Es gibt Karrieren, die verlaufen geradlinig – und es gibt jene, die sich stetig neu definieren. Bradley Cooper gehört zur zweiten Kategorie. Vom charmanten Comedy-Gesicht der frühen 2000er entwickelte er sich zu einem Schauspieler, der gezielt die Bruchstellen seiner Figuren sucht: Männer im Kontrollverlust, Getriebene zwischen Größenwahn und Selbstzweifel, Künstler am Rand der Selbstzerstörung.
Cooper spielt selten klassische Helden. Er interessiert sich für Ambivalenz, für Ego, für Scheitern. Genau daraus entsteht seine stärkste Qualität: Figuren, die gleichzeitig faszinieren und irritieren. Für diese Moviebreak-Topliste konzentrieren wir uns auf seine eindrucksvollsten Schauspielarbeiten und seine wichtigsten Filme. Viel Spaß!
Hier spielt Bradley Cooper den exzentrischen Produzenten Jon Peters als energiegeladenes Pulverfass zwischen Größenwahn und Kontrollverlust. In wenigen, aber intensiven Szenen dominiert er den Film mit nervöser Wucht und beweist, wie viel Präsenz er selbst in einer Nebenrolle entfalten kann.
In diesem biografischen Drama über den legendären Komponisten Leonard Bernstein zeigt Cooper erneut seine Wandlungsfähigkeit – als narzisstischer Künstler und komplexer Familienmensch. Der Film war mehrfach bei den Oscars nominiert, u. a. auch für seine Leistung als Hauptdarsteller.
Als Stimme von Rocket Raccoon zeigt Cooper sein komödiantisches und energetisches Talent – auch wenn diese Rolle keinen Oscar-Focus hat, ist sie aus Popularitäts- und Performancesicht ein (Finanzielles)Highlight seiner Karriere.
Auch wenn er hier weniger Oscar-relevant ist, war diese Rolle ein Meilenstein für seine Karriere: Charmant, komödiantisch und absolut publikumswirksam – der Film machte Cooper zum Star des Mainstream-Kinos.
Ein Genre-Thriller, der seine Wandlungsfähigkeit unterstreicht: Cooper spielt einen vom Leben gebeutelten Schriftsteller, der durch eine Wunderpille ungeahnte intellektuelle Höhen erreicht – und dabei tief in Abgründe gerät.
In diesem kraftvollen Drama spielt Cooper einen Polizisten, dessen Leben mit dem eines entfremdeten Vaters verknüpft wird. Seine Performance ist komplex, verletzlich und zeigt sein dramatisches Spektrum abseits großer Blockbuster.
In Guillermo del Toros düsterem Noir-Thriller zeigt Cooper subtil das moralische Abgleiten eines charismatischen Schaustellers, der immer größere Risiken eingeht – eine der tiefgründigsten Charakterstudien seiner Karriere.
In David O. Russells Ensemble-Krimi brilliert Cooper in einer Nebenrolle, die ihm eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller einbrachte – und die zeigt, wie er auch in großen Ensembles überzeugend Akzente setzen kann.
Cooper erhielt seine erste Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller für die bewegende Darstellung eines Mannes, der nach einem Nervenzusammenbruch einen Neuanfang versucht – eine künstlerische Bestleistung zwischen Komödie und Drama.
Der Durchbruch als ernsthafter Charakterdarsteller: Cooper spielt den abgehalfterten Rockstar Jackson Maine, dessen Beziehung und Karriere grandios und dann wieder zutiefst tragisch verläuft. Die emotionale Tiefe und Verletzlichkeit dieser Rolle brachten ihm eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller ein.