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Staatstrauer in England: Nach dem plötzlichen, rätselhaften Tod des Premierministers ist seine Beerdigung ein Pflichttermin für die Staatsoberhäupter der westlichen Welt. Selbstverständlich nimmt auch US-Präsident Benjamin Asher teil, begleitet von seinem Leibwächter Mike Banning. Doch was als die bestgeschützte Veranstaltung auf dem Planeten beginnt, entwickelt sich schnell zu einem tödlichen Spießrutenlauf: In einer gigantischen Verschwörung werden die mächtigsten Führer der Erde einer nach dem anderen Opfer brutaler Anschläge. Nur mit knapper Not kann Mike Banning das Leben des US-Präsidenten schützen und mit ihm in den Untergrund fliehen. Doch die Terroristen verlangen seine Auslieferung und überziehen die britische Hauptstadt mit einer Welle der Zerstörung. Während Vizepräsident Trumbull versucht, das gnadenlose Ultimatum hinauszuzögern, nimmt Banning den Kampf auf...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

"Sequels sind immer schlechter als das Original" ist die Regel, die tatsächlich nur selten Ausnahmen findet. Dass dieses Phänomen sich über alle Genres erstreckt ist verblüffend, weil die Formel für eine Actionfortsetzung einfach sein sollte: "Mach ungefähr dasselbe, aber mehr von dem was gut funktioniert hat, weniger von dem was schlecht funktioniert hat und verballer dabei ein größeres Budget." Ausgerechnet die Fortsetzung von"Olympus has fallen" hat dieses Prinzip gut gemeistert und eine Fortsetzung nach diesen Richtlinien hervorgebracht, obwohl er nur moderaten finanziellen Erfolg hatte. Noch dazu war er zeitgleich mit "White House Down" im Kino - einem Film mit exakt derselben Prämisse ("Stirb langsam - Oval Office Edition"). Aber "Olympus" hat sein Budget eingespielt, also hat er ein Sequel bekommen.

Und das funktioniert ziemlich gut, vor allem in Hinsicht auf seine Action. Nach einem anfänglichen Intro von etwa einer Viertelstunde geht es mit wenigen Unterbrechungen so richtig zur Sache. Im Grunde also genau das, was man sich von einem Actionfilm wünscht, richtig? Noch dazu gibt es eine Menge Szenen, die nicht nur gut ausgeführt, sondern sogar ziemlich innovativ sind. Das liegt viel daran, dass man dem Actionhelden nicht nur die Lizenz zum Töten zugesteht, sondern auch die für maßlose Brutalität, aber dazu später mehr...

Das Drehbuch folgt im Wesentlichen demselben Rhythmus wie Teil 1, sodass nach einer kurzen Einführung der große Knall kommt und die restliche Zeit vor allem davon gefüllt wird, dass Mike Banning (Gerard Butler) so lange fiese Kerle umlegt, bis der Tag gerettet ist. Simpel und geradeaus. Sogar noch mehr als "Olympus", weil man Nebencharaktere, Plotlines und Emotionen, die sowieso keinen Zuschauer interessieren, weitgehend eingedampft hat, ohne dabei "weniger" Plot zu haben. 

Der koordinierte Großangriff zum Abschluss des ersten Aktes ist zwar immer noch absolut hanebüchen, aber nicht mehr ganz so schlimm wie vorher. Actionmäßig wird hier das erste große Feuerwerk des Films gezündet, gleichzeitig ist das aber auch eher ein Tiefpunkt des Films. Das kommt vor allem davon, dass das dabei benutzte CGI ziemlich mäßig ist und sogar eher aus dem Szenario herausholt als einen reinzuversetzen. Glücklicherweise funktioniert die Action im kleineren Maßstab dafür umso besser. Gleiches kann man übrigens über den Soundtrack sagen, weil er weniger benutzt wird um Szenen zu unterstreichen oder zu verstärken, sondern einem viel zu aufdringlich ins Gesicht gedrückt wird. Ich denke, das lässt sich ganz gut mit einem Pausenbrot vergleichen, bei dem die Butter viel zu dick aufgetragen ist. Etwa zwei Finger breit.

Das sind aber nur Kleinigkeiten, die nur für einen Moment anhalten und schnell wieder vergessen werden können und sich nicht so stark auf den Film auswirken. Das was einem wirklich sauer aufstoßen muss ist die Botschaft des Films: Denn "London has fallen" lässt seine Schurken durchaus zu Wort kommen und Kritik am amerikanischen Militärvorgehen und Attitüde anklingen - nur ist das Gegenüber in diesen Dialogen nunmal Mike Banning und dem ist das alles scheißegal. Seit den 90ern gab es, einhergehend mit einer komplexeren Weltpolitik und Perspektive eine Notwendigkeit für Actionfilme entweder differenziertere Feinde darzustellen oder die Helden infrage zu stellen oder vollständig auf die Ebene fantastischer Bedrohungen (Aliens, Zombies, etc.) auszuweichen. Gerard Butlers Charakter geht hier einen vierten Weg, indem alle Bedenken einfach mit einem Schulterzucken beiseite gewischt werden. Das ist zwar mitunter erfrischend und sogar ganz lustig, geht aber auch Hand in Hand mit dem übelsten Aspekt vom ersten Teil: Dem übertriebenen, schmalzigen und grenzdebilen Patriotismus. Der wird in "London has fallen" zwar zunächst noch zurück gehalten, kommt aber im Verlauf des Films immer weiter raus, bis es schließlich vollkommen okay ist, aus Spaß zu foltern oder Bombenangriffe auf Zivilisten zu fliegen. Hier wird nicht einmal mehr der Versuch gemacht sich moralisch zu rechtfertigen. Genauso wird jeder Zweifel oder eine angedeutete Entwicklung in Bannings Charakter wieder rückgängig gemacht und so bleiben die letzten Worte des Films vollkommen unironisch: "Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika!"

Fazit

"London has fallen" hat alle guten Sachen am Vorgänger beibehalten (knallharte Action, kompromisslose Figuren und ein paar gute One-Liner) und dessen Schwächen (ausufernder Patriotismus, schmalzige Szenen und ein löcheriger Plot) zwar keineswegs beseitigt, aber zumindest abgeschwächt. Damit ist der Film eine der wenigen Fortsetzungen, die ihre Aufgabe gut gemacht haben, auch wenn der Soundtrack mitunter ganz schön aufdringlich ist und das CGI eher mäßig. Wer Lust hat auf einen möglichst lauten und anspruchslosen Actionfilm ist hier bestimmt gut aufgehoben.

Autor: Sören Jonsson

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