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Während einer Routinereise durch das All zu einem neuen Heimatplaneten, erwachen zwei Passagiere aufgrund einer Fehlfunktion ihres Raumschiffs 90 Jahre zu früh aus dem Kälteschlaf, in den sie versetzt worden sind. Jim und Aurora steht nun bevor, ihr gesamtes restliches Leben an Bord dieses Raumschiffs verbringen zu müssen. Umgeben von jedem nur denkbaren Luxus, fühlen sie sich stark zueinander hingezogen und verlieben sich ineinander. Doch plötzlich entdecken sie, dass sich ihr Raumschiff in großer Gefahr befindet. Das Leben von 5000 schlafenden Passagieren steht auf dem Spiel - und nur Jim und Aurora können sie retten.
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Kritik

Man nehme zwei der aktuell beliebtesten Schauspieler Hollywoods, ein Drehbuch das seit knapp 10 Jahren auf der Black List schlummert, einen oscarnominierten Regisseur und erhält einen garantierten Kassenschlager – so dachten sich zumindest Sony und die anderen Geldgeber. Auch wenn diese Komponenten auf den ersten Blick vielversprechend klingen, kann und wird ein solches Projekt scheitern, wenn nicht alle Beteiligten mit Begeisterung dahinter stehen. Muss man eine Jennifer Lawrence aber erst mit 20 Millionen und einen Chris Pratt mit 12 Millionen Dollar ködern, so zeugt das nicht gerade von Begeisterung für den Stoff. Leider scheint sich das auch auf den Rest der Crew übertragen zu haben.

Dabei klingt die recht simple Prämisse nicht uninteressant. Ein Raumschiff mit knapp 5000 Menschen befindet sich auf dem Weg zur Kolonie Homstead II. Die Passagiere erhoffen sich von ihrer neuen Heimat ein besseres Leben. Um die 120 Jahre dauernde Reise schnell zu überbrücken, schlafen sie alle in Stasiskammern und sollen erst kurz vor Ankunft erwachen. Nach einer technischen Störung  jedoch, wacht einer der Passagiere gut 90 Jahre zu früh auf. Alleine und verzweifelt versucht er alles menschenmögliche wieder in seiner Stasiskammer einzuschlafen. Als jedoch einige Zeit später eine weitere, für ihn nicht unattraktive Passagierin erwacht, scheint er Gefallen an der neuen Zweisamkeit zu finden. Trotz der prekäre Situation versuchen beide die Zeit miteinander zu genießen, bis jedoch etwas gewaltig schief läuft und sie nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das aller anderen Passagiere retten müssen.

Wer sich nach den Trailern auf einen spannenden Thriller freut, wurde vom Marketing gekonnt in die Irre geführt. Vielmehr bewegt sich jeder der drei Akte des Films in seinem eigenen Genre. Während er zu Beginn einem Drama à la Cast Away gleicht, macht er in der Mitte Platz für eine Romanze, um sich erst am Ende den Thriller Elementen zuzuwenden. Dabei ist sowohl die Balance als auch das Pacing komplett daneben. Dem ersten und gleichzeitig interessantesten Teil wird zum Glück viel Zeit zugesprochen. Leider wird dieser aber mit einer anstrengenden und oft kitschigen Romanze abgelöst, die den Film komplett ausbremst. Das letzte drittel wird dann nur noch schnell abgehandelt, um den Film zu Ende zu bringen. Wahrscheinlich sehen wir hier mal wieder ein Beispiel für starke Einmischung seitens des Studios, dass den zwei teuren Hauptdarstellern möglichst viel gemeinsame Screentime gönnen wollte. Dadurch wird aber nur an der Oberfläche von wichtigen Themen wie Isolation gekratzt und jeglicher Tiefgang verbaut.

Das ist aber keineswegs den beiden Darstellern zu schulden, die ihren Job wirklich solide machen. Während Pratt gerade zu Beginn eine seiner bis dato besten schauspielerischen Leistungen ablegt, wirkt die Romanze dank der Chemie der beiden stets glaubhaft. Doch wäre die Charakterdynamik noch wesentlich fesselnder, hätte man nicht eine drastische Änderung am Drehbuch vorgenommen. Die Entscheidung eines Charakters zu Beginn des Films, wurde im ersten Entwurf erst nach dem zweiten Drittel des Films offengelegt und hätte für wesentlich mehr Spannung gesorgt. Leider geht dieser interessante Aspekt des Films so aber am Ende komplett unter.

Nun verspricht Passengers aber, ob des recht hohen Budgets und der ansprechenden Trailer immerhin eine imposante Inszenierung und eine tolle Ausstattung. Doch erscheint im fertigen Film alles sehr zweckdienlich. Es gibt keine neuen Ideen. Alles ist aus bereits bekanntem zusammengewürfelt. Im Ergebnis ist das zwar schick, gleichzeitig aber auch uninspiriert und fast schon herzlos. Da wirkt selbst die Bar in Anlehnung an The Shining nicht wie eine nette Homage, sondern wie eine verzweifelte Kopie. Regisseur Morten Tyldum hat sich nach seinem Oscar nominierten Imitation Game scheinbar vom Glanz Hollywoods blenden lassen und alles, was ihm seine Nominierung eingebrachte abgelegt, um Teil der Maschinerie zu werden. Hoffentlich nur ein Ausrutscher.


Fazit

Mit "Passengers" verkommt ein vielversprechendes Drehbuch zu einem vorhersehbaren und bestenfalls durchschnittlichen Hollywood Film, der zu viel Vertrauen in seine Hauptdarsteller und zu wenig in seine Geschichte setzt.

Autor: Tobias Bangemann

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