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Ein gewöhnliches vorstädtisches Paar findet es nicht gerade leicht, mit den Joneses mitzuhalten - ihren unglaublich hinreißenden und extrem kultivierten neuen Nachbarn - erst recht nicht, als sie herausfinden, dass Mr. und Mrs. "Jones" Undercover-Agenten sind.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„The first rule of being a spy is not to be in love with your partner.“

Eigentlich geht es Jeff (Zach Galifinakis, Die Qual der Wahl) und seiner Frau Karen (Isla Fisher, Die Unfassbaren – Now You See Me) im vorstädtischen Mikrokosmos ziemlich gut. Ihre beiden Kinder entwickeln sich prächtig, die Nachbarschaft scheint ohne faules Gemüse besetzt zu sein und auch finanziell scheinen die Gaffneys ausgesorgt zu haben. Das Dispositiv der Vorstadtidylle verweist aber, das hat uns die Vergangenheit mit Filmen wie Blue Velvet, Serial Mom – Warum läßt Mama das Morden nicht? und Happiness weitreichend unter Beweis gestellt, konsequent auf die Lügengebäude, die sich hinter der Fassade der geschniegelten Blumenbeete und frisch gestrichenen Gartenzäunen befinden. In Die Jones – Spione von nebenan muss diese Fassade auch eingerissen werden, allerdings ist der Schritt hier, dass Jeff und Karen einsehen müssen, wie sehr sie das Leben im außerstädtischen Dasein einschränkt.

Wie Tom Hanks in Joe Dantes Klassiker Meine teuflischen Nachbarn, beginnt vor allem Karen Misstrauen gegenüber den neuen Nachbarn, den Jones', zu hegen. Während er, Tim (Jon Hamm, The Town – Stadt ohne Gnade), sein Geld als Reiseautor verdient und die ganze Welt bereist hat, ist sie, Natalie (Gal Gadot, Batman v Superman: Dawn of Justice), ein langbeinige Schönheit, die als Social-Media-Beraterin tätig ist, sich darüber hinaus aber für Waisenkinder in Sri Lanka einsetzt und einen Kochblog führt. Ein so exklusives, weltgewandtes Pärchen, welches ausgerechnet im amerikanischen Suburbia-Ödland sesshaft werden möchte? Da kann doch etwas nicht stimmen. Und nachdem sich Greg Mottola (Adventureland) vorerst noch einen Spaß daraus gemacht hat, die Skepsis von Karen auf einen ausgeprägten Ausbund an Paranoia zu schieben, lässt Die Jones – Spione von nebenan die Katze schon bald aus dem Sack.

Der deutsche Titel jedenfalls gibt den wenig überraschenden Kurs des Films bereits vor, und nachdem nicht nur die Jones' einige ihrer eindrucksvollen Spezialfähigkeiten beim alljährlichen Straßenfest unter Beweis stellen durften, sondern auch die Gaffneys, ganz den Konventionen des Genres entsprechend, ins Haus der neuen Nachbarn eingestiegen sind, entfaltet sich Die Jones – Spione von nebenan als vorhersehbare, aber auch durchaus kurzweilige Unterhaltung. Die Humormechanik basiert dabei auf der Unbeholfenheit von Jeff und Karen, die die sich anbahnenden Extremsituationen mit ihrer ungeschickten wie überforderten Normalität beständig kontrapunktieren: Wo ihr Alltag vorher noch aus gutbürgerlicher Monotonie bestand, gilt es nun scharfe Schusswechsel, Explosionen und Verfolgungsjagden so gut wie möglich zu überstehen. Und sicherlich gestaltet sich so manche (Situations-)Komik überaus erzwungen, die Spielfreude des namhaften Ensembles aber erklärt Die Jones – Spione von nebenan vorwiegend zur launigen Angelegenheit.

Fazit

Dass "Die Jones – Spione von nebenan" nun kein sinnbringendes Erlebnis darstellen wird, sollte von vornherein klar sein. Wer sich aber auf eine kleine, spielfreudig dargebotene (Agenten-)Komödie einstellt, der wird mit Greg Mortallas neuster Regiearbeit durchaus seinen schnell vergessenen Spaß haben.

Autor: Pascal Reis

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