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Inhalt

In den unendlichen Weiten des Weltraums wird der amerikanische Pilot und Abenteurer Peter Quill zum Ziel einer intergalaktischen Kopfgeldjagd, denn er hat einen mysteriösen Stein gestohlen. Dieser Stein wird von Ronan begehrt, einem mächtigen Schurken mit Ambitionen, die das gesamte Universum gefährden. Quill ist gezwungen, sich mit einem Quartett von Sonderlingen zusammenzutun, bestehend aus dem waffenschwingenden Waschbären Rocket, dem Baumwesen Groot, dem rachsüchtigen Muskelpaket Drax the Destroyer und der tödlichen Gamora.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Was haben ein Mensch, ein Koloss, eine grüne Kriegerin, ein Waschbär und ein Baum gemeinsam? - sie retten unsere Galaxie! Spätestens seit den ersten Trailern zu "Guardians of the Galaxy" wissen das nicht mehr nur Comicfans, sondern fast jeder, der sich Medien wie dem Internet, Fernsehen und Kino nicht gänzlich verweigert. "Guardians of the Galaxy" bildet hierbei den vorletzten Teil der zweiten Phase des Marvel Cinematic Unvierse, bevor diese ihren Höhepunkt in "Avengers: Age of Ultron" finden wird. Doch hatte die zweite Phase erhebliche Startschwierigkeiten. Das ehemalige Zugpferd "Iron Man" konnte in seinem dritten Film längst nicht jeden überzeugen. Zu hoch waren die Erwartungen nach dem fulminanten Action- und Humorfeuerwerk, dass uns in "Avengers" geboten wurde. 

Viele beschwerten sich über den quengelnden Tony Stark und den zur Witzfigur verkommenen Mandarin. Es folgte ein deutlich stärkerer "Thor – The Dark Kingdom". Leider war dieser für das Marvel Cinematic Universe kaum von Bedeutung, da die Geschehnisse keine Folgen für die weiteren Filme haben. Den bis dato stärksten Beitrag der zweiten Phase bildete dann "Captain America – Return of the First Avenger". Dieser konnte nicht nur mit großartiger Action, tollen Effekten und unterhaltsamen Charakteren punkten, sondern hat auch erheblichen Einfluss auf die noch folgenden Filme des Marvel Cinematic Universe. Mit "Guardians of the Galaxy" starten nun die ersten neuen Helden der zweiten Phase ihre Abenteuer. Abenteuer, die man sich nicht entgehen lassen sollte und die die Vorfreude auf das Zusammentreffen der Heldenteams im dritten "Avengers"-Film ins unermessliche steigern.

Ohne großes Vorgeplänkel zieht uns Regisseur James Gunn sofort in das von ihm geschaffene Universum. Ein Universum voll von großartigen Ideen, fantastischen Welten und cooler Charaktere. Letztere werden nicht langwierig eingeführt, sondern dem Zuschauer nach und nach im Verlauf des Films vorgestellt. Dadurch, und durch das aneinanderreihen vieler bombastischer Actionszenen, die zumeist nur durch witzige Charaktermomente unterbrochen werden, schaut sich der Film so flüssig wie kein Marvel Film zuvor. Trotz dieser immensen Geschwindigkeit verliert Gunn aber nie die Details aus dem Auge. Jede Szene scheint bis ins Kleinste durchgeplant, jedes Requisit am richtigen Ort, jeder Song stimmig positioniert. Man spürt regelrecht das ganze Herzblut, das der Regisseur in diesen Film gesteckt hat. Es verleiht dem Film eine Atmosphäre, wie sie fast schon eines "Star Wars" würdig wäre.

Auch die Effekte sind aller erster Güte. Doch sind es viel weniger die bombastischen Szenen, die beeindrucken, als viel mehr zwei der Hauptcharaktere, die komplett am Computer entstanden sind. Mit Rocket und Groot schafft Marvel zwei CGI Charaktere, die wir sofort ins Herz schließen und die lebendiger sind, als so mancher Schauspieler. Neben ihnen bestehen die Guardians noch aus Star Lord/Peter Quill, Gamora und Drax. Diese fünf Charaktere sind dermaßen unterhaltsam, cool und abgefahren, dass sie den Avengers in nichts nachstehen, sie gar noch übertreffen.

Die Charaktere wären aber nicht die selben ohne die sympathischen Darsteller, die hinter den Masken und Mikros stecken. Chris Pratt, der aufgrund seines früher doch recht kräftigen Körpers Rollen wie die des Captain Kirk oder Jake Sully nicht bekam, überzeugt  als Star Lord auf ganzer Linie. Kaum einem anderen Darsteller ist es zuzutrauen, diesen charmanten, witzigen und oft auch trotteligen Antihelden so sympathisch und unterhaltsam zu verkörpern. Auch Zoe Saldana überzeugt hinter ihrem grünen Make-up als kaltblütige Kriegerin, die nach und nach ihre zarte Seite entdeckt. Mit David Bautista fand man für Drax einen eher minder begabten Darsteller. Doch genau damit spielen die Autoren James Gunn und Nicole Perlman. Sie schrieben die Rolle so, dass sein begrenztes Talent exakt zum Charakter passt. 

Lustige One-liner und viel Haudraufaction machen damit selbst Bautista zu einem überzeugenden Darsteller. Während Bradley Cooper den kleinen Waschbären Rocket mit seiner unverwechselbaren Stimme zum Leben erweckt, brummt Vin Diesel gekonnt die wenigen Worte des Groot ins Mikro. Zusätzlich zu den perfekt animierten CGI Charakteren sind es die Stimmen der zwei, die sie zum Leben erwecken und ihnen den unverwechselbaren und unnachahmlichen Charme verliehen. Besser hätte man den Hauptcast nicht auswählen können. Doch auch die kleinen Rollen sind durchweg gut besetzt. Benicio Del Toro, Michael Rooker, Djimon Hounsou, John C. Reilly und Glenn Close sind nur einige der unverwechselbaren Darsteller, die immer wieder mit kleineren Auftritten begeistern.

Trotz Allem bleibt aber auch "Guardians of the Galaxy" nicht gänzlich frei von Makel.  Neben dem schlechten 3D und einigen vernachlässigbaren Ungereimtheiten stört vor allem der Bösewicht Ronan. Zwar war Marvel noch nie für die besten und interessantesten Bösewichte bekannt, doch hatten solche wie Loki wenigstens noch Charakter. Ronan hingegen fällt vollkommen langweilig, charakterlos und stereotyp aus. Spätestens seit "The Dark Knight" reicht das aber nicht mehr aus, um den Zuschauern eine Bedrohung vorzugaukeln. But so what? Der Rest des Films ist einsame Spitze und durch die fünf großartigen Hauptcharaktere, die ohne Frage den Kern des Films bilden, kann und darf man solche kleinen Fehler gern vernachlässigen.

Fazit

James Gunn vereint die größten Stärken des Studios und feuert ein großartiges Actionfeuerwerk ab. Coole Charaktere, genialer Soundtrack und großartige Effekte machen den Film zum besten Blockbuster des Jahres 2014!

Kritik: Tobias Bangemann

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