „The Rock“ Johnson (oder war es Vin Diesel? Nun ja, einer von den Schränken) zu eben jener mathematischen Sternstunde aufschwingt, hat sich Regisseur Justin Lin längst auf den Stellenwert des doch etwas zu sommerlichen Sommerblockbusters festgelegt. Fühlte sich Teil 5 der Reihe, trotz spektakulärer Tresor-Flucht, relativ geerdet an, dreht das neueste Abenteuer der ewig rasenden Gang um Vin Diesel und Paul Walker -jetzt kommts – völlig am Rad.

Um jedwede moralischen Differenz zwischen Zuschauer und Kriminellen zu bügeln, stellen die Charaktere aus „Fast and the Furious 6“ mantraesk klar, dass alles was Sie jemals getan haben und zukünftig tun werden im Sinne der Familie steht. So etwas findet auch der sonst so gesetzestreue FBI-Hardliner Hobbs löblich und arbeitet fortan mit der erfahrenen Truppe zusammen – anstatt sich Unterstützung von der Polizei, Interpol, dem Militär oder sonstwem zu holen. Aber möchten wir an dieser Stelle wirklich das böse Logik-Fass aufmachen? Wirklich den hirnlosen Actioner aufgrund seiner Hirnlosigkeit madig reden? Eigentlich nicht, aber Fast and the Furious 6″ driftet mit gefühlten 300 km/H aus der schützenden Wohlfühlzone der „Ist ja auch Popcorn-Kino“-Mentalität heraus. Das geht von merkwürdiger Physik über das Verhalten aller Beteiligten in allen Situationen bis hin zu einer -grob geschätzt – unendlich langen Startbahn in der letzten Actionsequenz.

„All Roads Lead to This“ heißt es vollmundig auf momentanen Plakaten einer Serie, die sich gern selbst spoilert, in den Werbespots zumeist die besten Stunts präsentiert und somit kaum noch Überraschungen für den Kinogang aufspart. Die Straßen führen also schlichtweg ins Nichts. So wissen Fans bereits aus der letzten Sequenz des Vorgängers, dass die Rückkehr der totgeglaubten Letty im aktuellen Teil das klapprige Gerüst einer längst auserzählten Geschichte zusammenhalten wird. Die Erklärung hinter ihrer Rückkehr ist dabei ebenso ernüchternd wie die Szene, in der sich Paul Walker selbst inhaftieren lässt, um den ganzen Quatsch herauszufinden. Was so etwas wie einen „Ocean’s Eleven“- Charakter haben soll, fühlt sich aber vielmehr wie eine zu lang laufende Soap-Opera an. Das Drehbuch zwängt nahezu jede noch lebende (oder erneut lebende) Figur zurück in hübsch ausgeleuchtete Besprechungsräume, in denen zwischen Testosteron und Technik nur noch Platz für gewählte Einzeiler ist. Der Trost: Diese sind oftmals sogar witzig.

Die von Fans geschätzte und die Reihe am Leben erhaltende Mythologie von harten Jungs, schnellen Autos und heißen Frauen findet aber trotz aller Ungereimtheiten ausreichend Platz, um Fast and the Furious 6″ erneut zum Kassenhit werden zu lassen. Dies, viele gelungene Stunts und die Szene in der Vin Diesel und „The Rock“ gemeinsam ihr europäisches Pendant zerlegen, sorgen am Ende aber doch für gelungenes Stückwerk.

Fazit

Justin Lin schlägt mit seiner letzten Regiearbeit für die „Fast“-Reihe einige gelungene Bögen zu anderen Teilen des Franchise und liefert phasenweise beeindruckende Schrottorgien ab. Die Lorbeeren verliert „Fast & Furious 6“ allerdings durch seine blutleere Geschichte und den kompletten Verzicht auf Logik und Bodenhaftung. Außer bei den Reifen natürlich.

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