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Der junge Arthus durchstreift mit seinen Männern die Hinterhöfe von Londonium, ohne zu wissen, dass er von königlicher Abstammung ist. Doch dann entdeckt er das sagenhafte Schwert Excalibur, das ihn direkt in seinen Bann zieht. Er verbündet sich mit der Rebellion und der mysteriösen Guinevere. Arthur muss die magische Waffe in seinen Händen erst kennenlernen und Frieden mit seinen Dämonen finden, damit er das Volk vereinen und den Tyrann Vortigern schlagen kann - den Mann, der seine Eltern ermordete und die ihm zustehende Krone stahl.

Kritik

Mit King Arthur: The Legend of the Sword macht Guy Ritchie im Grunde genommen nichts neu. Mit pfiffigen Dialogen und experimentierfreudigen Einstellungen bleibt er dem grundlegendem Konzept seiner Erstlingswerke treu und wie auch schon in den beiden Sherlock Holmes Streifen oder seinem Agentenfilm Codename U.N.C.L.E. wird besonders viel Wert auf eine starke Bildgewalt gelegt, die durch die passende musikalische Untermalung noch bombastischer wirken soll. Und das klappt auch erstaunlich gut, denn während der eine oder andere anfangs eher skeptisch bezüglich des mittelalterlichen Settings und dem Fantasy-Hokus-Pokus sein könnte, schafft es der Streifen zügig eine stimmige Atmosphäre zu kreieren, sodass der Zuschauer das raue Leben des Straßenjungen Arthur förmlich schmecken kann. 

Anhand der teils sehr sarkstischen Inszenierung macht sich auch sofort bemerkbar, wer hier für die Regie verantwortlich war. So wird vor allem in dem ersten Drittel im Hinblick auf die Narration sehr viel mit Zeitsprüngen gearbeitet, bei denen die Szenen dann in erhöter Geschwindigkeit abgespielt werden. Hört sich auf dem Papier seltsam an und näher betrachtet könnte man danken, dass die Umsetzung schnell in die Hose gehen kann, aber Guy Ritchie beherrscht sein Werk und bringt dadurch eine gewitzte Note in den Film. Doch leider weiß auch ein Profi nicht immer wann Schluss ist, denn während die Zeitraffer eingangs sehr amüsant waren,  läuft spätestens mit der dutzendsten Zeitlupe das Maß der Toleranz  über. In pathosreichen Szenen muss hier noch mehr Pathos durch etliche Zeitlupen draufgesetzt werden. Hier wurde etwas zu dick aufgetragen.

Doch abgesehen von diesen kleinen Mankos bietet der Film ein gutes Tempo. Die Dialoge dauern nie zu lange und haben den typischen Unterton eines Ritchie-Films und durch die raffiniert gefilmten Kampf- und Fluchtsequenzen verliert man hier und da zwar mal den Überblick, aber trotzdem macht es Spaß der wilden Action zu folgen. Diese ist besonders gegen Ende hin ein nahezu einziges Effektgewitter, jedoch ist dieses noch zu ertragen. Vielmehr wirkt der Film dadurch wie eine Zwischensequenz eines Videospiels, ja besonders der Endkampf könnte eins zu eins aus einem Dark Souls-Game stammen. Wer weiß, vielleicht hat Herr Ritchie ja eine zweite große Leidenschaft.

Storytechnisch bietet King Arthur: The Legend of the Sword leider wenig Innovation. Die King Arthur-Story wurde schon etliche Male in etlichen Medien präsentiert und bietet demnach wenig Anreiz erneut der Geschichte des rechtmäßigen Königs und seinem Schwert Excalibur zu folgen.

In der Schauspielriege haben wir als Arthur Charlie Hunnam (Sons of Anarchy), der seinen Job durchaus solide macht, aber jetzt auch nicht mit der absoluten Prägnanz glänzen kann. Ein paar coole Sprüche, ein paar coole Blicke und eine Menge Muskeln, das ist Arthur. Platz für ein breites Spektrum an Emotionen bleibt hier also nicht. Jude Law (Sherlock Holmes) legt in seiner Rolle als Antagonist Vortigern eine finstere Performance ab, die tatsächlich Hass und Ekel aufkommen lässt. Diese Performance des verräterischen und eiskalten Königsmörders hätte bei dieser Skizzierung auch aus einem Stück Shakespeares stammen können. Neben diesen zwei Herren, die sich den Großteil der Screentime teilen, tauchen außerdem noch Djimon Hounsou (Blood Diamond) und Aiden Gillian (Game of Thrones)auf, die die sonst so grimmige Stimmung des Trupps um einiges aufzulockern wissen. Achja und Eric Bana (Troja) hat auch noch eine Rolle, doch die ist so kurz und unprägsam, dass dem Zuschauer sogar der Cameo von David Beckham mehr im Gedächtnis hängen bleibt. 

Fazit

Natürlich ist "King Arthur: Legend of the Sword" überladenes Popcornkino, das die Massen in die Kinos locken soll, doch trotzdem bietet der Streifen ein fixes und spaßiges Kinoerlebnis. Kurz und knapp: Ritchie versucht das Erfolgsrezept seiner "Sherlock Holmes"-Filme auf ein neues Setting zu übertragen und durch einige einfallsreiche Kniffe frischen Wind in eine altbekannte Story zu bringen und überwiegend gelingt ihm dies auch, die nächste große Sensation ist der Film jedoch nicht.

Autor: Oliver Koch

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