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Großstadtanwalt Hank Palmer sieht sich nach dem Tod seiner Mutter gezwungen in seine Heimatstadt Carlinville in Indiana zurück zu kehren. Zunächst will er auch so schnell wie möglich wieder verschwinden, doch nachdem Hanks Vater, Richter Joseph Palmer, wegen Mordes vor Gericht landet, beschließt er, seine Abreise zu verschieben.
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Kritik

Seit Robert Downey Jr.  2008 sein großes Comeback hatte und in kommerziell erfolgreichen Filmreihen wie Iron Man oder Sherlock Holmes spielen durfte, hatte er eigentlich keine großartigen Herausforderungen. Mit Ausnahme von Tropic Thunder, spielte er eigentlich fast immer dieselbe Figur. Ob nun Tony Stark, Sherlock Holmes oder Peter Highman in Stichtag: Downey Jr. war stets sarkastisch, intelligent, erfolgreich und extrem arrogant. Das ist zwar grundsätzlich in Ordnung, hat ihm aber nicht besondere Vielfalt oder Tiefe erlaubt. Mit The Judge versucht er nun, sich wieder an eine eher oskarwürdige Rolle heranzutasten.

In den ersten Minuten des Films wäre das noch nicht zu erwarten gewesen. Die Figur von Hank Palmer erscheint nämlich erstmal Standardprogramm zu sein. Witzig, egozentrisch und ein bisschen bösartig. Dieser Eindruck hält allerdings nicht lange an, da sein Charakter schnell und konsequent vielschichtiger gemacht wird. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit bekommt man sowohl über kleine Details, wie etwa ein gesprungenes Smartphone-Display, als auch durch Interaktion mit anderen Figuren vermittelt, dass Hank Palmers nach außen getragenes Bild von Perfektion eher eine Fassade ist. Generell muss gesagt werden, dass sowohl das Pacing des Films als auch die Art, wie durchgehend und auf interessante Weise neue Informationen eingespeist werden, fantastisch sind und einen die Länge von immerhin 141 Minuten kaum spüren lassen. In dieser Hinsicht ist der einzige Kritikpunkt, dass sich in der letzten Viertelstunde eine Menge extrem emotionaler Szenen häufen, deren Staffelung schon erschöpfend wirkt und den Film kitschig werden lassen. Hätte man hier die eine oder andere kürzere Szene am Boden des Schneideraums zurückgelassen, hätte es dem Film nicht geschadet.

Zwar ist "The Judge" in erster Linie ein Vehikel für Robert Downey Jr. (es gibt eigentlich keine Szene, in der seine Figur nicht auftaucht), allerdings hat man hier nicht den Fehler begangen, den diese Art von Film sehr leicht und oft macht: Er ist trotz ständiger Anwesenheit nicht immer der Mittelpunkt der Szene. Alle anderen Figuren sind ebenso interessant dargestellt, haben ihre eigene Geschichte und Persönlichkeitsdetails, die ihnen eine gewisse Dreidimensionalität verleihen und einem das Gefühl vermitteln, der Film könnte jeden Moment auch umschwenken und seinen Fokus auf diese Figuren lenken. Besonders sticht dabei natürlich der von Rober Duvall brilliant gespielte Joseph Palmer heraus, da der Vater-Sohn-Konflikt zwischen Joseph und Hank einen zentralen Teil des Films bildet, aber auch Schauspieler mit viel kleineren Rollen wie Vincent D´Onofrio oder Billy Bob Thornton liefern gute Performances ab.

Zuletzt sollte noch gesagt sein, dass der Film einen zwar sehr ruhigen, aber auch sehr passenden Soundtrack hat und einen exzellenten Einsatz von Toneffekten nutzt, die sehr auffallend sind, aber sinnvoll eingesetzt werden ohne dabei penetrant zu wirken.

Fazit

The Judge ist in erster Linie ein Charakterdrama und versteht einfach, dass so ein Film nur funktioniert, wenn alle an einem Gespräch teilnehmenden Personen auch präsent und interessant sind. Das Ganze wird dann noch mit einem sehr fähigen Cast und einem guten Soundtrack versehen und fertig ist eines der besten Dramen 2014. Trotz aller Vorzüge ist "The Judge" allerdings für Leute, die Sentimentalität nicht ausstehen können, absolut nicht zu empfehlen, da das eigentlich großartige Drehbuch gegen Ende etwas schmalzig wird. Sonst ist der Film aber lustig, bewegend, interessant und wirklich gut erzählt. Sehr empfehlenswert!

Autor: Sören Jonsson

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