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TV-Reporterin Kim Barker sucht nach einer neuen Herausforderung in ihrem Leben: Thunfischsalat im Großraumbüro und Beziehungsweichei an ihrer Seite können doch nicht alles gewesen sein. Als der Kabelsender, für den sie arbeitet, unter den unverheirateten, kinderlosen Mitarbeitern kamerataugliches "Kanonenfutter" für die Berichterstattung von der afghanischen Reporter-Front sucht, meldet sie sich kurzerhand freiwillig. Völlig überfordert von sich und Kabul, erlebt die Journalistin, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr macht, ob man den Presseausweis um den Hals oder auf der Kevlar-Weste trägt. Fest entschlossen, die beste Story zu finden, lässt sich Kim auf die neuen Regeln ein.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Tina Fey ist eine sagenhaft erfolgreiche Frau. Erst Obermotz bei der legendären TV-Sendung Saturday Night Live, die als Sprungbrett für gefühlt ein Drittel der heute bekannten amerikanischen Comedy-Schauspieler diente, dann Erfinderin und Hauptdarstellerin der gelobten Serie 30 Rock, gefolgt von Unbreakable Kimmy Schmidt, dessen zweite Staffel seit Kurzem veröffentlicht wurde. Ganz nebenbei jongliert Ms. Fey Bücher, eine Mutterschaft und dient denen als Vorbild, die auch die Frechheit besitzen, gleichzeitig erfolgreich und weiblich sein zu wollen. Feminismus und die gesellschaftlichen Mechanismen und Konventionen, die die Welt nun einmal bestimmen, in der wir leben, sind wiederkehrende Themen in Feys Arbeit.

30 Rock verarbeitete ihre Erlebnisse bei SNL und zeigte Fey als einzige Frau bei den Schreiberlingen einer fiktiven Comedy-Show - wo sie umgeben von liebenswerten und schrulligen Herren in einem männerdominierten Umfeld überleben muss. Unbreakable Kimmy Schmidt ist da schon deutlicher in der Hinsicht, zeigt sie doch das Leben von Kimmy, die von einem Mann entführt und in einem Bunker gehalten wurde und nun das Leben in New York neu kennenlernt. Quasi durch die Augen eines Kindes deckt sie dadurch Klischees, Vorurteile und verachtende Eigenart unserer Gesellschaft auf. Dieses feministisch-aufmerksame Bild der Serien ist in dem neuen Film mit (nicht von!) Tina Fey, Whiskey Tango Foxtrot (lang für WTF, kurz für What the Fuck), bei weitem nicht so ausgeprägt und geistreich vorhanden. Das ist durchaus schade.

Das Regie-Duo umGlen Ficarraund John Requa, u.a. verantwortlich für Crazy Stupid Love, will sich nun, nachdem sie im letzten Jahr mit Focus einen unterhaltsamen aber auch seichten und naiven Film abgeliefert haben, an etwas mehr Tiefgang versuchen. Es bleibt leider bei einem etwas missglückten Versuch. Denn die Naivität, die schon Focus umgab und dort noch funktioniert hat, weil man sich gerne an der Nase herumführen ließ, sie ist hier nicht nur unerwünscht, sie ist ganz gefährlich. Bei einer ernsthaften und brisanten Thematik wie dem des Krieges im mittleren Osten sollte man als Film den Anspruch haben, einen wertvollen Beitrag zu leisten. Und dass die Beteiligten diesen Anspruch hatten, mag man ihnen gar nicht abstreiten - wirklich weit sind sie jedoch auch nicht gekommen.

