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Billy liebt Horrorcomics. Umso wütender ist er daher auch, als sein Vater ihm verbietet, diese zu lesen und sein Lieblingscomic mit dem Titel Creepshow wegwirft. In derselben Nacht erscheint der Creep vor Billys Fenster, der ihm eine reale Welt des Horrors zeigt. Der Creep erzählt ihm fünf makabre Horrorgeschichten aus dem Comic, in denen es um rachsüchtige Zombies, blutrünstige Monster, gnadenlose Insekten und unheimliches Gewächs aus dem Weltall geht...

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Kritik

Wohlige Erinnerungen an unbeschwerte Tage tun sich dort auf, wenn man heutzutage in den Genuss von Die unheimlich verrückte Geisterstunde (aka Creepshow) gelangt. Erinnerungen daran, wie man sich als Kind auf Zehenspitzen die Treppe heruntergeschlichen ist, unbemerkt am Schlafzimmer der Eltern vorbeihuschte, um sich sodann vor den Fernseher zu stehlen und dort Filme im Nachtprogramm zu Gesicht zu bekommen, die für das damalige Alter sicher nicht angebracht gewesen sind: Horror musste es sein, blutdürstig, damit jene Mutproben sich auch wirklich bewähren. Indes sind es gerade diese individuellen Erfahrungen, die das Medium Film so nachhaltig effektiv gestalten; und nicht zuletzt legen die nächtlichen Ausflüge ins elterliche Wohnzimmer, die das Seherlebnis durch den Reiz des Verbotenen derart durchdringend ausfüllen, den Grundstein dafür, sich weitergehend mit den (Un-)Tiefen der Kinematographie zu beschäftigen. 

Wenn wir also von der Begeisterung für die umfassende Filmkultur sprechen, dann reden wir natürlich auch von Leidenschaft und Inbrunst. Und Die unheimlich verrückte Geisterstunde ist eines dieser Werke, deren Antrieb sich unverkennbar aus genau diesem Element gebiert: Leidenschaft². Genre-Urgestein George A. Romero (Zombie – Dawn of the Dead), der im Jahre 1982 gerade auf dem Zenit seines Schaffens angekommen war und seine Signatur im Subgenre des Zombiefilms hinterlassen konnte, und Stephen King (Friedhof der Kuscheltiere), der bereits den Aufstieg zu einem der prägnantesten Köpfe der amerikanischen Literaturbranche vollbracht hat, sorgen hier für eine künstlerische Synergie, die sich voll und ganz im schöpferischen Glanz der inszenatorischen Zuneigung zur Trivialkunst entlädt: Die unheimlich verrückte Geisterstunde kniet ehrenvoll nieder und zollt den sogenannten Pre-Code Horror Comics sorgfältig Tribut.

Als Omnibus- respektive Episodenfilm wird auch Die unheimliche verrückte Geisterstunde Opfer einer typischen Krankheit in diesem Gefilde: Mögen George A. Romero und Stephen King an ihrer Hingabe zu 'Schundheften' keinen Zweifel lassen und das Wechselspiel zwischen Realität und Zeichentrick wunderbar organisch über die Bühne bringen, so schleichen sich immer wieder eindeutige Pacing-Probleme in die Erzählung ein. Gleichen sich die einzelnen Episoden zwar in ihren makabren Anwandlungen – welche gleichwohl auch Nukleus des Unterhaltungswertes bedeuten -, gibt es in diesem Potpourri an Motiven und Versatzstücken jedoch inhaltlich wie stilistisch immer wieder relativ klare Qualitätsunterschiede (man vergleiche nur Mondgestein und Insektenspray – ein himmelweiter Unterschied in jedweder Hinsicht!), die den Spaß am gesplitteten Schauermär zwar nicht verleiden, aber zuweilen etwas ins Rotieren geraten lassen.

Dennoch weiß Die unheimlich verrückte Geisterstunde zu überzeugen, nicht zuletzt, weil der Film sich heutzutage so wunderbar als nostalgischer Throwback verdient macht: Das Topoi, welches zum Beispiel sehr bissig die Niedertracht der menschlichen Natur behandelt, versteht sich als Garant für jede Menge morbider Monstrosität, die analogen Effekte sind entzückend, die Lust an expressionistischen Farb- und Schattenspielen ein herrlicher Kniff, um die immerzu schwelende Atmosphäre durch ästhetische Mittel zu verdichten, während der spannungsorientierte Schnitt sein übriges tut: Wenn Die unheimliche verrückte Geisterstunde etwas ist, dann stimmungsträchtig aus Passion. Und dazu gesellen mit altbewährten Schauspielern langjährige Wegbegleiter ins Boot. Neben Leslie Nielsen (Die nackte Kanone), der hier in einer ersten Rolle famos aufspielt, geben sich Hal Holbrook (Die Firma), Ted Danson (Made in America) und ein junger Ed Harris (Run All Night) die Ehre.

Fazit

Sicher unterscheidet sich die Qualität der einzelnen Episoden nicht erdrutschartig, es ist jedoch unverkennbar, dass "Die unheimlich verrückte Geisterstunde" zuweilen etwas an seinem leicht strauchelnden Pacing leidet, wenngleich der Omnibusfilm nie wirklich missfällt. Dafür ist George A. Romeros Inszenierung zu kompetent, das Drehbuch von Stephen King zu hingebungsvoll und das Gesamtergebnis einfach zu leidenschaftlich. Ein schöner Ausflug zurück in die frühen 1980er Jahre!

Autor: Pascal Reis

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