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Inhalt

Mr. und Mrs. Fox führen mit ihrem Sohn Ash und ihrem Neffen Kristofferson ein idyllisches Familienleben. Doch Mr. Fox bringt durch seine alte Leidenschaft der Hühnerjagd nicht nur seine geliebte Familie, sondern die gesamte Tiergemeinschaft in Gefahr. Die drei bösen Bauern Boggis, Bunce und Bean jagen den gewieften Fuchs und wollen ihn, koste es was es wolle, aus dem Weg räumen. Doch Mr. Fox heckt mal wieder einen genialen, einen fantastischen Plan aus, die tölpelhaften Bauern zu überlisten.
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Kritik

„Boggis, Bounce and Bean/ one short, one tall one lean/ These horrible crooks/ So different in looks/ Were none the less equally mean.“

Wie wahr das Kinderlied über die drei Farmer ist, erfährt der titelgebende Held (George Clooney) von Wes Andersons und Noah Baumbachs genialem Animationsfilm am eigenen Leib. Die fiesesten Raubtiere von allen - klar, die Menschen - rücken ihm, Mrs. Fox (Meryl Streep), Sohn Ash (Jason Schwartzman) und den anderen Waldtieren auf den Pelz. Alles nur wegen ein paar Hühner und Apfelwein, die Mr. Fox den Bauern geklaut hat. Der Zwist mit den Herren Boggis, Bounce und Bean geht allerdings nicht um ein paar Snacks, sondern ums Überleben. Mit mörderischen Absichten graben die Bauern den Fuchsbau aus. Nur ein tollkühner Plan kann die anderen Tiere noch retten – und ein gerissener Gauner wie Mr. Fox hat den natürlich. Hinter der spaßigen Auseinandersetzung, die folgt, steckt die Geschichte universeller Konflikte: Natur gegen die Industrie, Ureinwohner gegen weiße puritanische Siedler, Anarchos gegen Establishment. 

Während des Vorspanns begleitet die ersten Streiche des Protagonisten „The Ballade of Davy Crockett“. Der Folksong handelt von dem gleichnamigen Politiker, der sich für die Armen und Unterdrückten gegen reiche Gutsbesitzer einsetzte. Das Regieduo feiert die detailliert gestalteten Puppenfiguren als tierische Variante des Volkshelden. Ein Gesetzloser aus den Wäldern, um die er kämpft, der Fabel-hafte Reineke Fuchs, schlau, charmant und ziemlich selbstverliebt. Ungewohnt deutlich zeigt der intelligente Mix aus Action und Humor nach einer Buchvorlage Roald Dahls die skrupellose Gier der menschlichen Figuren, mit denen viele Zuschauer wohl mehr gemeinsam haben, als ihnen bewusst ist. Der Hühnerdiebstahl ist ein willkommener Vorwand für den Angriff der Menschen. Früher oder später wären sie so oder so mit Baggern und Gewehren gekommen. Den tierischen Helden blüht dann ein Ende als gefrorener Kadaver im Tiefkühlschrank eines der Jäger oder als Pelzkrawatte um dessen Hals. 

Als Krawatte endet gar Mr. Fox´ Fuchsschwanz. Hier wird es augenzwinkernd freudianisch. Der Verlust versinnbildlicht die psychische Kastration der animalischen Instinkte, die Mr. Fox droht. Dementsprechend lautet der Schlachtruf der Waldbewohner: „Wir sind wilde Tiere!“ Die Story schafft ein Gegenbild zu der in Kinderfilmen beliebten Anthropomorphisierung von Tierfiguren. Vermenschlichung ist hier gleichbedeutend mit Selbstverleugnung. Dazu erzählen Baumbach und Anderson ihre Geschichte erfreulich kitschfrei. Muss eines der Tiere dran glauben, wird es nicht sentimental. Immerhin geht es nicht um Babis Mutter, sondern (O-Ton Mr. Fox): „nur eine weitere tote Ratte in einer Mülltonne hinter einem China-Restaurant“. Nicht zuletzt dank dieses schwarzen Humors ist der ebenso an Erwachsene gerichtete Puppentrick ein exzellenter Kinderfilm; einer, der sein jüngeres Publikum ernst nimmt.

Fazit

Blickt Mr. Fox schließlich seiner wilden Seele in Gestalt eines Wolfs ins Gesicht, bezeichnet dies einen letzten Triumph der Natur im Angesicht ihrer unvermeidlichen Niederlage. Hinter der Wolfssilhouette rast ein Schnellzug durch die Landschaft. Den Kampf ums Überleben mögen die Tiere dieses eine Mal gewonnen haben, der Krieg geht weiter.

Autor: Lida Bach

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