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Baby, ein talentierter junger Fluchtwagenfahrer, verlässt sich ganz auf den Beat seiner persönlichen Playlist, um der Beste in seinem Job zu werden. Als er das Mädchen seiner Träume trifft, sieht Baby eine Chance, seine kriminelle Karriere an den Nagel zu hängen und einen sauberen Ausstieg zu schaffen. Aber nachdem er gezwungen wird, für einen Gangsterboss zu arbeiten und ein zum Scheitern verurteilter Raubüberfall sein Leben, seine Liebe und seine Freiheit gefährdet, muss er für seine Handlungen geradestehen.
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Kritik

Kann der Titel eines Films bereits so abschreckend klingen, dass manch uninformierter Kinogänger, der zum ersten Mal davon hört, gleich das Interesse verliert? Baby Driver lässt sicherlich manch falsche Assoziation zu, wird letztendlich aber hoffentlich nicht allzu stark darunter zu leiden haben. Edgar Wrights neuer Heist-Thriller mag nicht die glücklichste Bezeichnung tragen, kann dafür aber als durch und durch kreativer Filmbeitrag umso mehr begeistern.

Dabei ist es nicht die Handlung, welche in Baby Driver heraussticht. Die Geschichte um einen jungen Kleinkriminellen, der den Ausstieg sucht und sich dabei immer tiefer in einen Schlamassel hineinreitet, ist alles andere als neu. Es geht also viel weniger um das, was der Film zu erzählen hat, sondern viel mehr darum, wie er es tut. Äußerst lässig und stilistisch höchst durchdacht inszeniert entwickelt Baby Driver eine enorme Anziehungskraft, der man sich nur schwer entziehen kann. Während sich andere Filme schnell den "style over substance"-Vorwurf gefallen lassen müssen, liegt die Genialität in Baby Driver darin, dass der Stil nicht einfach nur schickes Beiwerk ist, sondern fester Bestandteil des gesamten Treibens. Die Art, wie Edgar Wright Musik, Schnitt und das Agieren der Darsteller miteinander kombiniert, ist nicht nur außerordentlich frisch und kreativ, sondern in höchstem Maße spaßig anzuschauen. Während Filmemacher für gewöhnlich Musik integrieren, die möglichst zum Geschehen passen soll, passt sich der Film, mit seinen Schnitten, den Bewegungen der Darsteller bis hin zum Schusswechsel, vielmehr dem Takt des coolen Soundtracks an, der stets den Ablauf vorgibt. Der an Tinnitus leidende Baby (Ansel Elgort) trägt dabei stets seinen iPod mit sich, dessen Playlist zum festen Bestandteil der Handlung wird. Baby lebt quasi in seiner eigenen kleinen Welt, er ist der DJ innerhalb dieser. Das geht sogar soweit, dass Baby auch schon Mal heimlich einzelne Gespräche seiner Mitmenschen aufzeichnet, um daraus zu Hause einen neuen Track zu mixen. Klingt bescheuert, ist aber ausgesprochen witzig. 

Humor ist generell ein wichtiger Bestandteil des Films, wenn auch auf andere Art als bei Wrights früheren Werken. Sowohl die Cornetto-Trilogie (Shaun of the Dead, Hot Fuzz, The World's End) als auch Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt waren in ihrer Darstellung weit exzessiver, Baby Driver ist dagegen, trotz seines lockeren Tons und reichlich skurriler Momente, im Kern ein Thriller. Als solcher begeistert er auch mit erstklassiger, handgemachter Action, die vor allem in den Verfolgungsjagden per Auto stark zum Ausdruck kommt.

Ebenso weiß der Film durch seine kuriosen Charaktere zu punkten. Jamie Foxx, Jon HammEiza González und Jon Bernthal bilden ein überaus unterhaltsames Gangsterensemble, an deren Spitze ein gut aufgelegter Kevin Spacey als Mastermind der Truppe glänzen darf. Ansel Elgort erweist sich in der Hauptrolle als regelrechter Glücksgriff: Zum einen passt er durch sein junges Aussehen zum ihm verpassten Namen wie die Faust aufs Auge, zum anderen nimmt man ihm seine coole Lässigkeit und auch seine Schlagfertigkeit jederzeit ab. Und auch die Chemie zur bezaubernden Lily James stimmt, so dass selbst der romantische Part in Baby Driver zu gefallen weiß.

Fazit

Ein mit kreativen Ideen und jeder Menge guter Laune getanktes Kraftvehikel, das mit Vollspeed durch die Zielgerade schießt. Einsteigen, anschnallen und Spaß haben!

Autor: Sebastian Stumbek

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