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Seit Jahren führt Robert Hansen (John Cusack) ein bizarres Doppelleben: Auf der einen Seite ist er ein fürsorglicher Vater und rücksichtsvoller Ehemann für seine Familie, doch auf der anderen Seite ist er ein bestialischer Serienmörder, der in der Wildnis von Alaska Jagd auf hilflose Frauen macht. Als State Trooper Jack Halcombe (Nicolas Cage) zufällig Cindy (Vanessa Hudgens) auf ihrer verzweifelten Flucht begegnet, nimmt sich Jack ihrer an und beginnt die letzten Mordfälle von jungen Frauen genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Katz-und-Maus-Spiel nimmt somit eine gefährliche Wendung für Robert, da Jack von nun an nur noch ein Ziel hat: den grausamen Killer zur Strecke zu bringen…
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Kritik

Schauplatz von Scott Walkers Debütfilm ist Alaskas größte Stadt Anchorage im Jahr 1983. Eine Stadt, die sich damals nicht nur gegen einen düsteren und kalten Winter behaupten musste, sondern sich mit unzähligen Strip-Clubs, Prostitution und Drogenmissbrauch konfrontiert sah. Darüber hinaus verschwanden jedes Jahr junge Mädchen, die nie mehr gesehen wurden.
Der Thriller erzählt die Geschichte des lange unerkannt agierenden Alaska-Serienmörders Robert Hansen (hier gespielt von John Cusack) und seinem Jäger Detective Jack Holcombe (Nicolas Cage), der mit den Ermittlungen beginnt, als mehrere tote und als vermisst geltende Mädchen von Tieren mitten in der Wildnis Alaskas ausgegraben werden.

"The Frozen Ground“ hat das Problem, dass er sich wie so viele Werke der letzten Jahre wahre Ereignisse zugrunde legt und man daher weiß oder zumindest erahnen kann, wie die Geschichte zu Ende geht. Um sich die Spannung zu bewahren, sollte man sich vor Sichtung des Films am besten nicht über den hierzulande ohnehin unbekannten Hansen-Fall von 1983 informieren.
Wobei sich "The Frozen Ground“ gerade mit der Spannung etwas schwer tut, bleibt der Film in seiner Erzählweise doch relativ geradlinig und überraschungsarm. Tempo wird zwar durch die hektische Kamera und schnell geschnittene Bilder simuliert, jedoch zeigt "Frozen Ground“ recht gemächlich klassische Ermittlungsarbeit. Visuell gibt es nebst einigen tollen Panorama-Aufnahmen der Wildnis Alaskas oft Aufnahmen einer wackeligen Hand-Kamera, um so ein "Mittendrin-Gefühl“ zu erzeugen. Dieser beabsichtigte Effekt erreicht jedoch selten sein Ziel, denn intensiv sind viele Szenen gerade dann, wenn die Kamera ruhig auf den Gesichtern der Protagonisten verharrt und den Emotionen von Nicolas Cage, John Cusack und Vanessa Hudgens freien Lauf lässt.

Es ist schwer dem Genre des Serienkiller-Films noch etwas Neues hinzuzufügen, ohne in Klischees zu verfallen. Zumal es mittlerweile unzählige Serien und geskriptete Pseudo-Dokus zu diesem Thema gibt. Bevorzugte Opfer sind auch in "The Frozen Ground“ junge hübsche Frauen. Im einen Moment noch allein auf der Straße unterwegs, im nächsten Moment schon angekettet in einem Verließ. Alles was der Film zeigt ist bekannt und erzeugt somit wenig Dramatik.
Der Ermittler Jack Halcombe hat daheim sogar die nachtragende Frau (Radha Mitchell), die sich ständig auf enervierende Art und Weise darüber beklagt, wie hart ihr Mann arbeitet und wie wenig Zeit er für sie hat. Dafür werden dann doch einige Filmminuten vergeudet, die weder zur Charakterentwicklung noch zur Handlung etwas beitragen.

Regisseur Scott Walker versucht mit "Frozen Ground" glücklicherweise gar nicht erst das Rad neu zu erfinden. Und trotz einigen düsteren Szenen kopiert man auch nicht Klassiker wie "Sieben" oder "Das Schweigen der Lämmer". Die Inszenierung ist weit geerdeter, relativ unblutig und hat kaum extreme Ausbrüche zu verzeichnen. Viel mehr als der Täter steht hier der Ermittler Holcombe und dessen Spurensuche im Mittelpunkt. Holcombe muss sich gegen die Obrigkeiten durchsetzen, um längst geschlossene Akten wieder neu aufzurollen und um das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen zu können.

