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Jede freie Minute rennt der elfjährige Danny ins Kino. Sein Leinwand-Idol ist Jack Slater, der Superaction-Kinoheld. Keinen seiner Filme hat Danny bislang versäumt. Als er vom Filmvorführer ein magisches Kinoticket geschenkt bekommt, geschieht das Unglaubliche: Danny landet mitten im neuesten Jack Slater-Film! Die sensationellen Action-Abenteuer übertreffen Dannys kühnste Träume – aber auch Jack Slaters schlimmste Befürchtungen.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Arnold Schwarzenegger (Terminator) ist Jack Slater. Ein Zigarre-rauchender, bis an die Zähne bewaffneter Superbulle in Cowboystiefeln, nie um einen flotten Oneliner verlegen, wenn er mal wieder die Vorgesetzten durch seine One-Man-Army-Methoden an den Rande des Herzinfarkts treibt, alles in Schutt und Asche legt aber am Ende des Tages natürlich auch dien bösesten Buben ihre gerechte Strafe zufügt. „Sein oder Nichtsein…Nichtsein, wetten?“ Ein typischer Arnie-Kracher, aber das ist Last Action Hero eben nicht…zumindest nicht ganz. Denn Jack Slater ist auch im Film nur eine fiktive Figur. Der Leinwandheld des kleinen Danny (Austin O’Brien; Der Rasenmähermann), der im Kino regelmäßig vor dem Alltag flüchtet. Sein Kumpel, der alte und etwas wunderliche Filmvorführer Nick schenkt ihm pünktlich zu einer Privat-Vorstellung des neuesten Jack-Slater-Streifens ein angeblich magisches Ticket, dessen Kräfte er nie selbst ausprobieren wollte. Danny ist da furchtloser und findet sich nach dem Prolog plötzlich selbst im Film wieder, was nicht nur ihn, sondern noch mehr den sonst so souveränen, in den einfachen Genre-Regeln unantastbaren und unverwundbaren Slater mächtig durcheinanderbringt.

Ein bis heute schmerzlich missverstandener und unterschätzter Film, was natürlich schnell passieren kann wenn man mit den Erwartungen an ein „normales“ Arnie-Vehikel an Last Action Hero herangeht. Die an sich dusselig klingende Geschichte um einen Jungen und seine magische Eintrittskarte nutzen Arnie wie seine das 80er-Jahre-Action-Kino entscheidend prägenden Mitstreiter John McTiernan (Regie, Stirb Langsam) und Shane Black (Autor, Lethal Weapon) als Sprungbrett für eine wundervoll selbstironische Parodie auf die selbstgesetzten Maßstäbe und Klischees. Mal süffisant-clever, gerne mal fast bald spoofig-plump mit dem Kopf durch die Wand, was aber letztlich auch nur dem typische Genre-Schaffen mit den eigenen Waffen die Hosenträger durchschneidet. Eine kindliche Eskapismus-Fantasie dient als Ausgangslage für ein hemmungsloses Film-im-Film-Meta-Geschwurbel, das den Buddy-Action-Film demaskiert, veralbert und gleichzeitig feiert. Gerade in der ersten Hälfte ist Last Actio Hero ein einziges Feuerwerk witziger Einfälle, die eigentlich nur darin bestehen, gewisse Standards mal zu hinterfragen bzw. bewusst auf die Spitze zu treiben.

Nach diesem mitunter furiosen Auftakt droht sich der Film manchmal leicht in dem eigenen Netz aus Parodie und Actionfilm-Wirklichkeit zu verheddern, was auch an der zu ausgiebigen Laufzeit von gut 130 Minuten liegt. Natürlich ist das Klischee auch hier nicht nur Zielscheibe des Spotts, sondern gleichzeitig ein Stück weit der Treibstoff für den eigenen Motor. Das hohe Maß an hintergründigem Humor weiß man nicht durchgehend zu halten, etwas Kitsch schleicht sich nicht nur dezent ein, dafür ist der Endspurt wieder geprägt von einigen Knallern, gerade beim Schaulaufen der etlichen Gaststars bei der „echten“ Jack-Slater-Premiere. Das erinnert schon fast an Robert Altman’s The Player: Zähle die bekannten Gesichter, das könnte ein fatales Trinkspiel abgeben. Das hier nicht immer alles sitzt ist aufgrund der tollen Grundidee und der enorm sympathischen Umsetzung auch nicht mehr als eine Fußnote. Last Action Hero ist ein Hollywood-Blockbuster, wie er aktuell kaum vorstellbar scheint: Popcorn-Kino mit hohem Spaß-Faktor und selbstkritischer Beinah-Blasphemie, ohne so zu tun, als wäre es Arthouse.

Fazit

Knallige, turbulente und oftmals sehr spitzfindige Selbst-Parodie aller Beteiligten (zumindest der wichtigsten Akteure vor und hinter der Kamera), die das was sie machen lieben ohne darüber nicht reflektierend ihre Späße treiben zu können. Und genau deshalb funktioniert dieser Film auch nur. Viele Spoof-Movies taugen nichts, da sie das zum Abschuss freigegebene Genre nur schlecht kopieren ohne dessen Handwerk zu beherrschen. „Last Action Hero“ ist kein Spoof-Movie im eigentlichen Sinne, aber man stelle sich mal vor, Wes Craven hätte „Scary Movie“ inszeniert…schon geil, oder?

Autor: Jacko Kunze

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