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Mutanten sind die besseren Menschen

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Marvels X-Men sind wohl eines der langlebigsten und bekanntesten Superheldenteams der gesamten Comicgeschichte. Erdacht von Autorenikone Stan „The Man“ Lee und Zeichnerlegende Jack Kirby, kämpft das Mutantenteam bereits seit den frühen 60er Jahren (dem sogenannten Silver Age of Comic Books) in sich stetig erweiternder beziehungsweise verändernder Besetzung sowohl gegen die amerikanische Regierung und die Bruderschaft der Mutanten, als auch gegen Rassismus, Intoleranz und die Verfolgung von Minderheiten. Die bekanntesten und einflussreichsten Mitglieder sind dabei wohl ihr Gründer Charles Xavier aka Professor X, Jean Grey aka Marvel Girl, Scott Summers aka Cyclops, James „Logan“ Howlett aka Wolverine, Ororo Munroe aka Storm und Mary D’Arcanto aka Rogue. Eben diese Charaktere stellte Regisseur Bryan Singer im Jahr 2000 in den Mittelpunkt seiner äußerst erfolgreichen Comicadaption „X-Men“, die anderen Marvel-Superheldenadaptionen wie „Spiderman“, „Daredevil“ und „Hulk“ den Weg auf die große Leinwand ebneten und einen unvorhergesehenen Superheldenboom auslösen sollte. Auch für das „X-Men“-Franchise an sich, war Teil eins Gold wert. Dank des Erfolgs des Erstlings (knapp 300 Millionen Dollar Boxoffice) folgten bisher zwei direkte Fortsetzungen (2003 und 2006), ein Wolverine Spin-Off (2009) und ein Prequel (2011).

In einer nicht allzu fernen Zukunft hat die Evolution einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht und durch DNA-Mutation in vielen Heranwachsenden ungeahnte Kräfte geweckt. Überall in Amerika tauchen Berichte von Jugendlichen auf, die durch Wände gehen, Gedanken lesen oder Unwetter erzeugen können. Die breite Öffentlichkeit reagiert darauf  mit Unverständnis, Angst und Ablehnung. In diesem vergifteten gesellschaftlichen Umfeld entdeckt die junge Mary (Anna Paquin, aktuell durch die Serie „True Blood“ zu spätem Ruhm gelangt), dass jeder körperliche Kontakt ihrerseits mit einem anderen Menschen verheerende Folgen nach sich zieht. Aus Angst und Verzweiflung flüchtet sie aus ihrem Elternhaus, trifft in Kanada auf den Mutanten Wolverine (Hugh Jackman in der Rolle seines Lebens) und landet schlussendlich in Charles Xaviers (Patrick Stewart alias Captain Picard) Schule für Hochbegabte. Diese Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht jugendlichen Mutanten eine verantwortungsvolle Verwendung ihrer Kräfte näher zu bringen und eine Koexistenz mit dem Rest der Menschheit zu fördern. Das genaue Gegenteil dessen verfolgt Magneto (Ian Gandalf McKellen) mit seiner Bruderschaft der Mutanten, die ein besonders perfides Interesse an Wolverine und seiner Begleiterin zu haben scheint. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Aus dieser einfach gestrickten Grundstory formt Bryan Singer, der mit „Die üblichen Verdächtigen“ für einen der spannendsten Thriller aller Zeiten verantwortlich ist, mit Unterstützung von „Watchmen“ Drehbuchautor David Hayter einen unglaublich flüssigen und perfekt ausbalancierten Actionfilm. Dieser überzeugt nicht nur als eigenständiges Filmspektakel, sondern ist ganz nebenbei auch eine der gelungensten Comicadaptionen, die jemals über die Leinwände dieser Welt flimmern durfte. Begonnen mit der sensationellen Anfangssequenz in einem polnischen KZ, über den ersten Auftritt von Hugh Jackman als Wolverine, bis hin zum Endkampf auf der Statue of Liberty, kann jede einzelne Szene auf der ganzen Linie überzeugen. Selten hat man Superhelden menschlicher und vor allem realitätsnaher über die Leinwand huschen sehen, als in „X-Men“. Vor allem die Umsetzung der unterschiedlichen Mutantenkräfte, selbst wenn diese nur im Hintergrund gezeigt werden, ist äußerst liebevoll und (noch wichtiger) nahe am Original ausgerichtet.

Besonders hervorzuheben sind hierbei auch die überragenden Effekte – die das Alter des Films an keiner Stelle erahnen lassen – und die tollen Kostüme. Diese weichen zwar etwas von den Originalkostümen der Vorlage ab, sind jedoch weit besser in der „Realität“ verankert als die gelbblauen Pyjamas des Originals. Weitere kleinere Abweichungen betreffen am ehesten die Figurenkonstellation, da Gründungsmitglieder wie Beast und Angel sowie Fanlieblinge wie Nightcrawler, Pyro oder Colossus, im ersten Teil kein Platz mehr eingeräumt werden konnte. Dieses Manko wurde jedoch in den ebenfalls sehr gelungenen Sequels „X-Men 2“ und „X-Men 3“ behoben.

Die Soundkulisse von „X-Men“ ist gut auf die Handlung abgestimmt und die Kameraführung noch angenehm Old School, was so viel bedeutet wie, ruhig im Geschehen verankert und mit tollen ausufernden Landschafts- und Umgebungsaufnahmen gewürzt, ohne langweilig zu wirken. Die Kampfszenen sind an den jeweils beteiligten (Haupt-)Charakter angepasst, stehen jedoch nie selbstzweckhaft im Vordergrund – Logan darf schon mal das Tier heraushängen lassen, während Magneto eher überheblich und ruhig mit seinen Gegnern spielt.

Um an dieser Stelle gleich bei den Charakteren zu verbleiben. Auch beim Casting der „X-Men“ ließ sich Regisseur Bryan Singer nicht lumpen und besetzte die ambivalenten Mutantenrollen unter anderem mit Hugh Jackman, Patrick Stewart, Ian McKellen, Famke Janssen, James Marsden, Halle Berry, Anna Paquin und Rebecca Romijn. Als besonderen Fan-Bonus absolviert Stan Lee seinen mittlerweile (anno 2011) schon beinahe obligatorischen Gastauftritt – in diesem Fall als Hot Dog Verkäufer am Strand.

Fazit

Eine flüssig umgesetzte, actionreiche Comicverfilmung, die dem Original treu bleibt und Dank toller Regie, flüssiger Inszenierung und sympathischen Charakteren sowie State-Of-The-Art-Effekten die X-Men würdig zu filmischen Ehren geleitet hat.

Autor: Christoph Uitz

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