Die wahre Geschichte einer Kriegsreporterin, die die Herausforderung annimmt und sich in ein Land stürzt, in dem Frauen einen anderen Stand haben, als in der westlichen Kultur, bietet Material, das spannend, wertvoll, lustig sein kann und gleichzeitig Feys typischen Arbeitsstil bedient. Hier wurde jedoch auf thematischer Ebene sehr wenig gerissen. Das Weltbild, das der Film liefert ist einmal mehr überaus naiv, über einen Kamm scherend und mag dem aufgeklärten Zuschauer deshalb nicht wirklich genügen. Verachtungsvolle Absichten und Propaganda-Hintergründe sind diesem Film allerdings nicht vorzuwerfen. Das wäre zu viel der Kritik bei einem Film, der in seinem Kern viel eher daran interessiert ist, die Mechanismen der Medien aufzudecken. Jene Medien, die über Kriege berichten, als gäbe es kein Morgen, die sich an dem Leid aufzugeilen scheinen und immer extremere Bilder suchen, um die Zuschauerschaft, die daheim vor den Flimmerkisten sitzt, ein kleines Pulshoch zu verschaffen, bevor es in das warme Betti geht.

In dieser medienkritischen Hinsicht funktioniert der Film auch tatsächlich ganz gut, er zeigt die adrenalin-durchrauschten Körper bei der Arbeit und beim Feiern, wenn alles um sich herum vergessen wird, damit man nicht allzu schnell suizidgefährdet ist. Der Krieg ist für uns, die wir in aller Sicherheit zuhause voyeuristisch zuschauen, nichts anderes als Entertainment. Ebenso gut wie der neuste Actionfilm oder die dramatischste Folge der begehrten Casting-Show. Für die, die ihn bestreiten ist Krieg keine Unterhaltung und für jene, die über ihn berichten, ist Krieg ein seltsames Mittelding. Die Welten aus Bekanntem und Erlebtem kollidieren und lassen die Menschen zersplittert zurück. Das wird teilweise in den Berichten deutlich, die die von Tina Fey gespielte Protagonistin verfilmt. Die Soldaten fühlen sich vergessen, als würden sie in einer parallelen Welt existieren, in der es kein Raum-Zeit-Kontinuum gibt und die Zeiger der Uhr stillstehen.

Die wirklich saftigen Kritikpunkte, die man dem Film jedoch machen muss, zentrieren sich vor allem in dem erwähnten Weltbild, das nicht an politischer, gesellschaftlicher oder sonstiger Art von Aufklärung interessiert ist, sondern eine überaus komplexe Welt in zwei Lager quetscht. Gut und Böse, was mit Frauen und Männer gleichgestellt wird - zumindest auf Seiten der arabischen Figuren. Ausnahmen bestätigen die Regel. Dass der Film in dieser Hinsicht arg gescheitert ist, sollte deutlich sein. Dass dieses Scheitern weitaus stärker die Bewertung belasten würde, wenn der medien-relevante Aspekt des Films nicht gelungen wäre, sollte hier angemerkt werden. Zudem ist es erwähnenswert, wie gut es dem Film teilweise gelingt, Emotionen aufzubauen und auf die Spitze zu treiben. Einige Momente sind überaus lustig, Fey-typisch frech und unterhaltsam. Andere Momente hingegen sind überaus tragisch und provozieren Gänsehaut, im Kino wurden hier und da die Taschentücher gezückt. Derartige Emotionen könnten die Defizite des Films zunächst überdecken, auf Dauer jedoch mag der Film nicht wirklich standhalten.

Fazit

Wer Tina Fey möchte, der bekommt hier nur eine light-Version serviert. Das Regie-Duo John Reque und Glen Ficarra liefert einmal mehr einen überaus naiven Film ab, der zwar mit Humor und gefühlvollen Momenten überzeugt, jedoch als gesellschaftlich-relevanter Film auf große Art scheitert. Das Hauptaugenmerk des Zuschauers sollte nicht auf der Darstellung der kulturellen Unterschiede liegen, sondern auf der Kritik des Kriegsjournalismus und dem medialen Umgang mit Leid auf dieser Welt. Dabei werden sich ein paar Momente der Klarheit offenbaren, ganz im Gegensatz zu der dummen Bebilderung der arabischen Bevölkerung und der Trivialisierung der Konflikte.

Autor: Levin Günther

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