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Das australischen Outback der nahen Zukunft ist ein apokalyptischer Ort. Und in all dem Chaos streift auch der verlorene Eric (Guy Pearce) umher, der von Kriminellen überfallen wird. Einzig Rey (Robert Pattinson) bleibt zurück. Und mit dessen Hilfe plant Eric nun Rache...
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Kritik

Mit seinem Debüt-Film "Animal Kingdom" ("Königreich des Verbrechens") überraschte Regisseur David Michôd weltweit die Zuschauer. Dank einer Oscarnominierung und zahlreichen Auszeichnungen anderer Veranstaltungen wurde sein Gangsterepos rund um den Globus schnell bekannt und gefeiert - und Michôd vom Newcomer zum anerkannten Filmschaffenden. Groß also die Erwartungen an seinen neuen Film, der mit Guy Pierce und Robert Pattinson auch noch prominent und interessant besetzt ist. Nach seiner Uraufführung in Cannes zeichnete sich schnell ab, dass sein neues, intensives Werk gewiss kein Mainstream-Film ist.

Wir befinden uns irgendwo in Australien, zehn Jahre nach einem nicht näher benannten Kollaps, der die Welt veränderte. Verlassene Ortschaften, nur wenig Menschen zu sehen, die sich in dieser neuen Welt ihren Platz hart erkämpfen. Inmitten dieser gottlosen Welt streift Protagonist Eric (Guy Pearce) umher, der den Glauben an eben diesen und an die gesamte Menschheit schon längst verloren hat. Mit stimmungsvollen Bildern und einer sehr eindringlichen Musik schafft David Michôd schnell eine enorm dichte Atmosphäre (klasse komponiert von Antony Partos) und kreiert so eine Welt, die sowohl bedrückend, abstoßend als auch faszinierend wirkt.

Stilistisch ist "The Rover" ein sehr ruhig gehaltener Film. Das Geschehen wird oft in Standbildern eingefangen, die Kamera hält lange auf das Geschehen drauf und auch gesprochen wird recht wenig. Alles also recht minimalistisch gehalten. Findet man den Zugang dazu, lässt man das Treiben einfach angenehm auf sich wirken. Denn so gemächlich alles zunächst auch erscheinen mag, unter der Oberfläche fühlt man stets das Knistern. Die Spannung, die sich kontinuierlich aufbaut und jederzeit zu explodieren droht, wird immer greifbarer. Anzusehen ist das vor allem der Mimik von Guy Pearce, der es auch ohne viele Worte schafft, dem Zuschauer seine Gefühle näher zu bringen. Dazu reicht schon das kleinste Zucken im Gesicht, der verkrampfte Versuch, die Fassung zu bewahren und in bestimmten Bruchteilen von Momenten auch das Scheitern dieses Vorhabens.

Einen völligen Kontrast zu dieser verschlossenen Person bildet Rey (Robert Pattinson), der durch seine offene, gewissermaßen liebenswürdigen Art, und auch durch seine Beschränktheit das Mitgefühl des Zuschauers auf seiner Seite hat und für eine interessante Entwicklung innerhalb der Geschichte sorgt. Denn so groß Erics Abscheu auf jeden einzelnen Menschen auch ist, gerät sein Weltbild durch Rey doch ein klein wenig ins Wanken. Ein Leinwnd-Duo, dass sowohl durch die Besetzung, als auch durch die zwischenmenschliche Entwicklung innerhalb der Handlung, neugierig macht. Pearce spielt dabei gewohnt gut, für die große Überraschung ist dagegen Pattinson gut. Das Image des Glitzer-Vampirs aus "Twilight" noch nicht abgestreift, gibt es nach wie vor eine Vielzahl an Leuten, die wenig Interesse daran haben, Pattinson zu sehen, ihn sogar geradewegs ablehnen. Doch wird er sie spätestens in "The Rover", in welchem er wohl die beste schauspielerische Leistung seiner Karriere abliefert, eines besseren belehren und von sich überzeugen können.

Und somit steht in "The Rover" weniger die simpel anmutende Handlung rund um das Wiederbeschaffen eines geklauten Wagens und der Rache an den schuldigen Dieben im Vordergrund, sondern vielmehr der Blick auf die menschliche Seele. David Michôd hat sich offenbar von Vorbildern wie "Mad Max" oder "The Road" inspirieren lassen, daraus dann aber eben doch etwas eigenes, sehr persönliches geschaffen. Das mag, vor allem stilistisch, zwar weniger das Mainstream-Kino ansprechen und wird womöglich den ein oder anderen Zuschauer mit falschen Erwartungen an den Kopf stoßen, doch wer sich darauf einstellt und das nötige Interesse mitbringt wird gewiss mit einem außergewöhnlichen Film, tollen schauspielerischen Leistungen und kurzen, aber doch emotionalen Augenblicken belohnt.

Fazit

Ein erstklassig besetztes und stilistisch schön gefilmtes Postapokalypse-Rache-Drama, das trotz seines ruhigen Erzähltons weder an Spannung noch an Intensität einbüßt.

Autor: Sebastian Stumbek

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