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London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und seinem Partner Dr. Watson (Jude Law) gelingt es in letzter Sekunde, einen Ritualmörder zu stellen, bevor dieser eine weitere Tat begeht. Unter der schwarzen Kutte verbirgt sich niemand Geringeres als Lord Blackwood (Mark Strong), der nun einem Ende am Galgen entgegensieht. Doch dem Eingekerkerten scheint seine Situation nicht allzu viel auszumachen. Stattdessen verkündet er Holmes, dass er mit bösen Mächten im Bunde stünde und nach seinem Tod noch drei weitere Menschen sterben würden. Während der Privatdetektiv die Drohung zunächst noch als bloßen Humbug abtut, kommen tatsächlich erste hochrangige Mitglieder der Londoner Gesellschaft auf merkwürdige Weise ums Leben. Bei der Exhumierung von Blackwoods Leiche stellt sich außerdem heraus, dass es sich inzwischen ein anderer Toter im Sarg des Mörders bequem gemacht hat. Es ist nun an Holmes, das mysteriöse Treiben als Scharlatanerie zu entlarven - oder sind hier vielleicht doch überirdische Mächte am Werk?

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Kritik

Der britische Autor Sir Arthur Conan Doyle hat Ende des 19 Jahrhunderts mit Sherlock Holmes eine Romanfigur geschaffen, die sich sogar heute noch größter Popularität erfreut. Bedenkt man dabei, dass sich Doyle zwischenzeitlich von Holmes abgewandt hatte und ihn sogar sterben ließ, ist man eigentlich ganz froh darüber, dass er dies literarisch später wiederrief und sich weitere Geschichten rund um den Meisterdetektiven widmete. Seit 1920 wird nun regelmäßig die Romanvorlage mehr oder minder Erfolgreich filmisch aufgearbeitet. Mal mehr am Original und mal weniger. Guy Ritchie, der sich Ende der 90er mit regelrechten Kultfilmen einen Namen machte  und sich zuletzt nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert hat, wagte sich schließlich an eine Neuverfilmung des Stoffes und ging dabei seinen altbewährten Weg. Flotte Sprüche, Coole Gags und eine actionreich inszenierte Geschichte sind seine Markenzeichen. Dies alles hierbei mit einer Romanfigur aus dem  19. Jahrhundert zu verbinden, mag indes riskant sein, funktionieren tut es allerdings tadellos.

Schon der Anfang von Sherlock Holmes ist bezeichnend. Spannungsgeladene Musik präsentiert zwei Kutschen die sich ihren Weg durch ein kühles und von Dunkelheit durchtränktes London bahnen. Watson und Inspector Lestrade sitzen in einer der Kutschen und laden ihre Waffen. Holmes ist währenddessen zu Fuß unterwegs und versucht vor den Kutschen an einem Ort anzutreffen. Die Kulisse des alten Londons wird dabei wunderbar in Szene gesetzt und Holmes nicht nur gut zu Fuß sondern auch schlagkräftig und mit überlegender Logik agierend gezeigt. Im anknüpfenden Scharmützel wird Lord Blackwood, ein boshafter Mann der augenscheinlich mit schwarzer Magie zu hantieren scheint, dingfest gemacht. Der vorerst letzte Fall der beiden, denn Watson will seinen eigenen Weg gehen, vor allem Stressfreier. Doch so einfach geht es bei einer Sherlock Holmes Geschichte nie zu…

Wer unterdessen eine klassische Verfilmung des Stoffes erwartet wird bitter enttäuscht werden, denn obgleich sich Ritchie treu an Elemente der Vorlage hält, präsentiert er Holmes den Zuschauer frischer, energiegeladener und vor allem actionreicher.  Jedermanns Sache wird dies nicht unbedingt sein. Dennoch ist diese Herangehensweise  alles andere als falsch. Klassische Verfilmungen des Stoffes und vor allem auch gute, gibt es eben hinreichend genug. Die Geschichte, die sich die zahlreichen Drehbuchautoren für Sherlock Holmes ausgedacht haben, ist für eine typische Holmes Verfilmung unterdessen mehr als passend. Nichts ist so wie es scheint und es gibt immer Dinge zum mit raten, auch wenn diese leider recht rar gesät sind, da Holmes meist schnell dahinter kommt und es dem Zuschauer präsentiert wird. Lord Blackwood fungiert dabei als Bösewicht wunderbar und macht eine gute Figur. Leider wird jedoch sein Charakter, vor allem in der ersten Hälfte des Films, stark ausgeblendet und bleibt deshalb relativ farblos zurück, was sich vor allem beim sehr hastigen Finale bemerkbar macht. Die Hauptattraktionen von Sherlock Holmes liegen aber hingegen eh wo anders.

Zum einen ist dies die Optik des alten London, die stimmig und authentisch wirkt und mit einer im Bau befindlichen Tower Bridge verstärkt wird, zum anderen sind dies Holmes und Watson. Vor allem Robert Downey Jr. als Sherlock Holmes erweist sich dabei als absolute Idealbesetzung. Er haucht Holmes wahres Leben ein und spielt ihn mal nachdenklich, dann verspielt und an andrerer Stelle rabiat. Robert Downey Jr. fungiert so als Dreh- und Angelpunkt des ganzen Filmes und treibt die Geschichte voran. Watson hingegen hat dabei den Part des Ruhepols bekommen, als klaren Gegensatz zu Holmes. Jude Law spielt hierbei den Dr. John Watson routiniert und gekonnt. Schweigen ist manchmal Gold und Watson bedient sich diesem Spruch mehrmals im Film. Watson ist das Gewissen von Holmes und deshalb sieht es dieser gar nicht gerne, das Watson ausziehen möchte. Konfliktpotenzial und eine innige Freundschaft zeichnet beide aus. Der leittragende Hund der beiden ist dabei ein wahres Indiz dessen. Für einen optischen Hingucker sorgt schließlich Rachel McAdams als Irene Adler. Sie spielt eine alte leidenschaftliche Bekanntschaft von Holmes, die ebenso raffiniert wie gefährlich ist. Ein wahres Katz- und Mausspiel entbrennt zwischen beiden.

Ritchie typisch, darf natürlich auch die Inszenierung nicht zu kurz kommen. Große Explosionen, ein paar ausgeklügelte Tricks und vor allem rasante Schnitte und ungewöhnliche Kamerafahrten ergeben eine starke Inszenierung, die vor allem eine Menge Spannung in die Geschichte bringt. Besonders die Zeitlupeneffekte machen wahrlich Spaß und erinnern an die alten Tage des 90er Jahre Kinos. Insbesondere in den Kämpfen ist dies eine wahre Augenfreude, welche mehr als nur einmal optische Höhepunkte offenbart, die sich ins Gedächtnis brennen. Wer indes glaubt, die Faustkämpfe von Holmes seien aufgesetzt (was teils vorher kontrovers diskutiert wurde) und passen nicht zur Figur, der sollte sich eventuell noch einmal die Romanvorlage vornehmen, denn die Figur von Holmes beherrschte die Kunst des Bartitsu. Eine Kombination aus verschiedenen Angriffs- und Verteidigungskampfstilen.

Fazit

Guy Ritchie hat mit "Sherlock Holmes" endlich zur alten Stärke zurück gefunden und präsentiert sich wieder mit neuen Ideen und einer starken Präsentation. Dieses Geschick gepaart mit dem spaßigen Duo, Downey und Law, sowie einem unverwechselbaren Look eines alten Londons, machen aus "Sherlock Holmes" Actionkino mit Hirn, das wirklich Spaß macht.

Autor: Thomas Repenning

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