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Inhalt

Ein Priester (Donald Pleasence) entdeckt im Kellergewölbe einer alten Kirche in L.A. eine hohe, verschlossene Glassäule, in welcher eine absonderliche, grün leuchtende Flüssigkeit umherwirbelt. Er bittet einen Quantenphysiker um Hilfe: Mit einem Team aus Forschern soll Professor Birack (Victor Wong) die Säule untersuchen. Als die Gruppe – darunter die Doktoranden Brian (Jameson Parker) und Catherine (Lisa Blount) – mit der Arbeit beginnt, fördert sie bald höchst Besorgniserregendes zutage; zudem machen mehr und mehr Mitglieder des Teams eine schaurige Metamorphose durch…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

John Carpenter ist ganz unbestreitbar ein Horrormeister. Während etwa „Halloween“ maßgeblich zur Etablierung eines Subgenres beitrug, oder „The Fog“ als Musterbeispiel für die Erzeugung einer bedrohlich-spukhaften Atmosphäre bezeichnet werden kann, muss „Die Fürsten der Dunkelheit“ als überaus einfallsreiche, herrlich fiese Dark Fantasy gewürdigt werden: als Verquickung von kruden Ideen, bravouröser Suspense und drastischen Effekten – wie üblich veredelt mit einem Gänsehaut-Score (den Carpenter gemeinsam mit Alan Howarth komponierte). Neben den eindringlichen Synthesizer-Klängen gibt es weitere Elemente, die sehr deutlich die Handschrift der Angstkino-Koryphäe erkennen lassen: z.B. die ausgeklügelten Kameraeinstellungen, das Klaustrophobisch-Unentrinnbare (das man aus „Assault“ kennt) – und natürlich auch diverse wiederkehrende Gesichter (allen voran Donald Pleasence, der bereits als Dr. Loomis in „Halloween“ und als US-Präsident in „Die Klapperschlange“ mit Carpenter arbeitete). Ebenfalls typisch ist, dass einer Frauenfigur eine Schlüsselrolle zukommt – in diesem Fall der von Lisa Blount gespielten Catherine, die im Finale einen Schritt wagt, welcher über nichts Geringeres als das Schicksal der Menschheit entscheidet.

Das beklemmende Szenario, das Carpenter hier unter dem Pseudonym „Martin Quatermass“ als Drehbuchautor schuf, birgt einerseits zahlreiche Berührungspunkte zum eigenen Œuvre sowie zu Klassikern des Genres (u.a. zu den „Body Snatchers“-Verfilmungen sowie zu George A. RomerosDie Nacht der lebenden Toten“ und Sam RaimisTanz der Teufel“), zum anderen hat es aber auch einen ganz und gar originären Appeal: Die Videobotschaften aus der Zukunft, die alle Teammitglieder im Traum empfangen, oder die Bilder der hinter dem Spiegel liegenden dark side sind bis heute leider nicht in dem Maße in die Genrehistorie eingegangen, wie sie es ohne Zweifel verdient hätten. Carpenter strebt zudem eine ganz neue Definition des Bösen an und webt – äußerst clever – wissenschaftliche Gedanken und religiöse Fragen in die Gruselhandlung ein.
Zu den Dingen, die „Die Fürsten der Dunkelheit“ sehenswert machen, zählt übrigens auch ein Gastauftritt des Rockmusikers Alice Cooper, der als „Street Schizo“ mit weiteren Obdachlosen die Kirche umstellt und dabei eine gehörige Portion Garstigkeit demonstriert.

Fazit

Say goodbye to classical reality: „Die Fürsten der Dunkelheit“ ist ein fantasievoller Creep-out-Film, der über sämtliche Qualitäten eines John-Carpenter-Horrorwerks verfügt.

Autor: Andreas Köhnemann

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