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Peters Kleinkrieg mit Mr. McGregor erreicht im Film bisher ungeahnte Ausmaße, als beide versuchen, die Kontrolle über den umhegten Gemüsegarten von McGregor zu gewinnen. Außerdem konkurrieren sie um die Zuneigung der warmherzigen und tierlieben Nachbarin. Dabei verschlägt es die beiden vom malerischen Lake District bis mitten hinein ins geschäftige London.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Zugegeben, zu Beginn erscheint die Kinderverfilmung Peter Hase (OT: Peter Rabbit), basierend auf dem berühmten Kinderbuch Die Geschichte von Peter Hase von Beatrix Potter, wie ein moderner wie hipper Mix aus Running-Gags und gewissen Absurditäten, und damit in gewisser Weise schon belanglos. Zumindest sind kleine Jagden durch den Garten oder die unerbittliche Feindschaft mit Gärtner McGregor (etwas unter der Maske versteckt, Sam Neill) – hier sei Der fantastische Mr. Fox von Regisseur Wes Anderson empfohlen – wirklich altbekannte und altbackende Klischees im Genre. Dann aber schlägt der Film von Regisseur und Autor Will Gluck (Einfach zu haben), in Zusammenarbeit mit Rob Lieber (Die Coopers - Schlimmer geht immer), eine ganz andere Richtung ein: Regelrecht mit schwarzem Humor untermalt, beginnt plötzlich eine moralische wie humorvolle Achterbahnfahrt – die sogar nach London führt – die immer wieder zum Lachen einlädt und manche Unzulänglichkeiten wie beispielsweise die wirklich klischeebeladene Bea (bemüht, Rose Byrne) ausblendet. Doch reicht dies für gelungene Familienunterhaltung?

Nun, zumindest gelingt es Peter Hase immer wieder ordentlich Gas zu geben, sodass Spannung und Action im Vordergrund stehen. Dabei ist durchaus anzurechnen, dass der Film versucht ein klassisches Gut und Böse Schema zu durchbrechen. Zwar wird Mr. Thomas McGregor (wirklich toll von Domhnall Gleeson gespielt) zu Beginn als finsterer wie kauziger Gegenspieler zu den Hasen etabliert – was eine richtige Schlacht zu Folge hat, in der sich Slapstick mit Krawallhumor abwechseln – wandelt sich dann aber grundlegend. Mit der Liebe zu Bea wird Peter Hase in eine neue Rolle gedrückt, die wohl gerade die kleinen Zuschauer nicht immer umfassend hinterfragen können. Doch dies macht nix: Denn das daraus resultierende Anarchiefest ist wirklich spaßig inszeniert und bringt immer wieder besonders Domhnall Gleeson an die Grenzen. Dies zusammen mit dem gelungenen Voice Over (im Original Margot Robbie) führt gut durch den Film und bringt eine rasante Unterhaltung.

Allerdings haben diese temporeichen Actioneinlagen auch ein Problem: So humorvoll das Spektakel an der einen oder anderen Stelle auch ist – gerade wenn Domhnall Gleeson regelrecht durch die Szenerie fliegt (Brombeerkontroverse inklusive) – so oberflächlich bleibt doch die Inszenierung. Was Peter Hase bei Figurenkonstellation an Stärke ausspielt, bleibt bei der Inszenierung zurück. Und auch das gehört zur Wahrheit: Einer gewissen Mittelmäßigkeit kann sich der Film gegenüber nicht verstecken. Sei dies Rose Byrne die mit ihrer Rolle des naiven Love-Interest überfordert ist (oder unterfordert?), oder eben einigen Running-Gangs die nicht nur ermüdend sind, sondern so ähnlich schon in anderen Film besser zu sehen waren. Auch bleibt die Frage, welche eigentliche Botschaft Peter Hase aus den Büchern mitbringt. Zwar ist Vergebung ein zentrales Motiv und auch Freundschaft wird im Film großgeschrieben, im Kern geht es aber eher um das Spektakel und jede Menge Gemüse, welches fröhlich umhergeworfen wird. Die Umwelt und Natur teilen, ja, aber dann bitte weniger klischeehaft.

Fazit

"Peter Hase" möchte im Kern vor allem ein actionreiches wie imposantes Familienabenteuer sein, welches auf launige Slapstickeinlagen setzt, bis die Möhre nur so über die Leinwand fliegt. Trotz seiner ambivalenten Erzählweise und der wirklich unkonventionellen Gut und Böse Erzählung, bleibt daher eine gewisse Mittelmäßigkeit nicht zu übersehen, was vor allem an doch reichlichen Klischees liegt. Dennoch macht das bunte und wunderschön anzusehende Treiben Spaß und bietet reichlich gute Unterhaltung.

Autor: Thomas Repenning

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