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Adrian Cronauer, ein Starmoderator des amerikanischen Armeeradios wird während des Krieges von seinem ruhigen Posten in Europa nach Vietnam versetzt, wo er mit seiner lockeren Art die Truppen bei Laune halten soll. Seine Musikauswahl und die unkonventionelle Weise, in der er seine Show moderiert, kommt aber nicht bei jedem gut an. Mit der Zeit durch die Ereignisse an der Front und die Zensur der Nachrichten wird aus dem fröhlichen Moderator ein nachdenklicher Mann.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Robin Williams (Good Will Hunting) als Adrian Cronauer wird wohl noch lange als einer der Paraderollen des leider verstorbenen Darstellers in Erinnerung bleiben, der in Good Morning, Vietnam bereits vorführte, was später zu seinem qualitativen Markenzeichen werden sollte: Der Spagat zwischen Komödie und Drama. Seine Leistungen zeigen, dass beides Seiten derselben Medaille sind und bleiben. Ikonisch erscheint es hier, wenn er seine charismatische Moderation beginnt, wenn er die poppigsten Musiknummern herauskramt und das alles nur, um den tristen Alltag der Rekruten etwas zu erhellen. Als Cronauer aus Europa abgezogen und in Vietnam eingesetzt wird, scheint sich alles zu verändern: Der offene Freigeist sieht sich zunehmend mit reaktionärer Kritik konfrontiert, die ihm wie eine stetige Drohung im Nacken sitzt. Rasch gerät er unter Beobachtung und muss fürchten, wieder versetzt und gar gänzlich suspendiert zu werden. 

Beirren lässt er sich nicht, stattdessen blickt er vermehrt hinter die Fassade des Apparats, für den er arbeitet und streift seinen anfänglich naiven Blick auf das Kriegsgeschehen ab. Er wird zu einem Rebell und zu einem wahrlich subversiven Charakter. Barry Levinson (Rain Man) ist dabei ein zugänglicher Unterhaltungsfilm geglückt, der eine Charakterentwicklung von einem lebensfrohen Sympathen zu einem einsichtig und melancholisch werdenden Idol skizziert. Die nachdenklichen Töne, die der Film zum Ende hin anschlägt, werden nie plakativ vorgetragen, sondern vor allem durch Williams facettenreiches Schauspiel dargestellt. Durch Blicke, eine auszuhaltende Stille oder ein einzelnes Seufzen, gelingt es ihm die dem Charakter innewohnenden Ambivalenzen spürbar auszudrücken. Durch Cronauer werden wir in eine Geschichte eingeführt, deren Ungerechtigkeit immer greifbarer und deren heiterer Ton melancholischer wird. Durch diesen Umschlag empfinden wir Unverständnis für das reaktionäre Umfeld des Protagonisten und die beflügelnde Kraft des Aktivismus, die ihn umgarnt. 

Die Stärken des Kultfilms liegen dabei auch bei der Zugänglichkeit und Bestätigung von Sehgewohnheiten. Die wahren Begebenheiten rundum Adrian Cronauer wurden so frisiert und erzählerisch angenehm gehalten, dass der pazifistische und zutiefst humanistische Appell des Films für jeden greifbar scheinen. Mit dem Protagonisten entwickelt sich auch der Zuschauer im Stillen und wird nachdenklich und inspiriert entlassen, anstatt lediglich erheitert, wie man vorab hätte meinen können. Good Morning, Vietnam ist als Antikriegsfilm im eigentlichen Sinne zu verstehen, der nicht die Schlacht als Ausgangslage der Erzählung wählt, sondern das Umfeld und die Menschen, die mit dieser zurechtkommen müssen. Bei einem derartig noblen Unterfangen, verzeiht man dem Film gerne manche Länge und kann sogar teilweise die Einfachheit loben, die die Botschaft universell verständlich macht. 

Fazit

"Good Morning, Vietnam" ist inspirierendes Unterhaltungskino, das seine pazifistische und humanistische Botschaft zugänglich vermittelt. Die stark frisierte Geschichte rundum Adrian Cronauer ist weniger an akkurater Rekapitulation als an der Arbeit an der Essenz selbst interessiert. Die Einfachheit des Werkes scheint dabei notwendig, um Sogkraft für Robin Williams einnehmendes Schauspiel zu entwickeln, das letztlich durch die entscheidenen Ambivalenzen des Protagonisten auf den eigentlichen Konflikt aufmerksam macht. 

Autor: Maximilian Knade

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