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Bei einer bemannten Mission zum Mars wird der Astronaut Mark Watney für tot erklärt, nachem er von seiner Crew während eines schlimmen Sturms auf der Oberfläche zurückgelassen wird. Doch Watney hat überlebt und findet sich nun allein und gestrandet auf einem lebensfeindlichen Planeten wieder. Nun liegt es an ihm, ein Lebenszeichen an die Erde zu schicken und auf sich aufmerksam zu machen.
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Kritik

Wir leben wahrlich in einem Zeitalter der Wunder! Der technische Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte hat uns vieles ermöglicht, was für uns vorher gerade so am Rande unseres Vorstellungsvermögens gewesen wäre und vieles, was immer noch nicht ermöglicht ist, lässt sich zumindest auf sehr überzeugende Art darstellen. So verhält es sich etwa mit der bemannten Mission zum Mars in Ridley Scotts "Der Marsianer", basierend auf Andy Weirs gleichnamigen Roman. Wie sähe also solch eine Mission in einer nahen Zukunft aus? Um es auf zwei Worte runter zu brechen: Fucking fantastisch! Nicht, dass man von einem Ridley Scott Sci-Fi etwas anderes erwartet hätte, aber "Der Marsianer" ist optisch erste Sahne.  Das 3D ist überragend, die fremdartigen Marslandschaften sind der Hammer und das CGI natürlich allgegenwärtig aber nicht aufdringlich. Da wirkt sogar ein Weltraumspaziergang ganz abseits von einem Spannungshöhepunkt wahnsinnig aufregend - einfach nur, weil die unendliche, schwerelose Leere um das Raumschiff so echt wirkt. Auf der Ebene kann sich der Film problemlos mit "Interstellar","Gravity" und anderen überirdischen Augenschmäusen der letzten Jahre messen. Soviel schonmal zu den Visuals.

Glücklicherweise muss sich der Film nicht ausschließlich auf sein Äußeres verlassen. Als eine Art "Cast Away in Space" beschränkt sich das Figurenarsenal zu weiten Teilen freilich auf Mark Watney (Matt Damon). Allerdings ist diese Person dermaßen sympathisch und witzig, dass der Film dadurch überhaupt nicht an Fahrt verliert und insgesamt einen überraschend starken Feel-Good-Vibe ausstrahlt. Mit derselben Energie werden auch die Überlebensprobleme geschildert und gelöst, sodass diese, trotz aller wissenschaftlichen Details, kein bisschen trocken rüber kommen. Mit einem enstprechenden Hintergrundwissen könnte man mit Sicherheit auch noch einige Probleme oder Fehler in diesen Details finden, aber das wäre wie einem Eiskunstläufer auf Olympia-Niveau ein Bein zu stellen. Ungerechtfertigt und fies. Meistens dient movie-science doch nur dazu schnell ein paar Reizwörter wie "DNA", "Energie" oder "Dimension" rauszuhauen und damit dann alles zu rechtfertigen, was man mal eben schnell ins Drehbuch kloppen möchte. "Der Marsianer" gibt sich dagegen redlich Mühe eine Menge Dinge zu berücksichtigen, zu erwähnen und auf akzeptable Weise plausibel zu machen. Hier macht eben nicht die Handlung die Umstände, sondern umgekehrt.

Der Aspekt der wissenschaftlichen Problemlösung ist nämlich eindeutig der Kern des Films. Andere mögliche Themenfelder wie existenzielle Probleme oder zwischenmenschlich-politische Konflikte auf der Erde werden weitestgehend ausgeblendet. Die meisten Nebenfiguren werden auch nicht extrem stark ausgebaut oder psychologisiert, sondern sind vor allem in ihrer beruflichen Funktion zu sehen. Das ist nichtmal wirklich ein Negativpunkt; die Geschichte geht nur vielfach bewusst einen eigenen Weg. Trotz unterschiedlicher Meinungen über Verfahrensweisen oder ähnliches kommt die Handlung des "Marsianer" ganz ohne eine Menge gänzlich abgenuckelter Plot-Elemente aus: Es gibt keinen Schurken, keine Liebesgeschichte, keinen Wahnsinn und auch keine Gier oder Bosheit. Das geht sogar so weit, dass die chinesische Regierung der NASA ein Stück geheimer Booster-Technologie überlässt um deren millardenschwere und riskante Rettungsmission für einen einzelnen Menschen zu unterstützen. Wenn man eher zynisch veranlagt ist, sind diese Momente des Films vielleicht etwas schwerer zu schlucken, aber diese Problematisierung von Zwischenmenschlichkeit und Politik wären hier vielleicht auch schlicht fehl am Platz. "Der Marsianer" setzt als Science-Fiction Geschichte seinen Schwerpunkt ohnehin viel weiter bei science als bei fiction und das erstreckt sich auch bis auf die Botschaft: Hier soll es darum gehen, was Menschen erreichen können, nicht darum, worauf sie verzichten, weil Verzweiflung oder Opportunismus sie davon abhalten. "Der Marsianer" gibt sich dieser sowohl lebens- als auch wissenschaftsbejahenden Einstellung gänzlich und ungeniert hin. Das ist aber kein Versäumnis, sondern in diesem Falle eher ein Schuss Optimismus, den wir heutzutage gut gebrauchen können.


Fazit

Mit einer erstaunlichen Menge positiver Energie verschwendet "Der Marsianer" keine einzige seiner 141 Minuten. Ridley Scott versteht es die Überlebensgeschichte eines fiktiven Astronauten nicht nur optisch eindrucksvoll, sondern auch unterhaltsam und spannend zu verpacken und dabei gleichzeitig eine große Begeisterung für Wissenschaft im Zuschauer anzusprechen.

Autor: Sören Jonsson

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