Der in Iowa geborene Robert Hansen bekam von den Medien den Namen "The Flying Nightmare“, da er entführte Frauen mit seinem Privatflugzeug in eine entlegene Hütte mitten in Alaskas Wildnis brachte und sie dort misshandelte. Anschließend ließ er sie fernab jeglicher Zivilisation frei und machte Jagd auf sie. Viele Jahre konnte er seinem perversen Treiben unentdeckt nachgehen. Er führte eine gut laufende Bäckerei, war bei den Kunden beliebt und hatte eine Frau und zwei Kinder zuhause. 17 Morde konnten ihm zugeordnet werden, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weit darüber. Hansen wurde nach seiner Festnahme zu 461 Jahren Gefängnis verurteilt. Cindy Paulson (im Film gespielt von Vanessa Hudgens) ist eine junge Prostituierte und die Einzige die sich von Hansens Klauen befreien konnte. Nachdem sie vergewaltigt und gefoltert wurde, gelang ihr auf einem Flughafen die Flucht. Sie wendete sich direkt an die Polizei um ihre Geschichte zu erzählen. Geglaubt hat ihr auf Grund der beruflichen Stellung zunächst niemand. Erst Detective Holcombe nahm sich ihrer an und stellte eine Verbindung zu anderen Vermisstenfällen her.
Gerade die Szenen zwischen Nicolas Cage und Vanesse Hudgens sind schauspielerisch am gelungensten. Cage wirkt hier bodenständig und legt die Darstellung des Detective relativ real an. Das ist hier besonders löblich zu erwähnen, wirkte er doch in vielen seiner vergangenen Filme entweder total lustlos ("Trespas") oder überdreht und unfreiwillig komisch ("Ghost Rider – Spirit of Vengeance"). Im Film versucht Holcombe nach und nach Vertrauen zur traumatisierten und einzigen Zeugin Cindy aufzubauen, was durch einige emotionale Dialoge relativ gelungen dargestellt wird.

Überraschend ist hier auch der darstellerische Mut von Vanessa Hudgens eine drogensüchtige Stripperin und Prostituierte am Rand der Gesellschaft zu verkörpern. Oft gänzlich ohne Makeup beweißt sie in einigen Szenen Mut zur Hässlichkeit.
Auf der anderen Seite steht John Cusack, der im Vergleich zu den anderen Darstellern wenig Dialog hat und seinen Killer zurückhaltend und introvertiert darstellt. Hier rückt der Film von der Wirklichkeit ab, denn Hansen war kein Einsiedler, sondern ein Familienmensch mit vielen Freunden. Eben daraus hätte man viel mehr Spannung beziehen können, als wieder – Achtung Klischee - den stillen Einzelgänger zu stigmatisieren. Somit setzt auch John Cusack, der schon lang keinen Hit mehr für sich verbuchen konnte, auf Understatement und legt seine Rolle sehr ruhig und zurückhaltend an. Blicke sagen hier manchmal mehr als tausend Worte. Auf der einen Seite den normalen anständigen Einwohner von Ancorage zu geben und auf der anderen Seite ein wildes Raubtier darzustellen – diese Polarität bekommt Cusack erstaunenswert gut hin und man vergisst schnell, dass man den Darsteller eigentlich für eher sympathische Rollen geschätzt hat. Am Ende wünscht man sich, "The Frozen Ground“ hätte sich noch etwas mehr Zeit für John Cusacks Rolle genommen, gerade um dessen Psyche noch näher zu beleuchten.

Blu-Ray und DVD: Bild und Ton beider Formate sind tadellos. Da "The Frozen Ground" ein Film der Kontraste ist, fällt auf wie scharf und klar das Bild auch in den vielen dunklen Szenen ist.
An Bonusmaterial gibt es leider nichts Erwähnenswertes, lediglich einige Featurettes, also kurze Zusammenschnitte aus Filmszenen und kurzen Interviews.

Fazit

"The Frozen Ground" ist ein grundsolider Thriller, kann dem Genre der Serienkiller-Filme jedoch ganz klar nichts Neues mehr hinzufügen. Auch erzeugt er beim Zuschauer trotz der hochkarätigen Besetzung nicht die Angst und Spannung, die der reale und erschreckende Hintergrund möglich gemacht hätte. Auf der Habenseite stehen Cage und Cusack, die besser spielen als zuletzt, zudem ist der Film handwerklich gut gemacht und bietet ein paar emotionale Szenen.

Autor: André Schiemer

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